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Was bedeutet BDSM?

In unserem großen BDSM Lexikon findest du Antworten auf alle Fragen die dich Nachts wach halten.

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Das BDSM Lexikon: Ein Leitfaden für Anfänger und Erfahrene

Das BDSM Lexikon ist eine umfassende Sammlung von Begriffen und Informationen aus dem BDSM-Bereich. Es erklärt nicht nur die verschiedenen Praktiken und Konzepte, sondern weist auch auf Risiken und mögliche Nebenwirkungen hin. Da niemand fehlerfrei ist, sind wir immer offen für Korrekturen und Ergänzungen, um stets aktuelle Informationen bereitzustellen.

Unser Ziel ist es, sowohl interessierte Anfänger als auch erfahrene BDSM-Praktizierende anzusprechen und die Inhalte auf eine lockere und verständliche Weise zu vermitteln. Obwohl zwischen den verschiedenen Rollen wie Top und Bottom, Master und Slave, Dom/Domme und Sub oft Ernsthaftigkeit und Disziplin herrschen, muss BDSM keineswegs ein trockenes Thema sein. Deshalb versuchen wir, unseren Artikeln eine Portion Humor zu verleihen, ohne dabei vom eigentlichen Thema abzuschweifen.

Neben den Praktiken und Begriffen beleuchtet das Lexikon auch BDSM-Möbel und stellt verschiedene Spielzeuge und Hilfsmittel vor. Bei Möbeln handelt es sich oft um individuelle Anfertigungen oder selbstgebaute Stücke. Was Spielzeuge betrifft, gibt es mittlerweile zahlreiche Hersteller und eine große Auswahl, die jedes Jahr weiter wächst. Besonders beliebt sind Analplugs, bei denen die Vielfalt schier unbegrenzt ist. Von einfachen Metallplugs bis hin zu Plugs mit Pferde-, Hasen- oder Fuchsschwanz ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Aufgrund der Vielfalt an Spielzeugen haben auch im sogenannten “Vanilla”-Bereich (nicht-BDSM) nach und nach diverse BDSM-Toys Einzug gehalten. Viele davon sind heute aus den Schlafzimmern vieler Paare nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig verschwimmt in vielen Bereichen die Grenze zwischen Vanilla und BDSM zunehmend, während in anderen Bereichen klare Abgrenzungen bestehen bleiben.

Um die entsprechenden Begriffe im BDSM Lexikon zu finden, stehen eine Suchfunktion und eine alphabetisch sortierte Liste zur Verfügung. In der Liste sind alle bisher bekannten und bearbeiteten Begriffe aufgeführt. Für eine Übersicht besucht gerne unsere BDSM Lexikon Übersichtsseite.

BDSM ist eine Abkürzung aus dem Englischen und umfasst eine Vielzahl sexueller Praktiken, Gewohnheiten und Variationen. Jeder Buchstabe steht für eine spezifische Facette dieses umfangreichen Spektrums.

Bondage

Bondage bezieht sich auf das Fesseln oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Es beinhaltet die Verwendung von Seilen, Handschellen, Ketten oder anderen Materialien, um eine Person zu fixieren.

Discipline

Discipline steht für Disziplin und bezieht sich auf die Anwendung von Regeln, Strafen oder Belohnungen innerhalb einer sexuellen Beziehung. Es geht darum, klare Grenzen zu setzen und Verhaltensweisen zu steuern.

Dominance

Dominance bedeutet Dominanz und Herrschaft. Es beinhaltet die Ausübung von Macht und Kontrolle über den Partner. Der dominante Part bestimmt die Handlungen, während der submissive Part sich unterordnet und gehorcht.

Submission

Submission steht für Unterordnung oder Unterwerfung. Der submissive Part gibt die Kontrolle ab und lässt sich vom dominanten Part leiten. Es geht darum, die Wünsche und Bedürfnisse des dominanten Partners zu erfüllen.

Sadism

Sadismus bezieht sich auf die Lust am Zufügen von Schmerz oder Leid an anderen Menschen. Es beinhaltet das Ausüben von Kontrolle über den Partner durch physische oder psychische Dominanz.

Masochism

Masochismus steht für die Lust, Schmerzen von anderen Menschen zu empfangen. Der masochistische Part genießt die körperlichen oder psychischen Herausforderungen, die ihm vom sadistischen Partner zugefügt werden.

Die Grenzen und Regeln im BDSM werden im Voraus von den beteiligten Partnern festgelegt, vereinbart und abgesteckt. Es ist wichtig, einvernehmliche und sichere Vereinbarungen zu treffen, um die Grenzen jedes Einzelnen zu respektieren und ein positives Erlebnis zu gewährleisten.

BDSM bietet eine breite Palette an Spielarten, die spannend, aufregend und vielfältig sind. Von spielerischen und sanften Praktiken wie im Film “Fifty Shades of Grey” bis hin zu extremen und abgesprochenen Praktiken, die intensive gesundheitliche und psychische Auswirkungen haben können. Jeder findet in diesem Bereich seinen passenden Part.

Menschen sind individuell und tragen oft dunkle Geheimnisse und Triebe in sich. BDSM bietet die Möglichkeit, diese dunklen Triebe in einem vertrauten Umfeld auszuleben. Es erfordert Überwindung, mit dem Partner darüber zu sprechen, aber es kann eine Beziehung auf eine neue Ebene bringen und über Jahre hinweg bereichern. BDSM reicht von Sinnesentzug und spielerischem Lustgewinn bis hin zu intensiven Schlaginstrumenten auf den Oberschenkeln. Wer hätte gedacht, dass der freundliche Nachbar seit Jahren seine Frau im Keller benutzt und erniedrigt, weil sie, die selbstbewusste Lehrerin, genau das möchte? Oder dass der Anwalt gegenüber einmal pro Woche von seiner Freundin regelrecht gefoltert wird? Welche verborgenen Wünsche schlummern in dir?

Alles ist erlaubt, solange es Spaß macht, vereinbart ist und niemanden ernsthaft gesundheitlich gefährdet! Die Intensität ist dabei äußerst subjektiv und von der Situation abhängig. Denkt daran: Es gibt nichts Peinlicheres, als am Wochenende in der Notaufnahme des Krankenhauses zu landen, weil ihr einen Fehler gemacht habt. Eine Billardkugel hat nichts im Hintern deiner Partnerin verloren, zumindest nicht ohne eine sichere Schnur zum Herausziehen.

Was ist beim BDSM zu beachten?

  1. Legt unbedingt im Voraus ein Abbruchkennwort fest! Wenn ihr in vollem Gange seid und die Lustgefühle immer stärker werden, kann es passieren, dass ihr die Kontrolle über euch selbst verliert, insbesondere wenn es um die Sauerstoffversorgung des Gehirns geht.

  2. Setzt klare Grenzen hinsichtlich der Gesundheit (z. B. bei intensiverem Auspeitschen, Schlagen, Atemkontrolle usw.). Was bringt der beste Sex, wenn dein Partner oder deine Partnerin tagelang vor Schmerzen nicht mehr richtig sitzen oder stehen kann? Definiert jedoch genau, was ihr mit der Aktion erreichen möchtet. Vielleicht gehört dies für euch auch zum späteren Lustgewinn dazu, und deine Partnerin, die dir gegenüber devot ist, möchte das Gefühl der allgegenwärtigen Unterwerfung spüren.

  3. Das WICHTIGSTE ist einvernehmliches Vertrauen! Ohne Vertrauen braucht ihr nicht einmal über BDSM nachzudenken. Bleibt dann bitte beim normalen Sex, wenn das für euch ausreichend ist.

Beliebte BDSM-Spielarten Beachtet, dass die folgende Liste nur eine kleine Auswahl an Spielarten darstellt, da es unzählige Praktiken und Variationen gibt:

  1. Spanking
    Spanking kann mit dem einfachen “Hintern versohlen” beginnen und bis zu schmerzhaften und ausdauernden Auspeitsch-Sitzungen führen. Oft wird dies mit verbaler Härte oder Dirty Talk kombiniert. Achte darauf, dass es nicht lächerlich wird, da dies jeglichen Ernst und Lust zunichtemachen kann. Die Partnerin oder der Partner wird aus gutem Grund bestraft. Ihr könnt dies im Voraus besprechen. Stelle sicher, dass du Cremes oder Salben zur Hand hast, um Rötungen oder Wunden zu versorgen.

  2. Shibari
    Shibari ist eine ursprünglich japanische Form der Fesselkunst, die auch in Europa bekannt ist. Beim Bondage geht es um den Lustgewinn durch die Fesselung des Partners und den damit einhergehenden Kontrollverlust über den eigenen Körper. Oft wird eine eigens angefertigte Käfigstruktur verwendet, in die die Partnerin oder der Partner gesperrt wird. Dabei muss immer eine Zugänglichkeit für Ausscheidungen und Erste Hilfe gewährleistet sein. Das Ganze kann über Stunden oder sogar Tage hinweg stattfinden.

  3. Keuschhaltung
    Bei der Keuschhaltung wird ein Penis- und Hodengeschirr von der Frau angelegt und kontrolliert. Sie ist die “Keyholderin” und die einzige Person, die Zugriff auf den Penis hat. Dadurch wird die gewohnte Selbstbefriedigung und der ständige Sexualtrieb unterbunden, und der Mann kann sich intensiv auf die Befriedigung der Frau konzentrieren. In der BDSM-Keuschhaltung wird dies zum sexuellen Lebenszweck. Sprecht dies im Voraus genau ab. Oftmals wird ein Notfallschlüssel in einem versiegelten Brief aufbewahrt.

  4. Orgasmuskontrolle
    Bei der Orgasmuskontrolle geht es darum, den Orgasmus zu unterbinden oder durch den dominanten Part erzwingen zu lassen. Achte jedoch darauf, den schmalen Grat zwischen Orgasmus und Überreizung zu treffen. Ein Orgasmus kann beispielsweise bei einer Frau mit einem Aufsetzvibrator herbeigeführt werden, wobei Geschwindigkeit und Druck vom Mann gesteuert werden. Das gelingt oft erfahrenen Paaren. Die Frau hat dann keine Kontrolle mehr und muss kommen. Sollte jedoch etwas schiefgehen, ist die gesamte Lust auf einen Schlag vorbei.

  5. Wax Play
    Wachsspiele beinhalten das Tropfen von Kerzenwachs auf den Körper, um Orgasmen und sexuelle Handlungen zu unterstützen und den Körper zu stimulieren. Achte dabei darauf, dass es zu keinen Verbrennungen kommt. Je näher die Kerze, desto höher das Verbrennungsrisiko. Ungeübte sollten zuerst weniger empfindliche Körperteile testen. Diese Technik ist günstig, aber auch gefährlich. Verwende Niedrigtemperaturkerzen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Zu BDSM gehören auch die oft erwähnten Lack- und Lederoutfits. Aber bedenke, dass spezielle Kleidung nicht unbedingt erforderlich ist. Probiert aus, was euch gefällt und sprecht über eure Vorlieben und Fetische. Es gibt keine Grenzen. Lebt eure Fantasien aus!

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Das große BDSM Lexikon

Anilingus, eine Praxis, die ihren Namen von den lateinischen Wörtern ‘anus’ (After) und ‘lingere’ (lecken) ableitet, bezieht sich auf die erotische Stimulation des Afters mit der Zunge. Dieses sinnliche Vergnügen ist unter vielen Namen bekannt, darunter Rimming, Rimjob, Zungenanal, Afterlecken und Rosettenlecken. Während sich die Nuancen zwischen diesen Bezeichnungen unterscheiden mögen, teilen sie alle die gemeinsame Absicht, den After und die umliegenden Bereiche mit der Zunge zu erkunden und zu stimulieren. Diese Technik wird sehr geschätzt, da der Analbereich eine hohe Konzentration von Nervenenden aufweist und daher besonders empfänglich für derartige Berührungen ist.

Anilingus wird oft im Rahmen des Vorspiels angewandt, um die allgemeine Lust zu steigern und den Analbereich spezifisch zu stimulieren. Durch die weiche und sanfte Beschaffenheit der Zunge, die im Vergleich zu Fingern oder Analtoys (wie Plugs) weniger hart ist, wird eine sanftere und intensivere Dehnung des Anus ermöglicht. Außerdem dient der von der Zunge abgesonderte Speichel als natürliches Gleitmittel, das das Eindringen erleichtert.

Vor der Praktizierung des Anilingus ist es jedoch unerlässlich, den Anus zu reinigen, um eine orale Aufnahme von Fäkalbakterien zu vermeiden, die ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen könnten. Hierfür kann eine Analdusche verwendet werden. Nach der gründlichen Reinigung steht dem sinnlichen Vergnügen des Anilingus nichts mehr im Wege. Wer zusätzlichen Schutz wünscht, kann ein Lecktuch verwenden.

Im Kontext des BDSM wird der Anilingus oft vom dominanten Partner (Top) verwendet, um den unterwürfigen Partner (Bottom) weiter zu erniedrigen. Insbesondere bei Femdoms (weiblichen Dominas) ist dies während des Facesittings beliebt, wobei sie ihren After von ihrem Sklaven lecken lassen. Dies kann in verschiedenen Positionen geschehen, zum Beispiel auch in der Doggy-Position. Aber auch männliche Tops wenden den Anilingus gerne an, um ihre Unterwürfigen zu disziplinieren und ihre Dominanz zu demonstrieren. Manchmal führen männliche Tops selbst den Anilingus an ihren Bottoms durch, um den After auf den anschließenden Analsex vorzubereiten.

Abrasion, ursprünglich ein medizinischer Ausdruck, der so viel wie “Abschürfung” bedeutet, bezeichnet das Aufrauen, Abschaben oder Abschleifen von Körpergewebe mit Hilfe eines Instruments.

Innerhalb des BDSM wird diese Praxis intensiviert und dient dazu, einen Sub an einer bestimmten Stelle besonders empfindlich zu machen. Durch die Anwendung von Abrasionsinstrumenten wie Sandpapier, extrem rauen Stoffen, Stahlwolle oder Bürsten wird eine maximale Sensibilisierung der Haut erreicht. Darüber hinaus werden oft reizende Substanzen eingesetzt, die die Haut angreifen oder Reaktionen hervorrufen. Brennnesseln sind hier ein gängiges Hilfsmittel. Manchmal werden auch nackte Zweige mit oder ohne Blätter verwendet, eine Praxis, die als “Birching” bekannt ist.

Für Abrasion gibt es prinzipiell keine bevorzugten Körperregionen. Selbst der Kopf ist nicht tabu. Allerdings wird bei dieser empfindlichen Stelle mit ihrer dünnen Hautschicht meist eine weniger intensive Abrasion angewandt. Ein beliebtes Mittel hierbei ist das sogenannte “Dutch Rub”, bei dem die Knöchel über den Kopf gerieben werden.

Da Abrasion Schmerzen verursacht, wird sie oft als Form des Folterspiels eingesetzt. Zunächst wird der Sklave durch die Schmerzen des eigentlichen Abreibvorgangs gequält. Anschließend wird die überempfindliche Stelle weiter bespielt, was zusätzliche Schmerz- oder Lustfolter verursacht. Eine abgeriebene Hautstelle kann so sensibel werden, dass schon ein leichter Luftzug beim Bottom explosive Empfindungen auslösen kann.

Durch die kontinuierliche Reizung der Haut an verschiedenen Stellen und die Variation der Intensität kann es zu einer Überbelastung der Nerven kommen. Dadurch geraten sämtliche Nerven im Körper in einen Zustand der Alarmbereitschaft, beginnen zu kribbeln, zu zucken und werden extrem empfindlich. Eine besondere erotische Variante der Abrasion besteht darin, dass der Bottom völlig nackt ist, während der Top mit rauer Kleidung, etwa einem Jutesack oder Kartoffelsack, bekleidet ist und seinen Körper an dem des Bottoms reibt.

Wie viele andere BDSM-Praktiken lässt sich auch die Abrasion gerne mit anderen Fetischen und Vorlieben verbinden. Dabei sind Verbindungen zu Klinikspielen und Fußfetischismus naheliegend. Füße sind generell ein sehr beliebtes Ziel für Abreibungen, da sie besonders empfindlich sind.

Solange die Abrasion keine Verletzungen der Haut verursacht, gilt sie als sicher. Sollte es jedoch zu Verletzungen kommen, muss die Wunde unbedingt desinfiziert werden. Unbehandelte Wunden können zu Entzündungen und bleibenden Schäden führen.

Analfisting, von “fist” (Faust), bezeichnet das Einführen der eigenen Hand in das Rektum (Anus) einer anderen Person, unabhängig von deren Geschlecht. Dies hat nichts mit der allgemeinen Laienvorstellung eines gewalttätigen Aktes zu tun.

Bei der Praktik des Analfistings wird der Anus des zu fistenden Individuums, in der Regel ein Sklave oder eine Sklavin, auch Sub genannt, durch ein umfassendes Verfahren auf das Fisting vorbereitet. (siehe auch Analdehnung). Zur Vordehnung des Anus werden Hilfsmittel wie Plugs (Analstöpsel), Dildos oder Finger zusammen mit viel Gleitmittel verwendet.

Analfisting

Es ist stets von Vorteil, die Person zu beruhigen, die das Analfisting erhält. Absolute Tabus sind Hilfsmittel wie Poppers oder Alkohol, oder generell bewusstseinserweiternde Substanzen, was für alle Praktiken im Bereich des BDSM (Bondage-Domination-Sado-Masochism) gilt. Jetzt betrachten wir den speziellen Bereich der Clinical-Praxis “Analfisting”.

Hygiene und Reinlichkeit Ein Paar strapazierfähige Latexhandschuhe 1 Desinfektionsspray oder Desinfektionsmittel für die Handschuhe 1 Tube Gleitgel (ausreichend gefüllt) Saubere Tupfer, Servietten oder Taschentücher Möglichst keine langen Fingernägel und Ringe an den Fingern Keine Armbänder oder anderer Schmuck Die Vorbereitung auf das Analfisting Die beste Art, die zu fistende Person vorzubereiten, besteht darin, ihr zu versichern, dass alle Hygiene- und Reinlichkeitsstandards eingehalten werden. Wer auf Analfisting steht, steht meist auch auf Clinical, also auf die Vorbereitung und den Geruch von Desinfektionsmittel. Hierzu empfehlen wir, jeglichen Schmuck abzulegen, die Hände sauber zu waschen, dann die Handschuhe anzuziehen und diese vor den Augen des Subs zu desinfizieren. Es ist auch ratsam, den Anus der zu fistenden Person erneut zu desinfizieren. Zudem sollte die Person, bei der das Analfisting ausgeführt wird, vorher eine Analreinigung mit einem Einlauf oder Duschschlauch durchführen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Für absolute Ruhe sollte gesorgt sein, besonders wenn es das erste Mal Analfisting ist, damit sich der Sub voll und ganz auf seine Empfindungen und Eindrücke konzentrieren kann. Es sollte auch ein Safeword vereinbart werden.

Ist alles vorbereitet und das Safeword klar vereinbart, wird der Handschuh der rechten oder linken Hand großzügig mit Gleitgel bestrichen. Zunächst führt man vorsichtig zwei Finger ein und bewegt diese langsam auf und ab und hin und her, um das Innere des Rektums zu erkunden. Es ist für den Fister sehr aufregend, diese Entdeckungsreise zu unternehmen, und beide sollten gleichwertigen Spaß am Analfisting haben. Wenn sich der Schließmuskel ein wenig lockert und dehnt, kann man langsam einen dritten Finger und dann den kleinen Finger hinzufügen und versuchen, die Handfläche einzuführen. Man bleibt so lange bei Fingerspielen und stimulierenden Bewegungen, bis man bemerkt, dass sich der Sub weiter entspannt und man den Daumen leicht einführen kann, während man die Finger zu einer Art Schnabel formt. So kann man mit der gesamten Hand leicht in den Anus gleiten. Einmal im Inneren des Anus angekommen, kann man den Schnabel zu einer Faust formen und sanft stoßen – aber bitte mit Bedacht und Vorsicht.

Atemkontrolle (auf Englisch “breath control” oder Asphyxiophilie) ist ein Interaktionsmuster zwischen dem dominanten Partner (Top) und dem untergebenen Partner (Bottom), bei dem die Atmung des Bottoms kontrolliert wird. Diese Kontrolle kann eine teilweise oder sogar vollständige Atembehinderung beinhalten. Die Methoden der Atemkontrolle variieren stark, von der bloßen Hand des Tops bis hin zu Hilfsmitteln wie Gürteln, Plastiktüten oder Zentais.

Die Atemkontrolle ist eine der riskantesten Praktiken im BDSM. Sie sollte nur durchgeführt werden, wenn fundiertes Wissen über Anatomie, physiologische Bedingungen und die damit verbundenen Risiken vorhanden ist. Durch das Hemmen der Atmung kann eine Sauerstoffunterversorgung auftreten, die im schlimmsten Fall bleibende Schäden verursachen oder sogar tödlich sein kann. Dieses Risiko ist besonders groß bei der Atemkontrolle am eigenen Körper, auch bekannt als Self-Bondage.

Atemkontrolle Bevor die Atemkontrolle durchgeführt wird, sollten Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Zunächst muss der Top sich über den Gesundheitszustand des Bottoms im Klaren sein. Wenn der Bottom an Atemwegserkrankungen leidet, sollte eine Atemkontrolle unbedingt vermieden werden. Der Bottom sollte auch verstehen, wie sein Körper auf die Atemkontrolle reagiert, um Gefahren frühzeitig erkennen zu können. Im Allgemeinen sollte immer eine Notrufnummer bereitliegen und Kenntnisse in Erster Hilfe vorhanden sein.

Die Atemkontrolle kann verschiedene Effekte hervorrufen. Während dem Bottom die Atmung entzogen wird, produziert der Körper Adrenalin. Dies, zusammen mit dem Sauerstoffmangel, kann den Orgasmus intensivieren. Außerdem wird durch die Atemkontrolle die Rollenverteilung zwischen Top und Bottom verdeutlicht.

Die Atemkontrolle kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Die einfachste Methode ist das Abdecken von Mund und Nase mit der Hand oder das Würgen am Hals. Beim Würgen besteht jedoch die Gefahr, dass neben der Atmung auch die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird. Eine weitere Möglichkeit der Atemkontrolle ohne Hilfsmittel ist das Beschweren des Brustkorbs des Bottoms mit dem eigenen Körpergewicht. Ein ähnlicher Effekt kann durch eng geschnürte Korsetts oder Bondage erzielt werden.

Die Atmung kann auch durch den Einsatz von Masken oder Plastiktüten kontrolliert werden. Häufig werden auch Zentais oder Stoffe, die durch Wasser luftdicht gemacht werden, verwendet. Sehr speziell ist der Einsatz von z.B. Lachgas zur Atemkontrolle.

Analdehnung ist eine weit verbreitete sexuelle Praxis, bei der der Analsphinkter gedehnt wird. Dies wird erreicht, indem verschieden große Objekte in den Anus des passiven Partners eingeführt werden, zum Beispiel Dildos oder Anal-Spreizer/Spekula, oder durch die Finger oder Hände des aktiven Partners. Es ist sinnvoll, ausreichend Gleitmittel zu verwenden. Ein besonders wirksames Hilfsmittel zur Dehnung des Anus sind Plugs. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich, einige sind sogar aufblasbar. Da sie nicht aus dem Anus rutschen können, können sie über längere Zeit getragen werden und so die Dehnung entsprechend unterstützen.

Das Ziel der Analdehnung kann entweder die spätere Einführung der Faust (beim sogenannten Fisting) sein, oder sie wird als eigenständige Praxis ausgeübt, da manche Menschen das stetige Dehnen des Sphinkters als lustvoll empfinden. Bei Männern steht hier vor allem die Stimulierung der Prostata und der daraus resultierende Lustgewinn im Vordergrund. Einige dominante Frauen genießen es auch, den männlichen unterwürfigen Partner so lange an der Prostata zu stimulieren, bis sie ihn abmelken können, ohne dass dieser einen Orgasmus hat.

Analdehnung

Wenn die Analdehnung regelmäßig praktiziert wird, ermöglicht dies die Einführung immer größerer Gegenstände in den Anus, ohne dass die betroffene Person Schmerzen empfindet. Es ist erstaunlich, welche Größen die eingeführten Gegenstände erreichen können.

Es ist wichtig, das Risiko einer Beschädigung des Schließmuskels bei der Dehnung zu beachten. Daher sollte man bei der Analdehnung niemals zu schnell, zu grob und mit zu wenig Gleitmittel arbeiten, um Verletzungen in diesem empfindlichen Bereich des Körpers unbedingt zu vermeiden. Es ist umstritten, ob eine dauerhafte Erweiterung des Ringmuskels durch Analdehnung im höheren Alter zu Stuhlinkontinenz führen kann; entsprechende Studien sind noch ausstehend.

Trotz des irreführenden Begriffs “Schließmuskeltraining” wird bei der Analdehnung nicht im klassischen Sinne Muskelmasse aufgebaut. Stattdessen wird ein vorhandener Muskel immer weiter gedehnt.

Das Andreaskreuz ist ein X-förmiges Kreuz, das aus zwei Balken besteht. Der Name des Andreaskreuzes leitet sich von Andreas, einem der Apostel, ab, der angeblich an einem solchen Kreuz gestorben ist. Heutzutage findet man das Andreaskreuz oft vor Bahnübergängen als Warnzeichen vor Gefahren. Wenige verbinden es jedoch mit seiner Nutzung im BDSM.

Im BDSM ist das Andreaskreuz äußerst beliebt. Es besteht aus zwei langen Balken oder Metallstreben, die mindestens so lang sind wie eine durchschnittliche Person. Der Bottom wird mit Fesseln oder durch Bondage an das Andreaskreuz fixiert und in der Y-Stellung gehalten. Je nachdem, wie der Bottom am Kreuz befestigt ist, ist entweder die Vorder- oder die Rückseite frei zugänglich für den Top.

Durch die Fixierung am Kreuz werden die Extremitäten des Bottoms weit gespreizt, was dem Top den Zugriff auf die Geschlechtsteile ermöglicht. Oft kommt es dabei auch zu masochistischen Handlungen. Beliebte Praktiken sind CBT (Cock and Ball Torture), Orgasmuskontrolle, Ballbusting, Hodenabbinden oder Spanking.

Da der Bottom während der Fixierung am Andreaskreuz mit den Füßen auf dem Boden steht, sind die Risiken bei dieser Art der Fixierung sehr gering. Dennoch sollte auf die Durchblutung der Arme geachtet werden, da sie bei zu langer Fixierung beeinträchtigt werden kann.

Das Andreaskreuz gehört mittlerweile zur Standardausstattung in jedem Dominastudio. Auch in vielen Swingerclubs gibt es speziell eingerichtete BDSM-Zimmer mit einem Andreaskreuz. Immer häufiger findet man auch in privaten Schlafzimmern ein Kreuz. Es gibt Varianten, die aufgestellt oder zusammengeklappt werden können, um sie zu tarnen und nicht offensichtlich als Andreaskreuz zu erkennen.

Wenn ein Bottom am Kreuz befestigt ist, sollte er auf keinen Fall alleine gelassen werden. Selbst scheinbar banale Probleme können in dieser fixierten Position schwerwiegende Folgen haben. Menschen mit Asthma oder Herzproblemen sollten generell von einer Fixierung am Kreuz Abstand nehmen.

Die Kombination aus vier Buchstaben – BDSM – hat ihren Ursprung im Englischen und bezeichnet eine breite Palette an sexuellen Handlungen, Gepflogenheiten und Varianten. Ins Detail gehend, bezeichnet es Bondage (Fesseln bzw. Bewegungseinschränkung), Discipline (Disziplin), Dominance (Dominanz und Kontrolle), Submission (Unterwerfung), Sadism (Freude am Verursachen von Schmerz) und Masochismus (Freude am Empfangen von Schmerz). Die Grenzen innerhalb dieser Praktiken werden von den beteiligten Partnern vorab festgelegt und vereinbart.

BDSM bietet in seinen Variationen Spannung, Aufregung und Vielseitigkeit, mit etwas für jeden Geschmack. Die Skala zwischen Schmerz und Lust kann stark variieren, von harmlosem “Soft-BDSM” (wie in Filmen wie “Fifty Shades Of Grey” dargestellt) bis hin zu extremen Praktiken, die mit vorausgesetztem Konsens “Vergewaltigungsähnliche” Szenarien darstellen und potenziell gesundheitliche und psychische Folgen mit sich bringen können. Eine BDSM-Session kann auch eine festgelegte Routine mit klarer Progression umfassen und sich über einen längeren, lustvollen Zeitraum erstrecken.

Jeder Mensch ist individuell, und fast jeder trägt dunkle Geheimnisse und Triebe in sich. BDSM bietet eine geeignete Methode, diese dunklen Triebe in einem sicheren Umfeld zu erforschen. Sicherlich erfordert es Mut, mit dem Partner oder der Partnerin über solche Vorlieben zu sprechen – doch dies kann einer Beziehung auf lange Sicht neue Dimensionen eröffnen. BDSM kann alles von sensorischer Deprivation (z.B. mit einer Maske) bis hin zu ausgiebigen Schlägen auf die Oberschenkel umfassen – oder eine Kombination aus beidem. Es ist durchaus möglich, dass der freundliche Nachbar von nebenan seine Frau im Keller dominiert und erniedrigt – und sie das genau so will. Oder wer hätte gedacht, dass der Anwalt gegenüber regelmäßig von seiner Freundin “gefoltert” wird? Was verbirgt sich in dir?

Erlaubt ist alles, was euch beiden Spaß macht, abgesprochen ist und niemandem ernsthaften gesundheitlichen Schaden zufügt! Die Intensität ist eine höchst subjektive und situative Angelegenheit. Vergesst nicht, dass es wenig Peinlicheres gibt, als am Wochenende in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses aufzutauchen, weil ihr unvorsichtig wart… Billardkugeln haben beispielsweise nichts im Hintern deiner Freundin zu suchen… zumindest nicht ohne eine robuste Schnur zum Herausziehen 😉

Was muss bei BDSM beachtet werden?

  1. Unbedingt ein SafeWord im Voraus festlegen! Besonders wenn ihr in der Hitze des Gefechts seid und die Lustgefühle immer intensiver werden, kann das zu einem Kontrollverlust führen – Stichwort: Sauerstoffmangel im Gehirn.

  2. Gesundheitliche Grenzen festlegen (z.B. bei intensiverem Auspeitschen, Schlagen, Atemkontrolle etc.). Der tollste Sex nützt nichts, wenn der/die Partner(in) in den Folgetagen vor Schmerz nicht mehr gerade sitzen oder stehen kann. Aber auch hier gilt: Definiert genau, was ihr mit eurer Session erreichen wollt. Vielleicht gehört das auch zu eurem späteren Lustgewinn dazu und deine devoten Partner(in) möchte dieses Gefühl der Unterwerfung ständig spüren.

  3. Es kann nicht oft genug gesagt werden: Das WICHTIGSTE ist gegenseitiges Vertrauen! Ohne Vertrauen braucht ihr erst gar nicht über BDSM nachzudenken! Bleibt dann bitte beim normalen Sex, wenn euch das ausreicht.

Die beliebtesten BDSM-Praktiken Es sei angemerkt: Es gibt so unendlich viele Praktiken und Spielarten, dass die folgende Liste nur eine kleine Auswahl für den Einstieg in die Materie darstellen kann:

  1. Spanking
  2. Shibari
  3. Keuschhaltung
  4. Orgasmuskontrolle
  5. Wax Play

In die BDSM-Welt gehört auch das oft zitierte “Lack & Leder”-Outfit. ABER: Besondere Kleidung ist in keiner Weise notwendig… das müsst ihr selbst herausfinden! Es gibt keine Grenzen. Alles ist möglich, wie es euch gefällt! Sprecht über eure Vorlieben und Fetische und lebt sie aus!

Das Konzept des Brandings (aus dem Englischen “to brand”, zu deutsch “einbrennen”) entspringt der Tradition, ein Zeichen dauerhaft in die Haut von Menschen oder Tieren einzubrennen. Ursprünglich stammt die Praxis aus der Tierhaltung, wo ein glühend heißes Eisenzeichen verwendet wurde, um ein Tier als Eigentum zu markieren.

Aufgrund der höheren Sensibilität menschlicher Haut im Vergleich zur Haut eines Rindes sind lediglich sehr einfache Muster möglich. Eine umfangreiche Pflege der Haut ist nach diesem Prozess zwingend erforderlich.

Der Einsatz von Branding in der Body-Modification-Szene hat Aufmerksamkeit erregt, und sowohl dominante Männer (“Doms”) als auch dominante Frauen (“Femdoms”) haben diese Praxis adaptiert, um ihre Submissiven (“Bottoms”) als ihr Eigentum zu markieren. Diese dauerhafte Kennzeichnung symbolisiert das ultimative Opfer seitens des Bottoms und dient als Beweis seiner Zugehörigkeit und Ergebenheit. Für einige besonders devote und abhängige Bottoms ist das Branding eine Art des Ausdrucks ihrer Zugehörigkeit und ein Beweis ihrer Leidensfähigkeit, da der Branding-Prozess äußerst schmerzhaft ist.

Branding im BDSM

Normalerweise werden Brandings auf der Hüfte oder den Gesäßbacken platziert, aber sie können auch auf dem Bauch oder der Brust zu finden sein.

Es gibt zwei Methoden, um ein Branding dauerhaft auf der Haut des Bottoms zu platzieren: die klassische Methode mit heißem Metall (Heißbrand) und die weniger bekannte Methode mit extrem kaltem Metall (Kaltbrand). Bei der Kaltbrandmethode wird das Eisen durch flüssigen Stickstoff auf minus 80°C abgekühlt. Wenn dieses gekühlte Eisen auf die Haut gedrückt wird, entsteht durch Erfrierungen ein Brandzeichen.

Die Sichtbarkeit der Markierung, wie lange sie sichtbar bleibt und ob sie permanent erkennbar ist, hängt von vielen Faktoren ab, wie Hauttyp, Hautfarbe, Heilungsprozess, Behandlung des Brandzeichens und Nachbrennen. Um ein dauerhaft gut sichtbares Brandzeichen zu erzielen, wird empfohlen, das gleiche Zeichen nach etwa sechs Monaten noch einmal mit demselben Eisen einzubrennen.

Die Heilung einer Brandwunde erfolgt in verschiedenen Phasen. Unmittelbar nach dem Brennvorgang ist die betroffene Stelle weißlich bis grau, später rötlich, dann dunkelgrau bis schwarz. In dieser Zeit bildet sich eine Kruste, die nach einigen Wochen abfällt. Wenn die Kruste unbeschädigt bleibt, heilt die Wunde innerhalb weniger Wochen und wird als rötliche Narbe sichtbar, die mit der Zeit immer blasser wird.

Risiken und Nebenwirkungen des Brandings

Die durch das Branding entstandene Wunde erfordert sorgfältige und intensive Pflege und Überwachung. Falls die verwendeten Eisen nicht vollständig steril oder unsauber bearbeitet wurden, können sich die Wunden schnell entzünden, was mit hohem Fieber einhergehen kann. Bei einer Wundinfektion wird dringend geraten, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Wir betonen dringend, dass die entstandene Wunde und die daraus resultierende Narbe intensiv behandelt und beobachtet werden müssen. Deshalb raten wir dringend davon ab, ein Brandzeichen anzubringen, wenn Sie nicht absolut sicher sind, was Sie tun. Ein Brandzeichen ist permanent und kann nicht rückgängig gemacht werden.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass Branding rechtlich eine Grauzone darstellt. Obwohl Branding prinzipiell unter den Tatbestand der Körperverletzung fällt, wird es in der Regel als einvernehmliche Körpermodifikation angesehen und daher rechtlich nicht verfolgt.

Bastonade oder Falaka verweist auf die Praxis des Schlages auf die nackte Sohle eines Fußes. Die Methode wurde früher für Folter oder Bestrafung eingesetzt, wobei die Intensität je nach Zweck variieren konnte. Das Wort Bastonade stammt aus den romanischen Sprachen und kann übersetzt werden als Stockschlag oder Peitschenschlag. Der Begriff Falaka hat seinen Ursprung in der arabischen Welt. In der modernen Sprache wird es auch als Bastinado, Booting, Foot Whipping oder Sole Caning bezeichnet.

In den Ländern des Nahen und Fernen Ostens wird die Falaka-Methode bis heute als Strafe verwendet. Manchmal findet die Strafe öffentlich statt, um das Leiden des Bestraften zu steigern. Selbst in einigen westlichen Ländern wird die Bastonade noch heute als Strafe angewendet.

Während der Bastonade werden nackte Fußsohlen mit geeigneten Schlaginstrumenten wie Stöcken, Peitschen, Rohrstöcken, Riemen oder Ruten geschlagen. Die Schläge konzentrieren sich hauptsächlich auf den Bereich zwischen der Fußsohle und der Ferse. Bei der Falaka-Methode werden die Schläge hauptsächlich mit einem Stock durchgeführt, während die Füße fixiert sind. Die Füße des Bestraften werden an einem Balken gebunden und hochgezogen, um eine bessere Schlagposition zu erreichen und unbeabsichtigte Verletzungen zu vermeiden.

Die Bastonade kann intensive Schmerzen verursachen, da die Fußsohle eine hohe Dichte von Nervenzellen und daher eine hohe Schmerzempfindlichkeit aufweist. Selbst bei punktueller Einwirkung auf die Fußsohle kann der Schmerz sich im gesamten Körper ausbreiten, da die dortigen Nerven direkt mit dem Ischiasnerv verbunden sind. Anders als in anderen Körperregionen können die Nerven hier nicht abstumpfen. Eine Vielzahl von Schlägen kann sogar das Schmerzempfinden erhöhen, so dass später sogar leichte Berührungen Schmerzen auslösen können.

Im BDSM-Bereich wird die Bastonade vom Top durchgeführt, der das Bottom fixiert, um dann die Fußsohlen zu bearbeiten. Zur Fixierung werden Fußfesseln, Pranger oder Spreizstangen verwendet oder BDSM-Möbel, an denen das Bottom mit Bondage gefesselt wird. Die im BDSM angewendete Bastonade entspricht eher der arabischen Falaka, daher wird oft von Falaka gesprochen.

Durch zielgerichtete Schläge auf die Fußsohle können dem Bottom erhebliche Schmerzen zugefügt werden. Das Ausmaß der Schmerzen wird maßgeblich durch das verwendete Schlaginstrument und die ausgeübte Kraft beeinflusst. Nach der Bastonade schwellen die Füße leicht an und erinnern das Bottom noch einige Zeit an die Züchtigung.

Die Falaka erfordert ein hohes Maß an Vertrauen des Bottoms in den Top und seine Fähigkeiten. Bei zu harten Schlägen an die falschen Stellen des Fußes, wie Ballen oder Zehen, besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko, das von offenen Wunden bis hin zu Knochenbrüchen und bleibenden Schäden reichen kann. Wenn die Bastonade bzw. Falaka richtig durchgeführt wird, ist das Verletzungsrisiko sehr gering. Flexible Schlaginstrumente werden in der Regel für die Bastonade verwendet und die Schläge richten sich auf den Bereich des Fußgewölbes. Die Haut ist hier besonders widerstandsfähig und die Einwirkungen der Schläge werden von der Fußmuskulatur absorbiert. Insbesondere bei der Falaka, bei der oft mit starren Schlaginstrumenten gearbeitet wird, ist Vorsicht geboten. Schon leichte Schläge können Verletzungen verursachen.

Bukkake ist allgemein eine weit verbreitete Gruppensex-Praktik, bei der mehrere Männer ihr Sperma auf dem Körper einer Frau verteilen, vorzugsweise im Gesicht. Es gibt jedoch auch andere Bereiche, die als Ziel für das männliche Sperma dienen können, beispielsweise Brüste, Genitalien, Hintern oder bestimmte Kleidungsstücke.
 
Der Ursprung des Bukkake liegt in Japan. Die dort geltenden Gesetze verbieten die Darstellung von Geschlechtsteilen, was dazu führte, dass Pornoproduzenten das Gesicht der Frau ins Zentrum rückten und dieses von den Männern mit Sperma bespritzen ließen.
 
Der Begriff für diese Gruppensamenerguss-Praxis stammt aus dem Japanischen und kann als “Spritzer” übersetzt werden. Bukkake In der westlichen Pornoindustrie erlangte der Begriff zufällig Bekanntheit. Ein amerikanischer Radiomoderator erwähnte eine Website, die sich ausschließlich mit Bukkake befasste, in einer seiner Sendungen. Die daraus resultierende öffentliche Diskussion brachte den Begriff Bukkake in die allgemeine Sprache und führte zu seiner großen Popularität.
 
Im BDSM wird Bukkake auf verschiedene Weisen angewendet. Meistens demütigen männliche Doms ihre Sklavinnen durch eine Massenbesamung und stellen sie als Masturbationsobjekt für eine große Gruppe von Männern zur Verfügung. Gelegentlich demütigen auch Femdoms ihre männlichen Sklaven, Zofen oder feminisierten Subs auf diese Weise. Inzwischen sind Bukkake-Partys recht verbreitet. Bei solchen Veranstaltungen stellen sich Frauen einer großen Anzahl von Männern zur Verfügung und wünschen, von allen mehrmals mit Sperma bedeckt zu werden. Für diese Frauen stellt Bukkake keine Demütigung dar, sondern es ist die Erfüllung ihrer erotischen Fantasien oder einfach der Ausdruck ihrer Vorliebe für Sperma.
 
Diese Art von Gruppensexpartys erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In verschiedenen Sexforen werden regelmäßig private Bukkake-Partys organisiert und durchgeführt. Untersuchungen zufolge hat bereits jede fünfte Frau in Deutschland mindestens einmal Sperma von zwei Männern gleichzeitig auf ihrem Körper gehabt. Natürlich besteht auch beim Bukkake mit Aufnahme des Spermas das Risiko, sich mit Krankheiten zu infizieren. Vor der Aufnahme sollte sicher gestellt sein, dass alle Teilnehmer gesund sind und keine Ansteckungsgefahr besteht.

Das Wort “Bondage” leitet sich von der englischen Bezeichnung für Sklaverei oder Unterwerfung ab. Heute ist Bondage eine Praxis, die sich mit der mehr oder weniger komplexen Verwendung von Fesseln, häufig Seilen, beschäftigt. Dabei können sowohl einschränkende als auch ästhetische Aspekte im Vordergrund stehen und es stellt eine der weitverbreitetsten Methoden innerhalb der BDSM-Gemeinschaft dar. Eine spezielle Variante des Bondage ist das sogenannte Shibari, auch als Japanisches Bondage bekannt. Shibari ist eine äußerst kunstvolle Methode, die darauf abzielt, die Schönheit und Ästhetik des gefesselten Körpers zu betonen. Im Shibari werden in der Regel Hanf- und Juteseile verwendet, während im westlichen Bondage praktisch jede Art von Seil zum Einsatz kommen kann. Allerdings eignen sich nicht alle Seile gleichermaßen, da synthetische Materialien bei unsachgemäßer Verwendung Abschürfungen und Verbrennungen verursachen können. Um solche Gefahren zu minimieren, gibt es inzwischen spezielle hautfreundliche Seile.

Eine weitere Form des Bondage ist die so genannte Suspension: Hierbei wird der gesamte Körper einer Person in der Luft aufgehängt, wobei temporäre Piercings anstelle von Bondage-Seilen zur Fixierung des Körpers verwendet werden, indem Haken in die Haut eingeführt werden. Die gefesselte oder aufgehängte Person sollte dabei eine ausgeprägte masochistische Neigung aufweisen.

Bondage, ein faszinierender Fetisch. Viele Menschen sehen den größten Reiz des Bondage im restriktiven, das heißt, einschränkenden Gefühl, das durch das Fesseln entsteht. Die gefesselte Person unterwirft sich vollständig der fesselnden Person. Bei sachgemäß durchgeführtem Bondage ist das Lösen der Fesseln für die gefesselte Person schwierig bis unmöglich, sie ist auf die Befreiung durch die aktive Person angewiesen. Ebenso können unterschiedliche Körperpositionen beim Bondage problemlos erzwungen werden. So sind zum Beispiel Positionen mit gespreizten Beinen (Y-Stellung) oder solche, die die Geschlechtsteile zugänglich machen, sehr beliebt. Eine weitverbreitete Methode ist das sogenannte Hogtie, bei dem die auf dem Bauch liegende Person an Hand- und Fußgelenken hinter dem Rücken gefesselt und mit einer Kette oder einem Seil verbunden wird. Diese Art der Fesselung wird außerhalb des Bondage-Kontexts auch in einigen Ländern zum Transport aggressiver Gefangener eingesetzt oder um Personen an der Flucht zu hindern.

Es ist wichtig zu bedenken, dass jede Form des Bondage zur Taubheit und Durchblutungsstörungen führen kann, bei länger dauernden Bondage-Spielen auch zu Quetschungen, Thrombosen oder Nervenschäden. Ein Kreislaufkollaps oder Atemnot können auch schnell auftreten, insbesondere wenn Bondage mit anderen Praktiken wie zum Beispiel Spanking oder CBT kombiniert wird. Deshalb ist es wichtig, dass alle Knoten jederzeit schnell gelöst oder durchschnitten werden können und die gefesselte Person idealerweise nie unbeaufsichtigt bleibt. Hier ist eine gute Kommunikation zwischen den Beteiligten unerlässlich, so dass die Bondage-Session bei ersten Anzeichen von Unwohlsein gegebenenfalls abgebrochen werden kann.

Ballbusting bezeichnet den Akt des Tretens in die Hoden eines Mannes, der eine masochistische Neigung hat, im Kontext des BDSM. Es ist wichtig, Ballbusting von Selbstverteidigungstechniken zu unterscheiden, in denen Frauen möglicherweise darauf trainiert werden, die empfindlichen Stellen ihres Gegners – in diesem Fall die Hoden – schmerzhaft zu treffen. Es könnte sein, dass hier die Fantasie des Ballbusting, also der gezielte Tritt einer Frau in die eigenen Hoden, ihren Ursprung hat. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass die Verwundbarkeit des devot-masochistischen Mannes besonders betont wird, da es sich um einen freiwilligen Akt handelt: Der Mann präsentiert seine empfindliche Stelle, etwa indem er vornübergebeugt und mit gespreizten Beinen verharrt, bis sein normalerweise weiblicher Gegenpart seine Schwäche ausnutzt. Oft ist der empfangende Part dabei auch durch Bondage gefesselt oder anderweitig an einem Andreaskreuz befestigt.

Ballbusting führt zu knackenden Eiern. Befragt man weibliche Anhängerinnen des Ballbusting nach ihren Motiven für diese recht extreme Praxis, so wird vor allem die Faszination für die Intensität der männlichen Reaktion genannt. Die meisten Männer fallen beim Ballbusting sofort wimmernd zu Boden, da der Schmerz selbst bei mittelstarken gut platzierten Tritten enorm ist. Ein weiterer Anreiz beim Ballbusting: Es handelt sich um seine “wertvollsten Teile”, nämlich um die zentralen männlichen Geschlechtsorgane. Ein direkter Tritt hinein kann für einige Femdoms das ultimative Machtgefühl sein, bei sadistischen Neigungen kommt noch die Freude am (Lust-)Schmerz des anderen hinzu. Beliebte Variationen des Ballbusting sind Tritte mit nackten Füßen (bei Fußfetischisten) oder Tritte mit Absätzen oder (spitz zulaufenden) High Heels, je nach Vorliebe. Bei dieser Form des BDSM ist generell Vorsicht geboten, denn zu starke Tritte in die Hoden können zu dauerhaften Schäden führen. Bei anhaltenden Schmerzen empfehlen wir dringend einen Arzt aufzusuchen.

Crossdressing bezieht sich auf das Anziehen von für das andere Geschlecht typischen Kleidungsstücken. Hierbei kleiden sich Frauen oft in traditionell männlichen Kleidungsstücken oder Männer in typisch weiblichen Kleidungsstücken wie High Heels, Röcken und so weiter. Manchmal ergänzen Männer dieses Verhalten durch das Auftragen von Make-up und Nagellack, um einen noch feminineren Look zu erreichen.

Es ist schwer, allgemeine Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, wer Crossdressing praktiziert. Es ist nicht typischerweise homosexuell oder ausschließlich auf Transvestiten beschränkt. In den meisten Fällen ist es einfach ein Fetisch. Das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts kann ein angenehmes Gefühl erzeugen oder es ermöglicht dem Crossdresser, in eine andere Geschlechterrolle zu schlüpfen. Manchen macht es einfach Spaß, vorübergehend die Rolle des anderen Geschlechts zu übernehmen.

Im Kontext von BDSM wird Crossdressing häufig mit der Feminisierung von männlichen Unterwürfigen in Verbindung gebracht. Hier geht es, im Gegensatz zu den meisten anderen Fällen von Crossdressing, um sexuelle Erregung oder Handlungen. In solchen Situationen kann der Fetisch sich auch auf bestimmte Kleidungsstücke beziehen. Der Fetisch für Nylon, Strumpfhosen oder High Heels kann zum Beispiel Teil des Crossdressings sein. Es gibt auch eine fließende Übergang zu Männern, die Damenunterwäsche tragen.

Erzwungenes Crossdressing ist ebenfalls nicht unbekannt im BDSM. Hierbei wird ein männlicher Unterwürfiger oft gezwungen, sich feminin oder manchmal sogar vulgär zu kleiden. Dies kann extrem kurze Röcke, durchsichtige Tops, sehr hohe High Heels oder Stiefel und Strapse beinhalten. Dies wird als Feminisierung bezeichnet. In extremen Fällen wird der so gekleidete Unterwürfige auf den Straßenstrich geschickt (real oder nur symbolisch), um weitere Demütigung zu erfahren. In beiden Situationen handelt es sich klar um sexuelle Handlungen, manchmal auch mit oder durch eine dominante Frau, seltener durch einen dominanten Mann.

Nach sexueller Befriedigung haben viele Crossdresser das Bedürfnis, so schnell wie möglich in ihre ursprüngliche Geschlechterrolle zurückzukehren.

Das reine Tragen von für das andere Geschlecht typischen Kleidungsstücken ist natürlich ungefährlich. Gesundheitliche Schäden können jedoch auftreten, wenn ein männlicher Unterwürfiger gezwungen wird, ein extrem enges Korsett zu tragen. Wie bei vielen Dingen hilft auch beim Crossdressing ein gewisses Maß an gesundem Menschenverstand, um sicherzustellen, dass ein an sich angenehmes erotisches Spiel nicht zu Verletzungen führt.

Im Kontext von BDSM bezeichnet Cutting eine Form der Körpermodifikation, bei der Muster mit einem scharfen Instrument in die Haut geschnitten werden. Hierbei verwendet der dominante Partner (Top) das Cutting, um den unterwürfigen Partner (Bottom) klar als seinen Besitz zu kennzeichnen. Cutting gehört zu den intensivsten BDSM-Praktiken und ist mindestens genauso komplex, da ein hohes Maß an Vertrauen und ein gewisses Maß an anatomischem Wissen erforderlich ist.

Es gibt unterschiedliche Arten von Cutting, abhängig von den Hautschichten, die geschnitten werden. Leichte Cuts, die die Oberhaut betreffen, ähneln Kratzern und heilen normalerweise ohne Narbenbildung ab. Wenn jedoch in die tiefere Dermis (Lederhaut) geschnitten wird, können Narben zurückbleiben, was zu einer dauerhaften Markierung führen kann.

Cutting

Als Instrumente für Cutting eignen sich Einweg-Skalpelle mit gekrümmter Klinge, sehr scharfe Messer, Rasierklingen oder Kanülen. Es sollten keinesfalls Cutter aus dem Baumarkt oder vergleichsweise stumpfe Messer verwendet werden, da diese die Haut eher aufreißen statt sie sauber zu schneiden. Unabhängig vom verwendeten Instrument sollte es vor dem Cutting desinfiziert werden, sofern es nicht schon steril ist. Dabei sollte mit Einweghandschuhen gearbeitet und Verbandsmaterial sowie Desinfektionsmittel bereitgehalten werden. Auch die Hautstelle, an der das Cutting durchgeführt wird, sollte vor Beginn des Prozesses desinfiziert werden.

Bereits im Vorfeld sollten beide Parteien über möglicherweise bestehende Krankheiten sprechen. Wenn der Bottom an einer Blutgerinnungsstörung leidet, sollte Cutting auf jeden Fall vermieden werden! Zudem sollten eventuell eingenommene Medikamente daraufhin überprüft werden, ob sie möglicherweise Wechselwirkungen mit Desinfektionsmitteln aufweisen könnten.

Cutting sollte nur an Körperstellen durchgeführt werden, an denen genügend Fett- oder Muskelgewebe vorhanden ist. Dies trifft auf Oberarme und Schultern, vordere Oberschenkel, Gesäß und Bauch zu. Cutting sollte niemals an Hals, Gelenken, Leiste, Genitalien oder im Bereich der Wirbelsäule durchgeführt werden, da hier das Risiko besteht, eine Hauptarterie zu treffen oder bleibende Schäden zu verursachen. Ungeeignete Stellen, die vermieden werden sollten, sind das Gesicht, die Brust, Hände und Füße, da hier weder genügend Fett- noch Muskelgewebe vorhanden sind und zudem viele Nerven verlaufen, die verletzt werden könnten.

Der Begriff Cunnilingus stammt aus dem Lateinischen, wobei “Cunnus” die weibliche Schamregion bezeichnet und “Lingua” Zunge bedeutet. Daher bezieht sich Cunnilingus auf die orale Stimulation der Vagina mit der Zunge. Diese Art des Oralverkehrs ist sowohl im BDSM als auch in traditionelleren sexuellen Kontexten sehr beliebt, und viele Frauen genießen diese Art der Befriedigung.

Innerhalb des BDSM-Spektrums wird Cunnilingus häufig von dominanten Frauen, sogenannten Femdoms, praktiziert. Sie haben oft einen sogenannten “Lecksklaven”, der auf Befehl ihre Vagina mit der Zunge stimuliert. Die Femdom verwendet Cunnilingus als Mittel zur Belohnung oder Bestrafung, oder einfach zur Befriedigung ihrer eigenen Lust. Sie hat verschiedene Möglichkeiten, ihre Schamregion für den Bottom zu öffnen. Viele Femdoms bevorzugen Facesitting, um dem Bottom seine untergeordnete Position klar zu vermitteln. Facesitting und die damit verbundene Unterwerfung des Bottoms gehen oft mit Anilingus einher. Cunnilingus kann auch im Kontext von Cuckolding eine Rolle spielen, wenn der Cuckold nach dem sexuellen Akt seiner Frau mit einem anderen Mann dazu aufgefordert wird, den Intimbereich der dominanten Frau zu reinigen. Cunnilingus Bei devoten Frauen wird Cunnilingus im eigentlichen Sinne eher selten angewandt, zum Beispiel als Belohnung für besonders gute Dienste an ihrem Herrn. Einige Tops jedoch genießen es, ihre Bottoms durch Cunnilingus und andere Techniken zu quälen. Hierbei können Finger, Zähne, Schamlippenspreizer, Labienklammern oder andere Spielzeuge verwendet werden, um die Vagina, den Kitzler oder die Schamlippen zu stimulieren. Manchmal dient Cunnilingus als Vorspiel zum Fisting, um die Frau ausreichend zu erregen. Viele Frauen berichten, dass sie erst durch intensiven oralen Genuss zum Orgasmus kommen. Mit fortgesetzter oraler Stimulation können sie dann squirten. Dominante Frauen nutzen dies manchmal, um den Bottom zu belohnen, der dann auch diese Körperflüssigkeit oral aufnehmen muss.

Da beim Cunnilingus direkter Kontakt mit Körperflüssigkeiten besteht, besteht auch ein Risiko für die Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Zur Minimierung dieses Risikos kann ein Lecktuch verwendet werden.

CFNM steht für “Clothed Female Naked Male”, was übersetzt bedeutet, dass die Frau vollständig bekleidet ist, während der Mann im Gegensatz dazu vollständig entkleidet ist. CFNM spielt bewusst mit den gesellschaftlich festgelegten Schamgrenzen. In der CFNM-Konstellation wird der devote Mann durch den Verlust seiner Kleidung nicht nur gedemütigt und beschämt, sondern auch seiner äußeren Schutzschicht beraubt, was ihn schwächer und schutzloser erscheinen lässt. Gleichzeitig ist die Femdom in CFNM angezogen und wirkt daher selbstbewusst, vielleicht sogar sehr mächtig und stark, insbesondere wenn sie sich beispielsweise in ein komplettes Lederoutfit kleidet.

CFNM bietet normalerweise nur den allgemeinen äußeren Rahmen für tiefgreifendere BDSM-Spiele, die auf einem Machtungleichgewicht zugunsten der anwesenden Frau(en) basieren. In diesem Sinne legt Clothed Female Naked Male lediglich fest, von welcher Position aus in den darauffolgenden Szenarien agiert wird. Im Hinblick auf seine Funktion steht CFNM also im völligen Gegensatz zu Konzepten wie dem Nudismus oder dem Exhibitionismus. Letzterer zielt darauf ab, sich zur Steigerung der eigenen Lust vor anderen zu präsentieren. Bei CFNM ist genau das Gegenteil der Fall: Dem männlichen Part wird die Möglichkeit verwehrt, sich zu bedecken und seine Scham zu verbergen, selbst wenn er dies vielleicht bevorzugen würde. Im Gegensatz zum Nudismus wird bei CFNM keine befreiende oder angenehme Wirkung durch Nacktheit angestrebt. Stattdessen zielt CFNM auf eine gnadenlose Entblößung und Zurschaustellung des männlichen Körpers vor den Augen einer oder mehrerer dominanter Frauen ab, was für den devoten Mann möglichst unangenehm sein soll. CFNM wird häufig mit entsprechenden demütigenden Anweisungen verbunden, besonders während sogenannter CFNM-Partys. Ein typisches Spiel bei CFNM-Partys ist beispielsweise das Werfen von Ringen mit dem Ziel, dass diese am erigierten Penis eines devoten Partygastes hängen bleiben. Während solcher Veranstaltungen gelten männliche Teilnehmer generell als “Freiwild”, das den anwesenden bekleideten Damen zu allerlei schelmischer Belustigung zur Verfügung stehen soll.

Natürlich gibt es – wie fast immer in der BDSM-Szene – auch das Gegenteil von CFNM. Bei dem sogenannten CMNF sind die Rollen genau umgekehrt: Der (dominante) Mann ist vollständig bekleidet, während die unterwürfige weibliche Person nackt ist. Dies kann auch in Gruppen geschehen. Häufig lassen sich die Herren dabei von einer nackten Frau bedienen, die einem der Herren gehört und bei der es sich eher um eine Art Vorführung handelt.

Der Ausdruck “Cuckold” leitet sich vom englischen Begriff für “Kuckuck” ab und beschreibt einen Mann, der in einer Beziehung sexuell zurückgesetzt wird.

Cuckold-Verhältnisse sind oft in der BDSM-Szene zu finden, obwohl diese Praktik nur bestimmte Aspekte einer dominant/devoten Machtstruktur abdeckt. Innerhalb dieser Dynamik leben der Cuckold und der (typischerweise) weibliche dominante Part in einer festen Beziehung, in der dem Cuckold nur wenige oder keine sexuellen Begegnungen mit seiner Partnerin erlaubt werden. Manchmal wird die explizite sexuelle Ablehnung des Cuckolds mit seiner Unfähigkeit gerechtfertigt, seine Partnerin, die Cuckoldress, zufriedenstellend zu befriedigen. Als Ausgleich lässt sich die Cuckoldress von einem oder mehreren anderen Männern sexuell befriedigen. Es existieren zahlreiche Varianten dieses Arrangements. Einige Cuckolds sind indirekt am Akt beteiligt, indem sie vor, während und/oder danach erniedrigende Aufgaben übernehmen, die den sexuellen Akt unterstützen (z.B. das Baden und Eincremen der Partnerin, das Anreichen eines Kondoms oder sogar sexuelle Handlungen mit der dritten Person). Manche Cuckolds dürfen der Szene nur heimlich beiwohnen, zum Beispiel, indem sie gefesselt unter dem Bett liegen. Andere wiederum ziehen ihre Befriedigung als Cuckold rein aus dem Wissen um die Tätigkeiten ihrer Partnerin, ohne dass sie jemals das Recht haben, dabei anwesend zu sein.

Cuckold

Die Kombination aus sexueller Ablehnung, Verhöhnung der eigenen sexuellen Fähigkeiten oder körperlichen Ausstattung und gleichzeitiger Abwertung gegenüber anderen Männern wird von den meisten Cuckolds sowohl als demütigend als auch erregend empfunden. Für einige Cuckolds – insbesondere bei eigenen sexuellen Unzulänglichkeiten – ist das Beobachten des Aktes befriedigender, als ihn selbst auszuführen. Innerhalb der Cuckold-Beziehungskonstellation werden einige BDSM-Praktiken häufiger angewandt. Zum Beispiel Keuschhaltung, um die Lust und damit das Leiden des Cuckolds effektiv zu verstärken. Auch Orgasmuskontrolle, Tease und Denial (auf Englisch: Erregen und Verweigern) und “Melkspiele” sind Praktiken, die Cuckolds oft erleben. Nicht selten ist auch die sogenannte Feminisierung des Cuckold-Partners, also seine Erziehung zur Frau, als endgültige Aberkennung seines männlichen Status innerhalb der Beziehung.

Es ist wichtig, den Begriff Cuckolding von Wifesharing abzugrenzen. Während ein Cuckold tendenziell eine devote Veranlagung hat, ist beim Wifesharing meist eine andere – und oft umgekehrte – Konstellation üblich. Der Cuckold ist in der Beziehung der passive Part, alle sexuellen Annäherungen gehen von seiner (dominanten) Partnerin aus und dienen ihrer Befriedigung.

Cock and Ball Torture, kurz CBT, ist eine BDSM-Praktik, die sich auf das Foltern von Penis und Hoden bezieht. Wichtig ist zu betonen, dass CBT eine einvernehmliche Praxis ist und nicht mit Folter im traditionellen, ethischen Sinne gleichgesetzt werden sollte. In der Regel sind die Beteiligten eine sadistische Person (unabhängig vom Geschlecht) und eine masochistische männliche Person. Das Abbinden des Hodensacks mit einem Seil oder Ähnlichem kann als mildere Form von CBT betrachtet werden, während der Gebrauch von CBT-Spielzeugen aus Metall tendenziell intensivere Schmerzen verursacht. Gängige CBT-Geräte sind beispielsweise der “Nutcracker”, bei dem der Hodensack zwischen zwei Platten wie in einem Schraubstock zusammengedrückt wird, oder das “Parachute”, bei dem der Hodensack durch Gewichte, die an einer Lederfessel befestigt werden, nach unten gezogen wird.

Cock and Ball Torture Die Dehnung der Harnröhre kann, abhängig von der Ausführung, ebenfalls als eine Form der Genitalfolter und damit als Bestandteil des breiten Spektrums von CBT gesehen werden. Grundsätzlich kann jede Handlung, die dem masochistischen Part während einer BDSM-Session bewusst Schmerzen im Genitalbereich zufügt, als CBT klassifiziert werden. Dazu zählt auch die Stimulation von Penis oder Hodensack mit Elektroden, das Zupfen oder Schnippen gegen die Hoden, das Quetschen der Eichel zur Unterbrechung des Ejakulationsreflexes und sogar das Trampling, das heißt das Betreten der liegenden männlichen Genitalien durch eine zweite, stehende Person. Eine eher seltene Form ist das künstliche Vergrößern des Hodensacks durch Injektionen mit Kochsalzlösungen, bei dem der Hodensack schrittweise aufgeblasen und die Haut extrem gespannt wird. Nur erfahrene “Tops” sollten dies durchführen, da zu tiefes Eindringen der Nadel oder falsches Einstechen zu Schäden am Hoden führen können. Zudem sollte auf absolute Keimfreiheit geachtet werden, um eine Infektion zu verhindern.

Bei allen Formen der Cock and Ball Torture ist es unerlässlich, dass alle Beteiligten über ausreichende anatomische und medizinische Kenntnisse verfügen, um die potenziellen Auswirkungen der CBT-Handlungen abwägen zu können. Da es sich um eine sehr sensible Körperregion handelt, können bei unsachgemäßer Durchführung schwerwiegende, irreversible Verletzungen oder sogar Unfruchtbarkeit drohen. Einige CBT-Instrumente oder -Praktiken wie beispielsweise Ballbusting sind grundsätzlich kritisch zu sehen, wenn die körperliche Unversehrtheit des masochistischen Parts gewährleistet werden soll.

Dirty Talk ist eine facettenreiche Praxis und wird individuell wahrgenommen. Für den einen kann eine Aussage wie “du geiles Luder” schon als Dirty Talk angesehen werden, während andere es als harmlos empfinden und es eher zum sogenannten Vanilla-Sex zählen würden.

Im Kontext von BDSM verwendet der dominante Partner, der Top, Dirty Talk als Werkzeug zur Demütigung und Unterordnung des unterwürfigen Partners, des Bottoms. Durch Worte kann ein Gefühl der Erniedrigung, Machtlosigkeit und Degradierung zu einem “wertlosen Objekt” erzeugt werden. Femdoms, dominante Frauen, nutzen Dirty Talk oft zur verbalen Zwangsfeminisierung ihrer männlichen Subs. Auch einfache Anweisungen können durch Dirty Talk Erniedrigung und Erregung hervorrufen. Oftmals dient der explizite Sprachgebrauch auch dazu, die Erregung des Tops zu steigern und auszudrücken, um die Intensität der Session zu erhöhen.

Dirty Talk Obwohl einige Bottoms verbale Erniedrigung erregend finden, sollte der Top immer im Voraus klären, ob es bestimmte Worte gibt, die für den Bottom negative Assoziationen hervorrufen könnten. Daher ist es wichtig, während einer Session auf die Reaktionen des Bottoms zu achten und zu erkennen, welche Form des Dirty Talks für ihn stimulierend und welche möglicherweise unangenehm ist. Nicht nur der Top kann Dirty Talk verwenden, auch der Bottom kann ihn einsetzen, um die Atmosphäre zu intensivieren oder den Top zu necken. Auf diese Weise kann zwischen Top und Bottom eine hitzige Atmosphäre entstehen, die die Erregung stark steigern und zu intensiveren Orgasmen führen kann.

In den letzten Jahrzehnten hat Dirty Talk auch bei den “Stinos” (Menschen außerhalb der BDSM-Szene) an Beliebtheit gewonnen, insbesondere bei jungen Frauen. Im Unterschied zum BDSM-Fokus auf Demütigung und Machtgefälle ist der Dirty Talk bei den Stinos eher darauf ausgerichtet, sich gegenseitig mit vulgären Worten und Bezeichnungen zu erregen und einen Thrill zu erzeugen.

DWT ist die Abkürzung für Damenwäscheträger, und meist sind es heterosexuelle Männer, die einen Hang dazu haben, traditionell weibliche Unterwäsche wie Slips, BHs, Strümpfe, Strumpfhalter oder Korsetts zu tragen. Das Tragen weiblicher Wäsche erhöht die sexuelle Erregung dieser Männer, da sie das Gefühl genießen, Frauenunterwäsche auf ihrer Haut zu spüren.

Ein DWT fällt in die Kategorie der Crossdresser, also Personen, die gerne die Kleidung des anderen Geschlechts tragen. Jedoch ist ein DWT nicht unbedingt ein Transvestit, da sie sich normalerweise als vollwertige Männer identifizieren, die einfach Spaß daran haben, Frauenunterwäsche zu tragen, und nicht das Gefühl haben, eine Frau in einem männlichen Körper zu sein. Ihr Fokus liegt auf dem angenehmen und erregenden Gefühl, die Unterwäsche des anderen Geschlechts zu spüren.

DWT – Damenwäscheträger

DWTs können oft Ziel von Spott in der Gesellschaft sein, daher leben viele ihren Fetisch heimlich aus. Es ist jedoch üblich, Frauenunterwäsche unter normaler Kleidung zu tragen, da Slips, Strümpfe oder Nylons nicht bemerkt werden. Dieses heimliche Tragen kann einen zusätzlichen Reiz für den DWT darstellen. Es ist daher nicht überraschend, dass das heimliche Tragen von Damenwäsche besonders in höheren Positionen der Arbeitswelt verbreitet ist. Laut Studien sind insbesondere Banker und Manager häufige DWTs.

Im Kontext von BDSM wird das erzwungene Tragen von Damenwäsche als Teil der Feminisierung durch eine dominante Frau, eine Femdom, verwendet. Der DWT wird dabei schrittweise in vollständige, oft provokant aussehende Frauenkleidung gekleidet. Er nimmt immer die untergeordnete Rolle ein und muss sich den Anweisungen des Tops unterwerfen.

Es gibt grundsätzlich keine Gefahr beim Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts. Für Männer kann es jedoch ungewöhnlich sein, hohe Schuhe mit kleinen Absätzen zu tragen. Das Gehen in diesen erfordert ein gewisses Maß an Übung.

Deepthroat, aus dem Englischen für “tiefer Hals”, bezieht sich auf eine Form des Oralverkehrs, bei der der Penis tief in den Rachen eingeführt wird. Viele Anhänger dieser Praxis streben danach, das männliche Geschlechtsorgan so vollständig wie möglich in den Hals einzuführen. Die Größe des Penis kann beim Deepthroating zu unterschiedlich schnellen und starken Würgereflexen führen. Wie schnell die tiefe Penetration des Halses erlernt werden kann, hängt natürlich auch von der individuellen Veranlagung ab.

Eine stufenweise Anpassung kann durch wiederholte Durchführung von Deepthroat-Vorstufen erreicht werden, bis schließlich auch große Penisse ohne oder mit wenigen Schwierigkeiten in den Hals eingeführt werden können. Das Beherrschen des Einführens großer Penisse ist zumindest in Grundzügen eine Voraussetzung für eine Praktik, die als “Facefuck” bekannt ist. Hier wird die passive Person, zum Beispiel kniend vor der aktiven Person, an den Haaren oder am Kopf festgehalten und der Penis in stoßenden Bewegungen tief in den Mund eingeführt und wieder herausgezogen. Deepthroat Besonders in einer BDSM-Konstellation ist diese Form von Deepthroat beliebt, da das Machtgefälle zwischen den Beteiligten deutlich größer ist als bei einem herkömmlichen Blowjob und der devote Partner zu einer hohen Passivität gezwungen werden kann. Natürlich kann auch der immer wieder aufkommende Würgereflex beim Deepthroat eine große Anziehungskraft haben. Während die passive Person mit ihrem Körper kämpft und nach Luft schnappt, kann die aktive Person den Deepthroat nach ihrem Vergnügen gestalten. Manche Männer finden zusätzliche Befriedigung im Gefühl der unfreiwilligen Kehlkontraktionen während des Deepthroat, die nicht nur sadistischer Natur sein müssen, aber natürlich auch sein können.

Ein weiterer Ausdruck für diese Form von Deepthroat ist “Gagging” (englisch für Würgen oder Knebeln), wobei hier die Qual des passiven Partners stärker im Vordergrund steht. Im Gegensatz zum herkömmlichen Deepthroat, bei dem das Würgen als unvermeidlicher Nebeneffekt akzeptiert wird, wird beim “Gagging” eine negative Reaktion durch gezielte Reizung des Zäpfchens, das Zudrücken der Nase und das manuelle Zudrücken des Halses absichtlich verstärkt. Manche Anhänger dieser Form von Deepthroat treiben sie sogar bis zum Extrem, also bis zum provozierten Erbrechen und darüber hinaus.

Elektrostimulation, auch bekannt als Elektrosex, Estim oder E-Stim, bezeichnet die Anregung durch elektrische oder elektronische Mittel. Es spielt keine Rolle, ob diese mit Gleichstrom oder niederfrequentem Wechselstrom durchgeführt wird. Die Anregung erfolgt mittels spezifischer Geräte wie beispielsweise Violet Wands.

Die Elektrostimulation hat ihre Wurzeln in der medizinischen Reizstromtechnologie. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Walther Nernst erste Therapieverfahren mit Reizströmen. In den 1950er Jahren erkannte man, dass diese Therapien auch sexuelle Stimulation auslösen können. Durch ein Gerät namens “Relaxacisor”, das ursprünglich zur Muskelstimulation konzipiert war, wurden erste Schritte in Richtung Elektrostimulation unternommen. Hierbei wurden die Elektroden direkt auf oder in der Nähe der Geschlechtsorgane platziert. Rasch wurden diese Techniken in BDSM-Spielen integriert.

Elektrostimulation

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Geräte entwickelt, die verschiedene Auswirkungen haben sollten.

MENS = Microamperage Electrical Neuromuscular Stimulator MENS-Geräte wurden entwickelt, um den Muskelaufbau zu fördern. Die Idee war, den Aufbau von Muskeln durch elektrische Muskelkontraktionen anzuregen.

TENS = Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation TENS-Geräte wurden ursprünglich zur Desensibilisierung verwendet. Sie waren darauf ausgelegt, die Reizübertragung der Nerven im Rahmen der Schmerzbehandlung zu reduzieren.

All diese Geräte waren nur begrenzt für die Elektrostimulation geeignet. Erst in den 1980er Jahren wurden erste Geräte speziell für die sexuelle Stimulation entwickelt. In der Mitte der 1990er Jahre wurden auch erste digitale Modelle auf den Markt gebracht. Diese boten eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten der Elektrostimulation mit nahezu unendlicher Anzahl von Einstellmöglichkeiten. Heute gibt es Geräte, die mit Fernbedienungen arbeiten, auf Musik reagieren, nur kleine Batterien benötigen und verschiedene Programme zur Verfügung haben. Entsprechend ihren Funktionen gibt es auch erhebliche Preisunterschiede.

Die Einleitung elektrischer Impulse in den menschlichen Körper erfolgt über Elektroden. Im Laufe der Zeit wurden diverse Elektroden entwickelt, spezifisch zur Nutzung in der Elektrostimulation. Gewöhnlich kommen immer noch medizinische Einweg- und Mehrwegelektroden zum Einsatz. Jedoch sind mittlerweile Elektroden beliebt, die spezielle Verwendungszwecke und Orte haben. Beliebte Beispiele sind hierbei leitende Butt-Plugs oder speziell angepasste und geformte Vulva-Elektroden für Frauen. Für Männer existieren Elektrodenstäbchen (auch als Sonden bezeichnet), die in die Harnröhre eingeführt werden können, ähnlich den Dilatatoren bei der Harnröhrendehnung.

Die Vielfalt an verschiedenen Elektroden ist enorm, doch sie alle teilen eine Gemeinsamkeit. Je umfangreicher die Elektrode, desto effektiver und tiefer kann der Strom in das Gewebe eindringen. Oft wird auch leitfähiges Gleitgel verwendet, um die Effekte zu intensivieren. Hierbei sind vor allem wasserbasierte Gele ideal geeignet.

Die korrekte Verwendung von Elektroden ist ein komplexer Prozess. Die Verwendung von großflächigen Elektroden fördert das Eindringen des Stroms und damit auch die Stimulation. Darüber hinaus verringert sie den häufig auftretenden oberflächlichen, oftmals brennenden Schmerz. Effekt und Schmerzempfindung werden also durch den Einsatz der Gegenelektrode beeinflusst. Noch komplizierter wird es bei der Genitalelektrode, ob unipolar oder bipolar. Die richtige Kombination erfordert Erfahrung und ist für Neulinge oft schwer zu handhaben.

Einsatzbereiche der Elektrostimulation

Insgesamt sind die Anwendungsbereiche nahezu unbegrenzt. Sie sind jedoch hauptsächlich von den eingesetzten Geräten selbst abhängig. Stationäre Geräte bieten meist einen wesentlich umfangreicheren Funktionsumfang als ihre mobilen Gegenstücke. Aber die mobilen Geräte bieten die Möglichkeit, an nahezu jedem Ort zu stimulieren. Hinzu kommt die Verwendung von Fernbedienungen, die zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten bieten.

Alle Geräte erzeugen ein Signal. Diese Signale variieren, jedes besteht aus unterschiedlicher Frequenz, Dauer und Intensität. Die Wirkung des Signals tritt erst in Kraft, wenn der Stromkreis geschlossen ist. Dies wird durch den menschlichen Körper erreicht, der hier als Leiter zwischen den Elektroden fungiert. Während der Strom durch den Körper fließt, erzeugt er in den Nervenbahnen entsprechende Signale, die zur Stimulation beitragen.

Der Einsatz einer unipolaren Elektrode dient dazu, den Strom über eine größere Distanz zu leiten. Bei einer bipolaren Elektrode ist die Distanz wesentlich kleiner, dafür ist der Effekt deutlich stärker.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, die Elektroden anzubringen, um eine Stimulation zu erreichen.

– Direkte Stimulation

Bei der direkten Stimulation wird eine Elektrode direkt an einem primären Geschlechtsteil befestigt, wie an der Vagina oder dem Damm, dem Penis oder dem Hodensack. Auf diese Weise werden die Ströme direkt an der gewünschten Stimulationsstelle eingeleitet.

– Stimulation durch Reizstrom

In dieser Methode werden die Elektroden in der Nähe der Geschlechtsorgane platziert, so dass der Strom durch diese fließen muss. Hierbei erzeugt Reizstrom (vergleichbar mit Muskelkontraktionen beim Training) die Erregung.

– Intensive Stimulation durch Einführung

In diesem Ansatz wird eine Elektrode in die Vagina, die Harnröhre, den Penis oder den After eingeführt. Die Stimulation ist hier besonders intensiv, da sie von innen heraus erfolgt. Insbesondere die Prostatastimulation beim Mann wird als besonders erregend beschrieben. Diese Methode birgt jedoch ein höheres Risiko, da der Strom direkt im Körper wirkt.

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, können Stromstärke und Frequenz variiert werden. Die Wahrnehmung der verschiedenen Kombinationen ist individuell und kann von leichtem Kitzeln oder Prickeln, über deutliches Stechen, bis hin zu kräftigem Pochen und Zucken variieren. Es ist auch möglich, einen elektrischen Schlag zu erzeugen, ähnlich dem eines Weidezauns.

Der Violet Wand ist im BDSM sehr populär. Es handelt sich dabei um einen mit elektrischer Ladung gefüllten Glaskolben. Bei Hautkontakt verursacht er kleine elektrische Schläge. In Kombination mit einer Augenbinde beim Bottom entsteht neben der elektrischen auch eine emotionale Spannung, da der Bottom nicht weiß, wann und wo der nächste Stromschlag einsetzt.

Im BDSM gibt es zwei Arten der Anwendung. Die populärere ist die Elektrostimulation zur sexuellen Luststeigerung. Dabei wird der Bottom durch den Strom sexuell erregt und zum Orgasmus gebracht. Die sogenannte Lustfolter ist hier ebenfalls möglich, bei der der Bottom immer wieder zum Orgasmus gebracht wird, bis er vollkommen erschöpft ist. Bei weiblichen Bottoms wird durch die Elektrostimulation auch gerne das Squirten hervorgerufen. Dabei sollte der Top darauf achten, dass die Spannung abgeschaltet wird, sobald die Frau squirtet, da die Flüssigkeit die Leitfähigkeit erhöhen kann.

Die zweite Anwendungsmöglichkeit ist die Zufügung von Schmerz zur Luststeigerung. Der durch Strom verursachte Schmerz ist spezifisch und intensiv. Masochistische Tops genießen es, ihrem Bottom einen stechenden oder brennenden Schmerz zuzufügen. Diese Anwendung erfordert viel Erfahrung und Feingefühl vom Top, da hier schnell Grenzen überschritten werden können.

Risiken der elektrischen Stimulation Die Verwendung von Strom am und im menschlichen Körper birgt ein hohes Gefahrenpotential, das von Gewebeschäden bis zum Tod reichen kann. Selbst scheinbar geringe Stromstärken (z.B. 40V) können unter ungünstigen Bedingungen (z.B. starkes Schwitzen des Bottoms und damit erhöhte Leitfähigkeit) tödlich sein.

Nerven fungieren als elektrische Signalleiter im menschlichen Körper. Das Einführen von externen Signalen kann die körpereigenen Signale stören, was zu zahlreichen negativen Auswirkungen auf den Körper führen kann. Im Allgemeinen wird davon abgeraten, Elektroden oberhalb der Taille zu platzieren.

Bei hohen Frequenzen können Verbrennungen auftreten. Eine lange Elektrostimulation kann zu einer Vergiftung führen. Durch dissoziierte Proteine oder Produkte der Elektrolyse kann der Tod des Bottoms auch Stunden später noch eintreten.

Ungeeignete Elektroden können zu Hautrötungen, Blasenbildung, Geschwüren oder Hauterosionen führen. Hierbei können auch permanente Gewebeschäden auftreten oder das Gewebe kann absterben. Insbesondere bei analen Praktiken können diese Schäden lebensbedrohlich sein und auch unbemerkt bleiben.

Nur zertifizierte Geräte bieten eine gewisse Sicherheit, daher sollte auf Selbstkonstruktionen verzichtet werden.

Die Anwendung von Elektrostimulation bei Bottoms mit Herzschrittmachern ist absolut verboten, es besteht akute Lebensgefahr! Ebenso sollten solche Spiele bei Bottoms mit Herzerkrankungen unterbleiben.

Ein Mensch darf niemals direkt an eine Steckdose oder Autobatterie (oder ähnliches) angeschlossen werden!

Strom darf niemals direkt über das Herz geleitet werden!

Der Abstand zwischen den Elektroden sollte nicht zu groß sein, da sonst immer größere Spannungen benötigt werden, um einen Effekt zu erzielen.

Elektroden müssen auf der Haut bleiben, sie dürfen niemals darunter platziert werden (z.B. durch Nadeln). Wenn Elektroden in oder unter der Haut liegen, umgehen sie den Hautwiderstand, und bereits geringe Stromstärken können extreme Auswirkungen haben!

Elektrostimulation ist gefährlich. Daher sollte sie nur von Personen durchgeführt werden, die genau wissen, was sie tun. Unkenntnis kann zu schweren Verletzungen und sogar zum Tod führen. Deshalb sollten Sie sich von Strom fernhalten, wenn Sie sich nicht zu 100% sicher sind.

Ein Einlauf bezeichnet das Einführen von Flüssigkeiten durch den Anus in den Darm. Die korrekte Bezeichnung ist Klistier, ein Begriff, der jedoch hauptsächlich für das verwendete Instrument verwendet wird. Dieses Wort hat seine Wurzeln in der antiken griechischen Sprache und bedeutet so viel wie “der Reiniger” oder “Säuberung”. Im deutschsprachigen Raum sind auch Begriffe wie Klysma, Analspülung und Darmspülung gebräuchlich für einen Einlauf. In der Medizin wird der Einlauf zur Behandlung von Verstopfung oder zur Darmreinigung eingesetzt.

Im BDSM-Bereich gehören Einläufe zur weißen Erotik oder den Klinikspielen. Hierbei geht es nicht ausschließlich um anale Einläufe; gelegentlich werden diese auch vaginal durchgeführt. Der Vaginalbereich kann jedoch bei weitem nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen wie der Darm, was zu einem schnelleren Kontrollverlust führt. Dies wird oft zur Erniedrigung eingesetzt.

Für viele Bottoms ist bereits das Einführen des Schlauchs oder das Einfüllen des Wassers sehr erregend. Im Anschluss daran folgt das Gefühl der Fülle, das durch eine besonders intensive Entleerung ergänzt wird. Sobald die Flüssigkeit eingeführt wird, sollte eine Toilette in unmittelbarer Nähe sein. Aufgrund der gesteigerten Darmaktivität kann es zu sehr starken und spontanen Entleerungen kommen.

Mit der Zeit kann der Bottom lernen, den Druck länger standzuhalten. In einigen Fällen ist auch eine kontrolliertere Entleerung möglich.

Die Englische Erziehung bezeichnet eine sadomasochistische Praxis, deren Ursprünge im England des 19. Jahrhunderts liegen. Entgegen der Vermutung bezieht sich die Englische Erziehung nicht auf die strikten Schulregeln jener Zeit. Historisch gesehen entstand diese Praxis vielmehr in Flagellationsbordellen, in denen britische Gentlemen Spanking erhielten. Damals war der Begriff der Englischen Erziehung noch unbekannt; man nannte es das “englische Laster” (vice anglais). Das berühmteste Etablissement dieser Art wurde von einer Frau namens Theresa Berkley betrieben. Hier konnten masochistisch veranlagte Männer gegen eine Gebühr mit einem Rohrstock, einer Peitsche oder einer Gerte behandelt werden. Einige Gäste reisten sogar aus dem Ausland an, um die damals skandalträchtige und gleichzeitig begehrte Englische Erziehung zu erfahren.

In der heutigen Zeit wird unter dem Begriff der Englischen Erziehung vorrangig das traditionelle Rollenspiel zwischen einer strengen Gouvernante und einem widerspenstigen Schüler verstanden. Allerdings sind die Rollen in der Englischen Erziehung variabel. Die disziplinierende Frau kann sich in einer übergeordneten Position befinden, jedoch ist auch eine umgekehrte Machtverteilung typisch für die Englische Erziehung. Entsprechend der Tradition kann die zurechtweisende Dame auch jünger und unterlegen sein, oder im extremen Fall aus der Position einer Putzfrau oder Sekretärin agieren, was die Englische Erziehung potenziell noch reizvoller macht.

Inzwischen hat sich der Begriff der Englischen Erziehung mehr und mehr zu einem Sammelbegriff für traditionelle Rollenspiele entwickelt, in denen Flagellation (eine intensivere Form des Spanking) im Vordergrund steht. Charakteristisch für die Englische Erziehung ist zudem das strenge Auftreten der disziplinierenden Person und der rigorose Drill, durch den bestimmte Verhaltensweisen eingeübt und bei Nichtbefolgung bestraft werden.

Es gibt eine zunehmende Anzahl spezieller Etablissements, in denen Damen und Herren, die sich nach einer körperlichen Züchtigung der alten Schule sehnen, ihre Bedürfnisse befriedigen können. Diese Studios sind nur Eingeweihten bekannt und werden diskret weiterempfohlen, da es immer noch als tabuisiert gilt, über dieses Thema zu sprechen.

Ein sexueller Fetisch ist eine Form der sexuellen Abweichung, bei der ein Objekt, ein Körperteil oder eine bestimmte Technik als Auslöser für sexuelle Erregung dient. Die Bandbreite der verschiedenen Fetische ist enorm, sie sind so divers wie Sandkörner an einem Strand.

Die Ansichten zu Fetischen sind besonders im medizinischen Bereich umstritten. Häufig wird von abweichender Sexualität gesprochen und ein dringender Therapiebedarf betont. Hier wird sogar von Paraphilie gesprochen, also einer Störung des Sexualverhaltens. Sobald der Fetisch die partnerschaftliche Sexualität komplett ersetzt, gilt er als behandlungsbedürftig.

Detaillierte Untersuchungen zur tatsächlichen Verbreitung des Fetischismus und dem realen Bedarf an Behandlung existieren nicht. Die meisten Fetischisten suchen keinen Therapeuten auf, um sich behandeln zu lassen. Stattdessen assimilieren sie häufig in der BDSM-Szene. In den letzten Jahren hat der individuelle Fetisch immer mehr Akzeptanz erfahren und ist teilweise sogar gesellschaftsfähig geworden. Die Gründe für die Entwicklung eines Fetischs sind ebenso unklar.

Fetisch im BDSM

Die meisten Fetische finden innerhalb der BDSM-Szene ein Zuhause und Gleichgesinnte oder Partner, die nach solchen Fetischisten suchen.

Fetische, die auch im sogenannten Vanilla-Bereich auftreten, sind der Jeans-Fetisch, Nylon-Fetisch, Uniformfetisch (besonders bei Frauen), Unterwäsche-, Brillen- und Rauch-Fetisch. Die Zahl der Vorlieben für bestimmte Materialien, Körperteile oder Verhaltensweisen ist schier unendlich. Schon die (besonders bei Männern verbreitete) Vorliebe für die weibliche Brust kann als Fetisch betrachtet werden.

Es gibt auch extremere Varianten dieser Vorlieben, die dann in den BDSM-Bereich fallen.

Zu den klar in den BDSM-Bereich gehörenden Fetischen zählen der Gips-, Windel-, Fuß-, Lack-, Latex- und Leder-Fetisch. Auch andere, in der BDSM-Szene beheimatete Neigungen, können als Fetisch betrachtet werden. Hierbei ist die Meinung jedoch gespalten, ob es sich tatsächlich um Fetische handelt oder um unterschiedlich geartete Vorlieben und Sehnsüchte. Die Grenzen sind fließend und eine klare Abgrenzung ist nicht möglich.

Risiken und Nebenwirkungen von Fetischen

Einige Fetische können extreme Ausprägungen annehmen, die gesundheitliche Schäden verursachen können. An dieser Stelle möchten wir lediglich darauf hinweisen, dass einige Fetische nicht ohne Risiken sind. Die genauen Gefahren werden wir in den entsprechenden Artikeln näher erläutern.

Der Begriff “Footjob” stammt aus dem Englischen und bezeichnet in der Regel die sexuelle Stimulation des männlichen Geschlechtsteils mit den Füßen. Üblicherweise ist es die Frau, die ihre Füße zur sexuellen Erregung einsetzt. Wenn der gesamte Fuß zur Stimulation des männlichen Geschlechtsteils verwendet wird, bezeichnet man dies als Footjob. Wenn die Frau nur ihre Zehen einsetzt, wird dies spezifiziert und als Toejob bezeichnet. Wenn die Frau ihre Schuhe dabei anlässt (wie es oft von Schuhfetischisten bevorzugt wird), spricht man von einem Shoejob.

Footjob

Die Präferenz für Footjobs muss nicht unbedingt Teil eines Fußfetischs sein. Auch Personen ohne Fußfetisch können einen Footjob genießen. Ein solcher kann schon beginnen, wenn die Frau unter dem Restauranttisch mit ihrem Fuß das Bein des Mannes hinauffährt und sanft stimuliert. Dies ist besonders bei dominanten Frauen beliebt, die ihrem unterwürfigen Partner auf diese Weise zeigen, dass sie jederzeit Kontrolle über ihn haben können.

Footjob mit Happy End

Beim Abschluss des Footjobs gibt es verschiedene Vorlieben. Sowohl der Mann als auch die Frau können unterschiedliche Präferenzen haben. Einige finden es zusätzlich erregend, Sperma auf den Füßen der Frau zu sehen, andere finden es abstoßend. Wo der Mann letztendlich ejakuliert, hängt also von persönlichen Vorlieben ab. Manche finden es zusätzlich erregend, wenn die Füße in Nylons gehüllt sind und schließlich auch das Sperma auf den Nylons landet.

Eine wesentlich seltenere Form des Footjobs ist das Einführen einzelner Zehen oder des gesamten Fußes in Körperöffnungen. Für manche ist es ein besonderes erotisches Erlebnis, einen Zeh im Anus zu haben. Ebenso selten gibt es Frauen, die das Einführen von Füßen in ihre Vagina mögen. Beliebter ist hier die Stimulation der Klitoris mit dem Fuß. Dies kann auch gegenseitig erfolgen, da beide Partnerinnen bequem liegen und sich dennoch gegenseitig stimulieren können.

Wenn die Füße sauber und gepflegt sind, gibt es keine größeren Risiken beim Spielen mit den Füßen. Man sollte nur darauf achten, dass die Nägel kurz geschnitten sind, um Verletzungen zu vermeiden.

Fellatio, abgeleitet vom lateinischen Wort “fellare”, das “saugen” bedeutet, bezeichnet die orale Stimulation des Mannes durch den Mund. Dabei tragen Zunge und Lippen zur sexuellen Erregung bei.

Im Kontext von BDSM wird Fellatio oft als Mittel zur Demonstration von Dominanz und zur Erniedrigung des Subs verwendet. Die typische Haltung dabei ist der stehende Dominant und der vor ihm kniende Sub. Durch diese Positionen allein wird deutlich, wer die Kontrolle hat. Um die Dominanz weiter zu unterstreichen, halten einige Dominanten gerne den Kopf des Subs in beiden Händen fest und penetrieren den Mund durch stossende Bewegungen, manchmal bis in den Rachen des Subs. Diese Praxis wird als Deepthroat bezeichnet.

Eine weitere Eskalation kann der Dominant durch das Fesseln des Subs erreichen. Der bewegungsunfähige Sub kann sich dann nicht mehr der oralen Penetration entziehen.

Fellatio

Letztlich wird die Macht und Dominanz durch die Ejakulation in den Mund des Subs demonstriert. Dabei entscheidet jeder Dominant nach seinen eigenen Vorlieben, ob er sein Sperma vollständig im Mund des Subs entlädt oder auch Gesicht und andere Körperteile des Subs damit bedeckt. Einige wenige Dominanten gehen noch einen Schritt weiter, indem sie ihren Sub mehreren Männern vorführen und alle von ihr oral befriedigt werden. Dies endet oft in der sogenannten Bukkake-Praxis.

Umgekehrt empfinden es leidenschaftliche Subs als großes Vergnügen, ihrem Meister orale Befriedigung zu bereiten. Einige wenige Frauen beherrschen die Kunst der Fellatio so gut, dass sie das gesamte Geschlechtsteil des Mannes in ihren Mund einführen und dabei mit ihrer Zunge seine Hoden lecken können. Für manche ist es ein besonderes Highlight, ihren Meister auf diese Weise zum Orgasmus zu bringen und sein Sperma aufzunehmen.

Da Fellatio ein sexueller Akt ist, besteht das Risiko der Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Ein Kondom kann beim Fellatio vor HIV, Syphilis und Gonorrhoe schützen. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass das Kondom nicht durch die Zähne beschädigt wird.

Figging, das vermutlich vom englischen Wort “to feague” abstammt, was so viel wie “anpeitschen” oder “antreiben” bedeutet, ist eine Sexualpraxis, bei der eine geschälte Ingwerwurzel eingeführt wird. Die Ingwerwurzel wird dabei geschält und in eine Form ähnlich einem Plug geschnitzt. Danach wird die Wurzel in den Anus oder bei weiblichen Subs auch in die Vagina eingeführt.

Figging mit Ingwerwurzel

Ätherische Öle im Ingwer reizen die Rezeptoren in der Schleimhaut und verursachen ein Gefühl von Hitze und Schmerz. Dieses Empfinden von Hitze und Schmerz ist das, was Figging für manche Menschen attraktiv macht. Im Gegensatz zu Schmerzen, die durch mechanische Einwirkungen wie Fisten oder Sextoys entstehen, besteht bei Figging keine Verletzungsgefahr. Die Hitze und der Schmerz sind rein subjektiv.

Normalerweise lassen die Schmerzen nach 20 bis 30 Minuten nach, sobald der Ingwer entfernt wurde. In extremen Fällen können die Schmerzen einige Stunden anhalten. Bei anhaltenden Schmerzen über einen halben Tag hinaus (was sehr selten ist) wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Im BDSM wird Figging als Demütigungsform eingesetzt. Einerseits sollen die Schmerzen den Sub erniedrigen und gefügig machen, andererseits unterstützt das erhöhte Schmerzempfinden am Gesäß die Disziplinierung des Subs. Ingwer, angewendet auf der Eichel oder in der Vagina, fördert die Durchblutung und damit die sexuelle Erregung. Dies wird auch gelegentlich in BDSM-Spielen verwendet. So werden oft weibliche Orgasmen verstärkt, um den Sub einer Lustfolter zu unterziehen und zum Squirten zu bringen. Es ist auch möglich, einen Orgasmus durch die Anwendung von Ingwer in hoher Dosis zu unterbrechen.

Als Vorbereitung auf das Figging wird ein frisches Stück Ingwerwurzel geschält und geformt, idealerweise in die Form eines Plugs. Das dicke Ende, das nicht eingeführt wird, bleibt ungeschält, um das Entfernen des Ingwers zu erleichtern. Manchmal wird gemahlener Ingwer für das Figging verwendet. In diesem Fall muss zusätzlich Gleitmittel oder zumindest Speichel verwendet werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Wirkung ist in diesem Fall jedoch nicht so stark und anhaltend wie bei frisch geschältem Ingwer.

Während der Anwendung sollte darauf geachtet werden, dass die Augen nicht mit dem Ingwer in Berührung kommen. Nach dem Umgang mit Ingwer sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Ein bereits anal verwendetes Stück Ingwer sollte nicht mehr vaginal eingeführt werden, um eine Infektion mit Darmbakterien zu verhindern. Vorsicht ist geboten bei anderen scharfen Gewürzen, insbesondere wenn Chili für das Figging verwendet wird. Chili ist sehr reizend und kann starke und langanhaltende Schmerzen verursachen.

Auf einigen Seiten wird Figging als die neue Analsex-Praxis beworben. Dies ist jedoch irreführend, da Figging bereits seit der Antike existiert. Außerdem handelt es sich um eine sehr spezielle Technik, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist und keineswegs als Muss für alle betrachtet werden sollte.

Feeding leitet sich vom englischen Wort “füttern” ab und bezeichnet den Akt des Fütterns seines Partners oder Subs. Hierbei werden zwei Hauptarten des Feedings unterschieden:

Abhängigkeits-Feeding In dieser Praxis versucht der dominante Partner, den devoten Partner durch Füttern in eine möglichst abhängige Position zu bringen, idealerweise bis zu dem Punkt, an dem sich der Sub kaum noch bewegen kann und vollständig auf die Hilfe des Tops angewiesen ist. Hierbei verschwimmen oft die Grenzen zwischen Liebe und der damit verbundenen Angst vor Verlust. Es ist zu beachten, dass Feeding nicht immer im Kontext von BDSM steht. In diesem Szenario versteht man unter Füttern nicht unbedingt, dass der Top dem Sub direkt Essen in den Mund gibt. Oft sorgt der Top einfach dafür, dass ständig besonders schmackhaftes Essen zur Verfügung steht und sein Sub immer etwas Essbares zur Hand hat.

Feeding

Zwangsernährung (forced feeding) Bei der Zwangsernährung wird der Sub gegen seinen Willen mit allem gefüttert, was der Top entscheidet. Dies kann auf herkömmliche Weise geschehen, aber auch durch das Zwangsfüttern des gefesselten Subs mit Trichter oder Schlauch. Oft handelt es sich bei den “Nahrungsmitteln” um Natursekt oder Kaviar. Diese Form des Feedings geht gelegentlich einher mit der Haltung eines Toilettensklaven oder dem Verabreichen von NS während des Facesittings.

Der fütternde Top wird als Feeder bezeichnet, der gefütterte Sub als Feedee.

Warnung! Übermäßiges Feeding kann gesundheitliche Schäden verursachen. Die Folgen von extremem Übergewicht sind allgemein bekannt. Feeding ist kein harmloser Akt und sollte Grenzen haben, um dauerhafte gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Bei Zwangsernährung mit NS oder KV besteht grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für Infektionen durch Bakterien, Pilze und Viren.

Facesitting, auch als Queening bekannt, ist eine sexuelle Praktik, bei der der Top sich auf das Antlitz des Bottoms setzt. Häufig wird dies von einer dominanten Frau (Femdom) durchgeführt, die ihr Gesäß auf das Gesicht ihres Bottoms platziert. Dabei positioniert sich der Top so, dass entweder seine Genitalien oder der Anus im Mundbereich des Bottoms liegen. Es obliegt nun dem Bottom, den Top zu säubern, auszuharren oder ihn oral zu stimulieren. Während des Facesittings spielen Anilingus und Cunnilingus eine bedeutende Rolle.

Für den Top stellt Facesitting in der Regel eine höchst angenehme sexuelle Handlung dar. Je nach Sitzposition des Tops auf dem Gesicht des Bottoms lassen sich zusätzliche Praktiken ausführen. Bei dem sogenannten “Reverse” Facesitting, bei dem der Top in Richtung der Füße des Bottoms sitzt, kann der Top fast den gesamten Körper des Bottoms erreichen und gegebenenfalls traktieren. Beim “Full Weight” Facesitting platziert sich der Top mit seinem kompletten Körpergewicht auf dem Gesicht des Bottoms. Weitere Positionen oder Varianten sind das Drowning (Facesitting unter Wasser) und Bound (Facesitting in Kombination mit Bondage). Auch das Facesitting in Nylons, Latex oder Jeans (siehe auch Jeansfetisch) ist sehr beliebt.

Facesitting Das Facesitting wird von Tops aus unterschiedlichen Gründen angewandt. Einigen Tops geht es darum, die Dominanz über den Bottom zu demonstrieren und ihn zu demütigen. Sollte der Top sich durch das Facesitting vom Bottom reinigen lassen wollen, kann es sein, dass der Bottom sogar als Toilettensklave agiert und den Natursekt oder sogar den Kaviar des Tops aufnimmt. Seltener findet beim Facesitting ein Objektbezug statt, bei dem der Top den Bottom als Hocker oder Stuhl nutzt. Die wohl extremste und gefährlichste Form des Facesittings ist die Atemkontrolle. Hierbei wird dem Bottom durch das Sitzen auf Mund und Nase die Atmung erschwert. In dieser Situation muss der Top stets darauf achten, dass der Bottom ausreichend Luft bekommt, um dauerhafte Schäden oder Schlimmeres zu verhindern.

Für Bottoms ist das Gefühl der Hilflosigkeit beim Facesitting prägend. Für einige Bottoms stellt es das ultimative Vergnügen dar, wenn der Top mit seinen Genitalien auf ihrem Gesicht sitzt und sie diese oral berühren dürfen. Einige Bottoms suchen auf diese Weise die Demütigung.

Um dem Top während des Facesittings mehr Komfort zu bieten, kommen manchmal spezielle Kissen oder Smotherboxes zum Einsatz.

Das Konzept des “Fetischismus” hatte seine Wurzeln in der ethnologischen Untersuchung von rituell-religiösen Aktivitäten, die sich auf bestimmte Gegenstände konzentrierten. Im Kontext dieser Aktivitäten wurde häufig ein anorganischer Kultartikel, eine Art Idol oder dergleichen, angebetet.

In der Wahrnehmung einiger indigener Gemeinschaften oder Gruppen symbolisierte der Fetisch ein Wesen mit Autorität und Einfluss. Ethnologen beobachteten und dokumentierten rituelle Praktiken, die auf kraftvolle Fetische ausgerichtet waren, bei indigenen Bevölkerungen in Westafrika und der westindischen Region.

Die Anwendung dieses Konzepts auf die Sexualität ergibt Sinn, da auch hier ein unbelebtes Objekt eine spezielle Verehrung erhält. In diesem speziellen Fall werden Füße als Objekte mit sexueller Anziehungskraft angesehen. Wie stark und intensiv Füße oder Strümpfe fetischisiert werden, variiert jedoch.

Generell wird Fußfetischismus lediglich als eine Variante der normalen sexuellen Aktivität betrachtet, und nicht unbedingt als eine (pathologische) Besessenheit, die viele Individuen betrifft.

Woher kommt der Begriff Fetisch? Der Begriff “Fetisch” stammt ursprünglich aus dem Bereich der Völkerkunde (Ethnologie). Er wurde zum zentralen Begriff in der Religionsethnologie für bestimmte animistische Praktiken, die in westafrikanischen Kulten oder im Voodoo-Kult beobachtet wurden.

In der ethnologischen Verwendung bezeichnete der Begriff “Fetisch” einen oft sakral bedeutsamen Kultgegenstand, der aufgrund seiner magischen Kräfte oder besonderen Bedeutung verehrt wurde. Indigene Völker schrieben Fetischen eine irrational nachvollziehbare Wirkmacht zu.

Fetische können Götzenbilder aus Ton, aber auch heilige Steine oder andere Objekte sein. Auch im Voodoo-Kult sind Fetische bekannt, die auf Voodoo-Altären aufgestellt oder in typischen Zeremonien und Beschwörungen von Voodoo-Priestern verwendet werden.

Fetischen werden oft magische Kräfte zugeschrieben, und sie werden häufig als beseelt angesehen. Den Fetischen werden Opfer dargebracht. In der Völkerkunde wird der Fetischismus, der seinen Ursprung in Westafrika und der westindischen Region hat, dem Animismus oder Animatismus zugeordnet.

Im heutigen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff “Fetisch” auch auf ein Objekt, einen Körperteil, ein Kleidungsstück oder eine bestimmte Situation, die sexuelle Erregung auslösen können. Sexuelle Fetische können sich auch auf bestimmte Materialien wie Latex oder Objekte beziehen. Weitere Informationen zu Fetischen finden Sie im Fetischlexikon.

Was ist ein Fußfetisch? Die sexuelle Vorliebe für Füße wird als Podophilie bezeichnet. Wie sich diese Vorliebe im Einzelnen ausdrückt, kann unterschiedlich sein.

Von Fußfetischismus spricht man in der Regel, wenn diese Neigung zwanghaft wird. Es ist bekannt, dass fast immer die Füße von Frauen als sexuelle Stimulationsobjekte dienen. Bei homosexuellen Männern oder Frauen können jedoch auch die Füße des gleichgeschlechtlichen Partners stimulierend wirken.

Es handelt sich hierbei um einen Fetisch, der sich im weitesten Sinne auf Füße bezieht. Ob alle Menschen, die sexuell stimuliert oder erregt werden, wenn sie Füße oder Netzstrümpfe sehen, als Fußfetischisten betrachtet werden können, ist umstritten.

Bei den meisten Menschen dürfte es unwahrscheinlich sein, dass der Anblick von Füßen oder Netzstrümpfen zu Leidensdruck führt. Wenn jemand es erotisch findet, die Zehen seiner Partnerin zu lecken oder den Partner die Fußsohlen ablecken zu lassen, muss das nicht zwangsläufig als anrüchig betrachtet werden.

Gleiches gilt für erotische Fußmassagen. Für manche Fußfetischisten sind getragene Seidenstrümpfe ein Fetisch, für andere besteht die sexuelle Befriedigung darin, die Füße zu verwenden. Gemeinsam ist diesen Fetischen, dass sie immer auf die Füße einer anderen Person Bezug nehmen.

Welche Fußfetische gibt es?

a. Footjob

Der sogenannte “Footjob” oder “Toejob” beschreibt eine sexuelle Praxis, bei der die Befriedigung des sexuellen Verlangens durch die Füße oder Zehen eines Partners erfolgt. Die genaue Art der Stimulation mit den Füßen kann unterschiedlich sein.

Es kann zu vaginaler, analer oder oraler Stimulation kommen. Alternativ kann durch Berührungen mit den Füßen an den Brüsten oder anderen erogenen Zonen ein Orgasmus ausgelöst werden. Wenn Schuhe beim Sex mit einem Fußfetischisten zum Einsatz kommen, vermischen sich oft Elemente des Fußfetischismus mit dem Schuhfetischismus.

b. Fußbekleidung

Einige Fußfetischisten werden durch bestimmte Kleidungsstücke wie Schuhe mit hohen Absätzen, Overknee-Stiefel, Netzstrümpfe, Riemchensandalen oder getragene Nylonstrümpfe sexuell stimuliert.

Solche Fetische müssen nicht unbedingt in sexuelle Praktiken einbezogen werden, aber sie können stimulierend wirken. Oft ist eine gesteigerte Aufmerksamkeit und eine gewisse Fixierung auf diese Kleidungsstücke feststellbar. Allein der Anblick schöner und gepflegter Frauenfüße in offenen Sandalen kann bereits Erregung hervorrufen.

c. Fußbehandlung

Fußbehandlungen können beispielsweise durch Fußmassagen erfolgen, die sexuell anregend wirken oder zum Orgasmus führen können. Einige Fußfetischisten können sich durch selbst durchgeführte Fußmassagen zum Orgasmus bringen.

Andere bestehen darauf, dass der Fuß ihres Partners mit getragenen Socken bedeckt ist, bevor eine Fußbehandlung stattfindet. BDSM-Enthusiasten mögen es auch, wenn die Füße gefesselt sind oder eine Bastonade (Schläge auf die Fußsohlen) angewendet wird. Härtere Spielarten umfassen Trampling, wobei es wichtig ist, dies sorgfältig und unter vorher abgestimmten Regeln aus gesundheitlichen Gründen durchzuführen.

Die Umwandlung eines Mannes in eine Frau, bekannt als Feminisierung, ist ein allmählicher Vorgang. Diese kann sich auf physische Veränderungen wie Körperbehaarung, Stimmlage oder das Wachstum weiblicher Brüste beziehen, ebenso auf das Erlernen und Ausüben von als weiblich wahrgenommenen Verhaltensweisen.

Abseits von hormonellen Störungen oder Kastration, die als Gründe für Feminisierung dienen können (im klinischen Sinne als “Effemination” bekannt), wird die Feminisierung als eine erotische Praxis innerhalb der BDSM-Szene angesehen.

Feminisierung Man kann sich wie eine Prinzessin fühlen, wenn man sich feminisiert. Der Wunsch nach Feminisierung betrifft in der Regel unterwürfige Männer mit einer bestehenden Vorliebe für weibliche Kleidung, hauptsächlich Dessous. Fetische spielen auch eine wesentliche Rolle bei der Feminisierung, wie beispielsweise Korsetts, Latex- oder Lederbekleidung, High Heels, Nylons und vieles mehr. Meistens wird bei der Feminisierung kein natürliches Frauenbild angestrebt, sondern ein Extrem, das viele Geschlechterstereotype beinhaltet: Starkes Make-up, lange Haare (oft perückentragen), lange künstliche Wimpern, sehr hohe Absätze, teilweise nuttige Stiefel, kurze Miniröcke und übermäßig aufreizende Kleidung.

Die Diskrepanz zwischen dem eigenen unperfekten weiblichen Selbst und dem als anbetungswürdig empfundenen echten Frauenkörper wird oft als besonders reizvoll erlebt. Vielleicht erklärt dies, warum die Feminisierung oft mit einer für den Mann herabwürdigenden Rolle einhergeht. Selten wird der unterwürfige Mann bei einer Feminisierung zu einer Lady transformiert, deutlich öfter wird er zu einem Dienstmädchen oder sogar zu einer Hure oder einem benutzbaren Sexobjekt degradiert. Die Nutzung kann sich nicht nur auf die dominante Herrin beschränken, sie kann ihren feminisierten Untergebenen auch anderen zur Verfügung stellen. Oft werden mit diesen Rollen innerhalb der Feminisierung die homosexuellen Fantasien des Betroffenen ausgelebt, wobei die männlichen Genitalien herabwürdigend verniedlicht oder mit weiblichen Begriffen bezeichnet werden. Populäre Nebenschauplätze der Feminisierung sind die Ausbildung des männlichen Untergebenen zur Zofe, die in einem Rüschenkleid einer strikten Hierarchie im Haushalt unterliegt und alle anfallenden Arbeiten für die Herrin erledigt – einschließlich sexueller Dienste. Oder die Keuschhaltung, bei der die männlichen Genitalien in einem Keuschheitsgürtel eingesperrt werden. Oft werden typische männliche Erregungsanzeichen, wie die Erektion des Penis, während der Feminisierung bestraft oder durch einen entsprechenden Peniskäfig verhindert.

Erotik unter weiblicher Führung

Femdom kann sowohl Frauen als auch Männer gleichermaßen fesseln, und zwar durch die Dynamik, die es hervorruft. Viele Männer sind von selbstbewussten Frauen buchstäblich angezogen. In der Vergangenheit war es gesellschaftlich üblich, dass der Mann als Familienoberhaupt die Frau “kontrolliert” und die Frau dem Mann untergeordnet war. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und die selbstbewusste Frauenliga hat im Zuge der Gleichberechtigung immer mehr erreicht – beispielsweise Chefposten in großen Unternehmen.

All dies ist jedoch nur ein Zeichen der Stärke der Frauen und im eigentlichen Sinne haben die gesellschaftlichen Gleichstellungen nichts mit Sexualität zu tun, außer vielleicht in den Fantasien einiger Männer. Bei Femdom spielen Sexualität und weibliche Macht und Stärke jedoch eine wichtige Rolle. Um mehr über das Thema Femdom und seine Spielarten zu erfahren, solltest Du weiterlesen.

Femdom – die Frau legt das Tempo fest

Was bedeutet Femdom? Der Begriff Femdom ist eine Abkürzung für “Female Dominance” und bedeutet daher “weibliche Dominanz”. Im englischen Sprachraum wird auch das Wort “Dominatrix” als Synonym verwendet.

Innerhalb der BDSM-Szene ist es also eine Frau, die die führende, dominante Rolle einnimmt. Im deutschen Sprachraum wird meist der Begriff Domina für Femdom verwendet. Die genaue geographische Herkunft des Begriffs Femdom ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass sich der Begriff in den 80er Jahren an der amerikanischen Ostküste entwickelt und etabliert hat, insbesondere verbreitete sich der Begriff in der kommerziellen Erotik – ähnlich wie das männliche Pendant Maledom. Die Geschichte der Menschheit lässt übrigens eindeutige Hinweise darauf zu, dass es solche Frauen schon im 19. Jahrhundert gegeben hat. Besonders hervorzuheben ist die Bordellbesitzerin Theresa Berkley.

Was ist der Unterschied zwischen Femdom und Domina?

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es signifikante Unterschiede zwischen einer Femdom und einer Domina. Es kann daher vorkommen, dass eine Femdom verärgert reagiert, wenn sie als Domina bezeichnet wird. Der Hauptunterschied besteht darin, dass eine Domina immer auf die Wünsche des Kunden ausgerichtet ist, während eine FemDom ihre eigenen Wünsche im Fokus hat.

Dominas führen bezahlte Sessions durch, während FemDoms eine Femdom-Beziehung pflegen.

Eine Domina erfüllt die Bedürfnisse ihrer Kunden und verdient damit ihren Lebensunterhalt. Sie muss nicht unbedingt im Privatleben sadistische oder dominante Neigungen haben. Femdoms hingegen haben eigene Neigungen und Vorlieben, nach deren Erfüllung sie sich sehnen, und suchen sich einen passenden Partner, um eine Spiel- oder Liebesbeziehung anzustreben. Femdoms möchten emotional zufrieden sein, Liebe fühlen und vollständig genießen. Bei der ersten Begegnung mit einer Femdom möchte diese nicht mit den Wünschen des Subs “belästigt” werden.

Mit der Zeit und bei respektvollem Umgang wird sie ihren Partner selbst danach fragen, um sexuelle Begegnungen zu inszenieren, die letztlich sowohl sie als auch der Sub glücklich und zufrieden machen. Eine Domina hingegen lässt sich vom Sub sofort seine Wünsche mitteilen. Sie richtet sich ausschließlich nach diesen Wünschen und bestreitet damit ihren Lebensunterhalt. Leider gibt es auch innerhalb der kommerziellen Erotik irreführende Synonymverwendungen beider Begriffe.

Femdom – Vielfältige Praktiken

Bei der Femdom gibt es eine Vielzahl von Praktiken, die ausgeübt werden können. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass nicht jede Femdom jede Praktik ausübt. Letztendlich hängt dies von den Vorlieben und Neigungen innerhalb der Beziehungs- und Spieldynamik zwischen Femdom und Sub ab.

Keuschhaltung

Die Keuschhaltung ist eine Form der Orgasmuskontrolle und ein bedeutender Aspekt in einer Femdom-Sub-Spielbeziehung oder Partnerschaft. Oft kann der Sub seine Hände nicht von sich lassen, so dass diese Praxis der Keuschhaltung bis zum Tragen eines Keuschheitskäfigs führen kann. Dies erinnert den Sub ständig an seine Femdom, obwohl ein Keuschheitskäfig nicht unbedingt eine absolute Garantie dafür bietet, dass der Sub sich nicht selbst befriedigt. Einige Subs finden Befriedigung im Tragen eines Keuschheitskäfigs, ebenso wie die Femdom selbst.

Facesitting

Facesitting ist eine weitere Maßnahme, die die weibliche Dominanz spürbar macht. Dabei setzt sich die Femdom entweder nackt oder in spezieller Kleidung auf das Gesicht des Subs, der dann buchstäblich den Intimbereich seiner Femdom auf sein Gesicht gedrückt bekommt. Dies kann auch kurzzeitig zu Atemnot beim Sub führen.

Spanking

Beidseitig erregend kann auch das Schlagen auf das nackte oder bekleidete Gesäß des Subs sein. Dabei kann es sich auch um andere Körperteile handeln, wie beispielsweise die Oberschenkel. Die Schläge können mit der flachen Hand ausgeführt werden oder mit “Hilfsmitteln” wie einem Rohrstock oder zweckentfremdeten Haushaltsgegenständen, wie beispielsweise einer Haarbürste.

Diese Praktiken sind nur einige Beispiele der Vielfalt, die die Femdom-Szene zu bieten hat. Es ist wichtig, dass alle beteiligten Parteien sich in ihren Rollen wohlfühlen und ihre Grenzen und Wünsche respektiert werden. Offene Kommunikation, gegenseitiger Respekt und Einvernehmlichkeit sind die Grundlagen jeder erfolgreichen Femdom-Beziehung.

Trampling

Trampling, oder “Trampeln”, ist eine weitere Praxis, die in manchen Femdom-Sub-Beziehungen ausgeübt wird. Dabei läuft die Femdom auf dem Körper des Subs entlang, entweder barfuß oder mit Schuhen. Diese Praktik kann für beide Parteien erregend sein und trägt dazu bei, die Dominanz der Femdom zu betonen.

CBT –Cock and Ball Torture

Die sogenannte “Hodenfolter”, oder Cock and Ball Torture (CBT), ist eine sexuelle Praktik, bei der dem Penis und den Hoden zum Lustgewinn Schmerzen zugefügt werden. Einige Subs finden diese Spielart erregend, da sie eine Form der Demütigung beinhaltet.

Feminisierung

Unter Feminisierung versteht man Maßnahmen, die darauf abzielen, den Sub durch die Femdom zu verweiblichen. Dies kann das Schminken des Subs und das Tragen von weiblicher Kleidung beinhalten. Die Femdom entwertet somit die Männlichkeit des Subs, verweiblicht ihn und amüsiert sich darüber. Der Sub wird dann oft auch als “Sissy-Boy” bezeichnet.

Pegging

Pegging, auch bekannt als Strap-on-Sex, ist eine Praxis, bei der die Femdom einen Umschnalldildo trägt und den Sub damit anal penetriert. Auf diese Weise übt sie sexuelle Kontrolle über ihren Sub aus, was den Sub auf mehrere Arten stimuliert – psychisch durch die Machtausübung der Frau und körperlich durch die Penetration. Ähnlich wie bei einer Prostatamassage wird bei dieser Praxis die Prostata des Subs stimuliert, was zu sehr intensiven und außergewöhnlichen Orgasmen führen kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass alle diese Praktiken auf Konsens und Vertrauen basieren. Beide Parteien müssen sich in ihren Rollen wohlfühlen und die Grenzen des anderen respektieren. Ein sicheres, gesundes und genussvolles Femdom-Erlebnis basiert auf offener Kommunikation und gegenseitigem Respekt.

Fisting

Faustverkehr, oder auch Fisting genannt, ist eine sexuelle Praxis, bei der die Femdom ihren Sub mit ihrer Faust anal penetriert. Diese Aktivität erfordert Erfahrung und Sorgfalt, um Verletzungen zu vermeiden. Dabei muss es nicht immer die komplette Faust sein. Es kann auch schrittweise von einigen Fingern bis hin zur vollen Faust gesteigert werden.

Anleitung zur männlichen Domination Die Idee, einen Mann zu dominieren, kann sehr erregend sein, besonders wenn man noch keine Erfahrung damit hat. Es ist wichtig, sich schrittweise dieser neuen Erfahrung zu nähern. Zunächst sollte ein passender Partner für eine solche Beziehung gefunden werden. Wie in jeder Beziehung sind auch hier klare Absprachen im Voraus – insbesondere über Grenzen und Vorlieben – essenziell.

Diese Absprachen hängen von der Persönlichkeit des Subs und der Femdom ab und können variieren. Neben der Vereinbarung ist auch das Vertrauen zwischen beiden Parteien wichtig. Eine Quelle der Inspiration kann ein Besuch in einem Erotikgeschäft sein.

Hygiene ist ebenso wichtig. Sexspielzeug, wie ein Umschnalldildo, sollte immer sauber gehalten werden. Es ist nicht Ziel der Femdom, dem Sub schwerwiegende Verletzungen zuzufügen. BDSM ist nicht ohne Risiken.

Alle Praktiken müssen auf gegenseitigem Konsens beruhen und beide Partner erregen. Wenn Sie neu in diesem Bereich sind, kann es hilfreich sein, wenn die Femdom anfangs ein verführerisches Outfit trägt und versucht, den Sub verbal zu dominieren. Mit der Zeit können weitere Praktiken eingeführt und in das Sexspiel integriert werden. Der Sub sollte jederzeit in der Lage sein, eine unangenehme Situation zu beenden.

Ein vereinbartes Sicherheitswort (Safeword) kann hilfreich sein, um der Femdom zu signalisieren, dass der Sub eine Pause braucht. Danach kann ein Gespräch zur Reflexion sinnvoll sein. Das Wohlbefinden beider Partner sollte immer im Vordergrund stehen.

Es kann für Anfänger hilfreich sein, den Sub die Augen verbinden zu lassen. Im Grunde gilt auch hier: Nichts muss, alles kann. Es ist nicht nötig, alle Praktiken gleichzeitig auszuprobieren. Da Femdoms beim Sex oft kreativ sind, kann es für beide Partner spannend sein, immer wieder neue Ideen einzuführen.

Schlussfolgerung

Menschen sind vielfältig, auch in ihrer Sexualität. Es gibt Männer, die gerne die Kontrolle im Bett an ihre Partnerin abgeben, und Frauen, die diese Machtposition als sehr erregend empfinden.

Solange beide Partner zufrieden sind, ist alles in Ordnung. Klare Absprachen, gegenseitiges Vertrauen und Hygiene sind genauso wichtig wie das Bewusstsein für die Risiken von BDSM. Niemand möchte ernsthafte Verletzungen oder Traumata riskieren. BDSM-Neulinge sollten daher vorsichtig und bedacht vorgehen.

Es ist wichtig zu bemerken, dass eine Femdom nicht dasselbe ist wie eine professionelle Domina. Eine Domina ist in einem Studio tätig und führt gegen Bezahlung dominante Handlungen durch. Dies ist ihr Beruf und sie muss nicht unbedingt dieselben Vorlieben in ihrem Privatleben haben. Sie spielt eine Rolle und erfüllt die Wünsche des Sklaven gegen Bezahlung.

Eine Femdom hingegen möchte ihre Vorlieben und Neigungen in einer persönlichen Beziehung ausleben. Ihr Hauptziel ist nicht die finanzielle Entschädigung, sondern das Ausleben ihrer eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Eine Femdom-Sub-Beziehung kann besondere Höhepunkte der Lust ermöglichen.



Eine Fickmaschine ist eine mechanische oder technische Vorrichtung, die den Geschlechtsakt mit einem künstlichen Glied simuliert. Üblicherweise besteht sie aus einem sich bewegenden Arm mit einem Dildo als Aufsatz. Die Dildos sind in der Regel austauschbar, um verschiedene Größen und Dicken zu nutzen. Es gibt auch Varianten, die einem Pferdesattel ähneln, auf denen die Frau Platz nimmt und entweder durch starke Vibrationen stimuliert wird oder mit einem oder mehreren Dildos penetriert wird.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es erste Fickmaschinen, damals noch rein mechanisch. Oft handelte es sich dabei um modifizierte Fahrräder, an deren Antriebsrad ein sich vor und zurück bewegender Arm befestigt war.

Die Entwicklung von richtigen Penetrationsmaschinen begann erst in den 1990er Jahren des 20. Jahrhunderts. Durch feinere mechanische Bauteile und erschwinglichere Preise wurde die Herstellung handlicher und besonders intensiver Fickmaschinen möglich. Dennoch fanden diese Geräte keinen großen Anklang bei Frauen. Sie griffen weiterhin lieber auf einfache Dildos oder Vibratoren zurück. Möglicherweise spielten die Größe der Fickmaschinen, der Preis oder auch einfach der Gedanke, von einer Maschine penetriert zu werden, eine Rolle. Fickmaschinen fanden hauptsächlich in Pornos Verwendung.

Fickmaschine im BDSM

Die Fickmaschine erlangte zunächst in Clubs große Beliebtheit. Dort fanden regelrechte Wettbewerbe statt, bei denen es darum ging, wie lange eine Frau von einer Fickmaschine stimuliert werden konnte. Der “offizielle” (wenn auch zweifelhafte) Rekord soll bei 13 Stunden und 24 Minuten liegen und über 100 Orgasmen umfassen.

Laut fickmaschine-kaufen.eu wurde die Fickmaschine immer beliebter im BDSM. Dominante Personen hatten Freude daran, ihre Subs vor eine solche Maschine zu legen und sie stundenlang zu penetrieren und zu quälen (Orgasmuskontrolle). Besonders beliebt sind die mechanischen Helfer als Bestrafung durch eine besonders lange und intensive Penetration, die mitunter schmerzhaft enden kann. Dabei wird der Bottom mittels Bondage an der Fickmaschine fixiert, sodass er sich nicht mehr bewegen kann. Anschließend erfolgt die orale, vaginale oder anale Penetration, die oft mehrere Stunden dauern kann.

Neben der Bestrafung durch langanhaltende Penetration ist es oft auch der Anblick des mechanisch penetrierten Bottoms, der den Einsatz einer solchen Maschine reizvoll macht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen männlichen Dom oder eine Femdom handelt.

Alle Varianten des Spiels mit einer Fickmaschine geben dem dominanten Part eine extrem hohe Macht über den devoten Spielpartner. Durch leichte Veränderungen der Intensität oder Geschwindigkeit der Penetration kann der devote Part förmlich in den Wahnsinn getrieben werden.

Risiken und Nebenwirkungen einer Fickmaschine

Der langanhaltende Einsatz einer Fickmaschine kann aufgrund der mechanischen Reibung Verletzungen verursachen. Daher sollte immer auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden, sei es durch natürliche Vaginalfeuchtigkeit oder Gleitmittel. Besonders bei analer Penetration muss hierauf besonders geachtet werden.

Ein Gangbang ist eine spezifische Form von Gruppensex, bei dem eine deutliche Mehrheit von dominanten oder aktiv penetrierenden Teilnehmern vorhanden ist. Diese beteiligen sich nacheinander am Geschlechtsverkehr mit den wenigen submissiven oder passiven Teilnehmern. Dieser Begriff hat seine Wurzeln in der englischen Sprache, wobei “Gang” als Gruppe oder Rudel und “Bang” als umgangssprachlicher Ausdruck für Sex übersetzt werden kann. Früher wurde das Wort Gangbang als Synonym für Gruppenvergewaltigung genutzt, heute hat es jedoch eine weniger heftige Konnotation.

Geschichtlicher Rückblick

Gangbangs, wenn auch unter anderen Namen, sind bereits seit der Antike bekannt. In griechischen Überlieferungen wurden solche Zusammenkünfte beschrieben, bei denen sowohl Frauen als auch Männer oder Jungen penetriert wurden. Ähnliche Praktiken sind auch aus Indien bekannt, wo zahlreiche Wandreliefs in Tempeln gefunden wurden, die Gangbangs darstellen.

Die Praktik des Gangbangs

Typischerweise nimmt eine Frau die Rolle des submissiven Teilnehmers ein, obwohl es manchmal mehr als eine Frau sein kann. Die beteiligten Männer finden es anregend, zu sehen, wie die Frau sich abwechselnd anderen Sexualpartnern hingibt. Häufig ist es der Verzicht auf Vorspiel, der die Männer an einem Gangbang fasziniert, da es hier nur darum geht, die Frau zu penetrieren und schnell zum Höhepunkt zu gelangen.

Die Ausführung von Gangbangs

Abhängig von der Art des Gangbangs, ejakulieren die Männer entweder vaginal, anal oder seltener oral in der Frau. Eine beliebte Variante ist die Kombination mit Bukkake, bei der die Frauen am Ende mit so viel männlichem Ejakulat bedeckt sind, dass kaum noch Haut zu sehen ist.

Bei größeren Gangbang-Veranstaltungen, die von Clubs, Pornokinos oder professionellen Pornodarstellerinnen organisiert werden, geht es oft darum, von möglichst vielen Männern penetriert zu werden. In diesen Fällen versuchen die Frauen häufig, den umstrittenen Weltrekord für die meisten Penetrationen zu brechen, der derzeit bei 919 liegt und von der Pornodarstellerin Lisa Sparxxx gehalten wird.

Gangbangs im BDSM-Kontext

Im BDSM finden Gangbangs oft als Form der Vorführung statt. Hier bestimmt der Dom, was mit dem submissiven Teilnehmer während der Vorführung geschieht. Die Spielvarianten reichen von “normaler” Penetration der Sub bis hin zu Bukkake oder Natursekt-Gangbangs. Die extremste Form des Gangbangs ist der sogenannte “Rape”-Gangbang, bei dem der submissive Teilnehmer intensiv von der Gruppe “vergewaltigt” wird, was jedoch im Vorfeld abgesprochen wird und nicht mit einer realen Vergewaltigung zu verwechseln ist.

In den letzten Jahren sind Gangbangs mit männlichen submissiven Teilnehmern immer beliebter geworden. Oft werden diese bei Sklavenauktionen erworben und dann von Femdoms mit einem Strapon penetriert. Es gibt auch gemischte Gruppen, die den männlichen Sklaven anal und oral penetrieren. Diese männlichen Sklaven wurden im Vorfeld häufig einer Feminisierung unterzogen, um der Domina als Sklavenhure dienen zu können.

Risiken und Nebenwirkungen

Ein Gangbang birgt ein besonders hohes Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Die oft angebotenen HIV-Schnelltests geben keine sichere Auskunft über eine mögliche HIV-Infektion und auch andere Krankheiten können dadurch nicht diagnostiziert werden. Deshalb wird dringend empfohlen, ein Kondom zu verwenden! Zusätzlich sollten alle Teilnehmer von Gangbangs regelmäßige Tests auf diverse Krankheiten durchführen lassen, um eine weitere Verbreitung dieser Krankheiten zu verhindern.

Gruppensex: Eine facettenreiche Ausdrucksform der Sexualität

Gruppensex bezeichnet den sexuellen Akt von vier oder mehr Personen. In der Regel sind es feste oder wechselnde Partner, die gleichzeitig Geschlechtsverkehr haben. Man spricht von Gruppensex, wenn mehr als zwei Frauen beteiligt sind und das Geschlechterverhältnis etwa ausgeglichen ist. Diese Praxis wird oft von Paaren genutzt, die ihr Sexleben bereichern möchten, häufig in Swingerclubs. Aber auch private Gruppensex-Partys werden zunehmend beliebter.

Gruppensex: Sehen und gesehen werden

Bei Gruppensex geht es oft weniger um den Geschlechtsakt mit vielen verschiedenen Partnern, sondern mehr um das Beobachten und Beobachtetwerden. Insbesondere Frauen berichten, dass sie Erregung durch Zuschauer empfinden, viele träumen sogar davon, beim Sex beobachtet zu werden. Auch das Zuschauen kann für viele Männer erregend sein.

Gangbang: Die extremste Form von Gruppensex

Die extremste Form des Gruppensex ist der Gangbang, bei dem drei oder mehr Männer eine Frau sexuell benutzen. Der umgekehrte Fall, bei dem drei oder mehr Frauen einen Mann sexuell benutzen, ist theoretisch auch möglich, tritt aber wahrscheinlich nur sehr selten auf.

Gruppensex im BDSM-Kontext

Im BDSM wird Gruppensex gelegentlich zur Erniedrigung des submissiven Parts (Bottom) genutzt. Dabei wird der Bottom einer Gruppe vorgeführt und nach Zustimmung des dominierenden Parts (Top) von der Gruppe benutzt. Oft endet diese Art von Gruppensex mit Bukkake oder einem Creampie auf dem Bottom. Durch die Benutzung des Bottoms durch die gesamte Gruppe wird seine Rolle und Funktion deutlich hervorgehoben. Typischerweise ist der Bottom eine sehr gehorsame Sklavin, die sexuell sehr offen und freizügig ist. Seltener ist ein Mann (meistens eine Sissy) in dieser Position.

Risiken von Gruppensex

Wie bei jedem sexuellen Akt besteht auch beim Gruppensex das Risiko einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten wie HIV, Hepatitis, Syphilis oder Gonorrhö. Kondome bieten Schutz vor diesen Krankheiten und sollten bei jedem Partnerwechsel gewechselt werden. Bei der oralen Befriedigung einer Frau (Cunnilingus) bieten Lecktücher Schutz vor einer Infektion. Es ist wichtig, bei der Teilnahme an Gruppensex immer auf die eigene Gesundheit und Sicherheit zu achten und sich regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten testen zu lassen.

Gips-Fetisch (engl. Cast Fetish): Die Faszination für Gipsverbände

Ein Gips-Fetisch, auch bekannt als Cast Fetish, bezieht sich auf eine Vorliebe für Gipsverbände und eingegipste Gliedmaßen. Dabei geht es weniger um das Material selbst, sondern vielmehr um die mit dem Gips assoziierten Gefühle und Situationen.

Zwei große Gruppen von Gips-Fetischisten

Gips-Fetischisten lassen sich im Allgemeinen in zwei Hauptgruppen einteilen. Die erste Gruppe, oft als “Caster” bezeichnet, genießt es, selbst einen Gipsverband zu tragen. Die zweite Gruppe hingegen bevorzugt es, Gipsverbände an ihrem Partner oder ihrer Partnerin zu sehen. In beiden Fällen steht das Bedürfnis im Vordergrund, umsorgt zu werden oder für jemanden zu sorgen.

Individuelle Vorlieben beim Gips-Fetisch

Es gibt keine allgemeingültige Definition für den Gips-Fetisch, da jeder Fetischist seine eigenen spezifischen Vorlieben hat. Einige bevorzugen eingegipste Beine, andere bevorzugen eingegipste Arme. Manche nutzen mehr Gips, um sich oder andere fast vollständig zu fixieren. Auch die Farbe des Gipses kann eine Rolle spielen. Während einige den rein weißen Gips bevorzugen, entscheiden sich andere für farbige Varianten.

Gips-Fetisch: Ein Fetisch, keine Verletzung

Wichtig zu betonen ist, dass der Gips-Fetisch nicht mit tatsächlichen Verletzungen einhergeht. Ein Gipsverband ist nie wirklich notwendig, er ist das Objekt, das sexuelle Erregung auslöst – ähnlich wie sexy Unterwäsche bei anderen Menschen.

Entwicklung des Gips-Fetisch

Psychologen zufolge entwickelt sich der Gips-Fetisch oft schon in der frühen Kindheit. Häufig ist das auslösende Ereignis das Tragen eines Gipsverbandes oder eines Verbands. In dieser Zeit erfahren die Betroffenen oft eine besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung, die sie im Unterbewusstsein verankern. Im Erwachsenenalter suchen sie diese Gefühle dann erneut und der Gips-Fetisch tritt zum Vorschein.

Diese im Unterbewusstsein verankerte Präferenz ist nicht “heilbar” und wird von Experten auch nicht als psychische Störung angesehen. Es handelt sich um einen harmlosen Fetisch, der oft mit dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung einhergeht.

Ein gynäkologischer Stuhl ist eine Liegefläche mit zwei Beinhalterungen, die verwendet wird, um Unterleibsuntersuchungen durchzuführen. Dieser Stuhl ist hauptsächlich Frauen bekannt, da er beim Frauenarzt zum Einsatz kommt. Es gibt jedoch auch sehr ähnliche Modelle für Männer, die beim Urologen oder Proktologen verwendet werden.

Im BDSM-Bereich wird der gynäkologische Stuhl gerne für sogenannte Klinikspiele genutzt. Er findet jedoch auch in anderen Bereichen des BDSM Anhänger. Durch die liegende Stellung mit gespreizten Beinen hat der Top freien Zugang zum Anus und zu den Genitalien. Wenn der Bottom zudem noch an den Stuhl gefesselt oder durch Bondage fixiert ist, eröffnen sich dem Top alle Möglichkeiten, den Bottom zu quälen. Beliebt bei Femdoms sind hierbei CBT, Ballbusting und Analdehnung. Männliche Tops haben den gynäkologischen Stuhl für Vergewaltigungsspiele, Anal- und Vaginaldehnung sowie Fisting für sich entdeckt.

Beim gynäkologischen Stuhl selbst besteht kein Risiko. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass durch möglicherweise zu enge Fesseln keine Beeinträchtigung der Blutzufuhr in den Extremitäten entsteht. Wenn der gynäkologische Stuhl für Klinikspiele verwendet wird, ist es wichtig, ein Stopp-Wort zu vereinbaren und sicherzustellen, dass der Bottom schnell von seinen Fesseln befreit werden kann.

Handschellen, auch als Handfesseln, Handcuffs oder Cuffs bekannt, dienen der Fesselung von Händen und gegebenenfalls auch Füßen. Sie bestehen aus zwei Metallringen, die miteinander verbunden sind, und besitzen einen Verschlussmechanismus.

Erste Anwendungen von Handschellen reichen bis ins Mittelalter zurück. Damals bestanden sie aus halbrunden Bandeisenhälften, die mit Schlössern verschlossen wurden. Zwischen den mittelalterlichen Handschellen waren oft massive Ketten angebracht, um die Bewegungsfreiheit weiter einzuschränken.

John J. Tower und Edward D. Bean entwickelten um 1860 den innenliegenden Verschlussmechanismus moderner Handschellen. Der heutige Mechanismus basiert auf dem Patent von 1932 von Harold Wessen/Peerless.

Im BDSM wurden Handschellen von Anfang an eingesetzt. Sie dienen zur Fesselung der Bottoms und können sie teilweise bewegungsunfähig machen. Allein durch den Einsatz von Handschellen wird deutlich, wer die dominante Rolle einnimmt und welchen Stellenwert der devote Part hat. Durch die Verbindung mit dem Strafvollzug und dem Polizeidienst strahlen Handschellen eine gewisse Dominanz aus. Wer sie einsetzt, überträgt diese “natürliche” Dominanz auf gewisse Weise.

Das Tragen von Handschellen ist für den Bottom immer mit Schmerzen verbunden, je nach Enge der Fesselung mehr oder weniger. Durch die starren Fesseln entsteht immer Reibung und Schmerzen sind unvermeidlich. Deshalb sollten Bottoms eine gewisse Schmerztoleranz mitbringen oder zumindest in der Lage sein, ein gewisses Maß an Schmerzen zu ertragen.

Im BDSM werden oft spezielle Fesseln aus Leder oder gepolsterten Materialien anstelle gewöhnlicher Handschellen verwendet. Insbesondere beim Bondage werden Handschellen fast vollständig vermieden. Metallene Handschellen finden vermehrt in BDSM-Fotografien Verwendung, da sie eine natürliche Dominanz ausstrahlen und schnell deutlich wird, um welches Thema es sich bei dem Foto handelt. Mit realen BDSM-Praktiken haben diese Fotos jedoch meist wenig gemeinsam.

Risiken und Nebenwirkungen von Handschellen

Die unsachgemäße Anwendung von Handschellen birgt erhebliche Risiken und kann zu Verletzungen und bleibenden Nervenschäden führen, insbesondere wenn minderwertige Fesseln verwendet werden. Eine dauerhafte Zuglast sowie zu enge Fesseln sollten unbedingt vermieden werden. Falls während der Fesselung Taubheitsgefühle auftreten, insbesondere im Daumen, müssen die Handschellen schnell geöffnet werden, um Nervenschäden zu vermeiden. Generell empfiehlt sich bei dieser Art der Fesselung die Verwendung eines Safewords.

Handschellen eignen sich nicht zur Selbstfesselung, da sie selbst mit dem Schlüssel schwer zu öffnen sind, wenn man gefesselt ist. Bei vielen Feuerwehren gibt es Berichte über die Befreiung von Opfern aus Handschellen, da sie nicht mehr in der Lage waren, sich selbst zu befreien.

Hogtie: Eine spezielle Fesseltechnik im BDSM

Hogtie ist eine spezielle Fesseltechnik, die ursprünglich bei Nutztieren angewendet wurde, um sie an der Flucht zu hindern. Bei dieser Methode werden alle vier Beine zusammengebunden. Diese Technik wurde später auch auf Menschen angewendet, insbesondere im BDSM-Bereich.

Bei einem Hogtie liegt die zu fesselnde Person auf dem Bauch. Ihre Hand- und Fußgelenke werden zusammengebunden, meist auf dem Rücken, und dann mit einem Seil oder einer Kette verbunden. Die Knie sind stark angewinkelt, die Fußspitzen zeigen nach oben. Je nach Länge des Verbindungsstücks zwischen Hand- und Fußgelenken formt der Körper des Gefesselten ein Dreieck oder ein U. In dieser Position ist die Person fast vollständig bewegungsunfähig.

Hogtie in der Praxis

In einigen Ländern, insbesondere in den USA, wird der Hogtie auch zur Kontrolle von Straftätern verwendet. Im BDSM ist der Hogtie eine beliebte Form des Bondage. Er wird geschätzt, weil er die gefesselte Person, den sogenannten “Bottom”, bewegungsunfähig und damit den Aktionen des “Top” völlig ausgeliefert macht.

Neben der Fesselung kann durch Variation der Länge des Verbindungsstücks zwischen den Hand- und Fußgelenken auch leichter Schmerz hinzugefügt werden. Je kürzer das Verbindungsstück ist, desto mehr muss der Bottom seine Beine und seinen Rücken verbiegen. Zur weiteren Intensivierung kann der Kopf mithilfe eines Kopfharnischs in die Fesselung einbezogen werden. Eine weitere Variante kombiniert den Hogtie mit dem Hängebondage.

Risiken und Nebenwirkungen des Hogtie

Wie bei jeder Fesseltechnik gibt es auch beim Hogtie Risiken. Es hat Berichte über Todesfälle aufgrund von Hogtie-Fesselungen gegeben, meist durch Atemstillstand. Insbesondere bei übergewichtigen Personen kann das Fettgewebe in den Bauchraum gedrückt werden und somit auch die Lunge komprimieren, was zu Atemproblemen bis hin zum Atemstillstand führen kann.

Zu enge Fesseln können zu Schmerzen und Schäden in den Gelenken und der Wirbelsäule führen. Es ist daher wichtig, sich langsam an enge Fesslungen heranzutasten und zu warten, bis der Bottom genügend gedehnt ist, dass man die Fesselung sicher enger ziehen kann.

Da der Bottom bei einer Hogtie-Fesselung fast vollkommen bewegungsunfähig ist, wird dringend empfohlen, vor der Session ein Sicherheitswort (Safe Word) zu vereinbaren. Dieses sollte vom Bottom benutzt werden, wenn die Situation nicht mehr erträglich ist. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der beteiligten Personen sollten immer oberste Priorität haben.

Harnröhrendehnung, oder “Urethral Play”, ist eine Praxis, die sowohl in medizinischen Kontexten als auch im Rahmen von BDSM-Spielen auftritt. Es ist wichtig zu beachten, dass dieses Spiel eine intensive Stimulation und intime Penetration beinhaltet, die sowohl physisch als auch psychologisch beeindruckend sein kann. Daher muss es mit größter Sorgfalt und Vorsicht durchgeführt werden.

Dilatatoren sind die üblichsten Werkzeuge zur Harnröhrendehnung. Sie sind zylinderförmige Stäbe, die in verschiedenen Größen erhältlich sind und in die Harnröhre eingeführt werden, um sie zu erweitern. In der Regel sind sie aus chirurgischem Edelstahl gefertigt, einem Material, das leicht zu reinigen und zu sterilisieren ist, was extrem wichtig ist, um das Risiko von Infektionen zu minimieren.

Diese Praxis kann bei Männern und Frauen durchgeführt werden, obwohl es Unterschiede in den Techniken und den damit verbundenen Sensationen gibt. Es ist wichtig zu betonen, dass sowohl die männliche als auch die weibliche Harnröhre empfindliche Bereiche sind, und die Einführung von Objekten erfordert Geduld, Sorgfalt und genaue Kenntnis der Anatomie.

Im BDSM-Kontext kann die Harnröhrendehnung verwendet werden, um den Bottom zu stimulieren und Dominanz auszuüben. Der Einführungsprozess kann intensive Gefühle erzeugen und dazu führen, dass der Bottom sich extrem ausgeliefert fühlt. Diese Praxis kann mit anderen Spielen kombiniert werden und bietet Raum für kreative Explorationen.

Trotz des erotischen Potenzials der Harnröhrendehnung gibt es auch Risiken. Das Risiko von Infektionen ist hoch, da die Harnröhre ein direkter Zugang zu den inneren Teilen des Körpers ist und keine natürlichen Barrieren gegen Bakterien oder Viren bietet. Deshalb müssen alle verwendeten Werkzeuge sterilisiert werden. Es besteht auch ein Risiko für körperliche Schäden, einschließlich Abschürfungen, Blutungen oder die Bildung von Narbengewebe, wenn die Praxis unsachgemäß durchgeführt wird. Daher sollte es immer sicher, vernünftig und einvernehmlich durchgeführt werden. Ein Safewort sollte immer festgelegt und respektiert werden, und professionelle medizinische Hilfe sollte sofort in Anspruch genommen werden, wenn Schmerzen, Blutungen oder Anzeichen einer Infektion auftreten.

Wie bei jeder Art von BDSM-Spiel ist eine offene Kommunikation zwischen den Partnern über Wünsche, Grenzen und Bedenken von entscheidender Bedeutung. Jeder, der sich für die Harnröhrendehnung interessiert, sollte sich gründlich über die Praxis informieren, sicherstellen, dass er oder sie alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen versteht und ein hohes Maß an Vertrauen in den Partner hat, der die Dehnung durchführt.

Das Abbinden der Hoden, auch bekannt als Ball Busting oder CBT (Cock and Ball Torture), ist eine BDSM-Praxis, bei der der Hodensack abgeschnürt wird, um die sexuelle Erregung und Empfindlichkeit zu erhöhen. Sie kann sowohl im Rahmen von Dominanz- und Unterwerfungsspielen als auch als Teil einer intensiveren, schmerzorientierten BDSM-Sitzung verwendet werden.

In der Regel wird diese Praxis mit Seilen, Schnüren oder speziellen Geräten durchgeführt, die für diesen Zweck hergestellt wurden. Es wird das Blut in den Hoden gestaut, was zu einer erhöhten Empfindlichkeit führt. Es kann auch zu einer Vergrößerung der Hoden führen und die Erektion des Mannes verlängern.

Trotz der potenziellen Vorteile ist diese Praxis nicht ohne Risiken. Eine zu starke Abschnürung kann zu ernsthaften Verletzungen führen, darunter Blutergüsse, Abschürfungen und im schlimmsten Fall ein Blutstau, der dauerhafte Schäden verursachen kann. Daher ist es wichtig, beim Abbinden der Hoden sehr vorsichtig zu sein und auf jegliche Anzeichen von Beschwerden oder Schmerzen zu achten.

Es ist auch wichtig, die Durchblutung regelmäßig zu überprüfen und sicherzustellen, dass der Bereich nicht zu eng abgeschnürt ist. Wenn Schwellungen, Blaufärbungen oder Schmerzen auftreten, sollte die Bindung sofort gelöst werden. In solchen Fällen ist es ratsam, sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie bei jeder BDSM-Praxis sollte auch das Abbinden der Hoden immer einvernehmlich sein und in einem sicheren, vernünftigen und vertrauensvollen Kontext stattfinden. Sowohl der dominante als auch der unterwürfige Partner sollten über die Risiken und Vorteile informiert sein und sich über die Grenzen im Klaren sein. Sicherheitsmaßnahmen, wie das Vorhandensein einer Schere zum schnellen Durchschneiden des Bandes oder Seils im Notfall, sollten immer beachtet werden.

Falls Sie an dieser Praxis interessiert sind, empfehle ich Ihnen, sich vorher gründlich zu informieren und möglicherweise einen erfahrenen Mentor zu suchen, der Ihnen beibringen kann, wie man es sicher und effektiv durchführt. Denken Sie immer daran, dass Sicherheit und Einvernehmlichkeit die Grundpfeiler jeder BDSM-Praxis sind.

Intimbehaarung und deren Pflege kann tatsächlich in bestimmten BDSM-Szenarien eine Rolle spielen, obwohl es nicht so häufig ist wie andere Aspekte. In einigen Fällen kann die Kontrolle über die Intimpflege des Bottoms durch den Top als eine Form der Dominanz oder Demütigung verwendet werden. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen, zum Beispiel durch das Verbot der Rasur, um ein Gefühl der Unbehaglichkeit beim Bottom zu erzeugen, oder durch das Bestehen auf einer bestimmten Art der Rasur oder Pflege.

Es ist auch wahr, dass einige Tops ihre eigene Intimbehaarung als Mittel zur Kontrolle oder zur Erzeugung unangenehmer Empfindungen beim Bottom verwenden können. Dies könnte insbesondere während oraler sexueller Aktivitäten relevant sein, da die Präsenz von Haaren für einige Menschen unangenehm sein kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass wie bei allen Aspekten von BDSM, alle Handlungen einvernehmlich und mit vollem Bewusstsein und Einverständnis aller beteiligten Parteien durchgeführt werden sollten. Die Grenzen und das Wohlbefinden des Bottoms sollten immer respektiert werden, und klare Kommunikation und Verhandlungen vor jeder Szene sind entscheidend, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten komfortabel und sicher sind.

Außerdem kann der Akt des Rasierens selbst ein wichtiger Bestandteil einer BDSM-Szene sein. In solchen Fällen kann der Top darauf bestehen, die Rasur selbst durchzuführen, was sowohl eine Form der Kontrolle und Dominanz darstellen kann, als auch einem spezifischen Fetisch dienen kann. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, dass das notwendige Vertrauen und die Sicherheit gewährleistet sind, da der Akt des Rasierens das Potenzial für Verletzungen birgt, wenn er unsachgemäß durchgeführt wird.

Insgesamt ist es wichtig, dass BDSM immer auf den Prinzipien von sicherem, gesundem und einvernehmlichem Spiel basiert. Unabhängig davon, ob es um die Kontrolle der Intimpflege, der Intimbehaarung oder eines anderen Aspekts des Körpers oder der persönlichen Pflege geht, sollten diese Prinzipien immer im Vordergrund stehen.

Der Jeans-Fetisch ist in der Tat eine der bekanntesten und weit verbreitetsten Formen von Fetischismus. Wie Sie korrekt bemerken, kann die genaue Ausprägung dieses Fetischs von Person zu Person variieren, wobei der gemeinsame Nenner immer die Jeans selbst ist.

Für einige Menschen kann der Jeans-Fetisch einfach durch den Anblick oder das Gefühl des Stoffes ausgelöst werden. Andere mögen spezifische Aspekte von Jeans, wie bestimmte Schnitte, Farben oder das Aussehen eines bestimmten Körperteils in Jeans. Es kann auch eine Kombination mit anderen Fetischen, wie dem Uniformfetisch, geben.

Jeans Wetting ist eine spezifische Form des Jeans-Fetischs, die das Tragen von nassen Jeans beinhaltet. Einige Menschen mögen den Anblick, das Gefühl oder den Geruch von nassen Jeans, und sie können verschiedene Methoden verwenden, um ihre Jeans nass zu machen, wie das Gehen im Regen oder das Duschen oder Baden in Jeans.

Manchmal kann der Jeans-Fetisch auch mit anderen Arten von Fetischismus verbunden sein, wie Urophilie (die sexuelle Erregung durch Urin) oder Kaviar Fetisch. Dies kann beinhalten, dass die Person in ihre Jeans uriniert oder auf andere Weise eine Verschmutzung der Jeans genießt. Es gibt auch Überlappungen mit anderen Arten von Fetischismus, wie zum Beispiel BDSM und Rollenspiele.

Eine weitere Form des Jeans-Fetischs kann das Bondage mit Jeansstoffen oder die Verwendung von Jeans als Augenbinde oder Knebel beinhalten. Jeans können auch in verschiedenen Arten von Rollenspielen verwendet werden, von Szenarien, die sich auf den Aspekt der “Arbeit” konzentrieren, bis hin zu Szenarien, die auf Dominanz und Unterwerfung abzielen.

Es ist auch möglich, dass viele Menschen eine Art von Jeans-Fetisch haben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Popularität und weit verbreitete Nutzung von Jeans in der Gesellschaft kann dazu führen, dass viele Menschen eine gewisse sexuelle Assoziation oder Vorliebe für Jeans entwickeln, ohne diese unbedingt als Fetisch zu erkennen. Jeans sind in der Tat ein Symbol für bestimmte Werte wie harte Arbeit, Abenteuerlust, Freiheit und Natürlichkeit, die viele Menschen ansprechend finden.

Wie bei jedem Fetisch, ist es wichtig, dass alle Beteiligten einverstanden sind und sich in einer sicheren, respektvollen und einvernehmlichen Umgebung befinden.

Koprophagie, der Konsum von Kot, ist in der Tat eine Form des Verhaltens, die oft auf psychische oder neurologische Störungen hinweisen kann. Wie Sie korrekt bemerken, kann dies eine Form des Pica-Syndroms sein, einer Erkrankung, die sich durch einen unnatürlichen Drang auszeichnet, Substanzen zu essen, die nicht als Nahrung angesehen werden. Koprophagie kann auch mit anderen Zuständen wie Alkoholismus, Demenz, Hirntumoren, Schizophrenie oder anderen Zwangsstörungen in Verbindung gebracht werden.

Es ist wichtig zu betonen, dass das Essen von Kot gesundheitliche Risiken birgt. Kot enthält Abfallprodukte und kann schädliche Bakterien und Viren enthalten. Das Essen von Kot kann das Risiko von Infektionen und Krankheiten erhöhen, einschließlich sexuell übertragbarer Infektionen.

Im Kontext des BDSM kann Koprophagie als Form der Demütigung oder Bestrafung eingesetzt werden, oft als Teil einer Kaviar-Fetisch-Praxis. Es ist wichtig zu betonen, dass alle BDSM-Aktivitäten auf Zustimmung beruhen sollten und dass die Teilnehmer sich über die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken im Klaren sein sollten.

Auch hier gilt, dass jede Aktivität, die das Essen von Kot beinhaltet, gesundheitliche Risiken birgt. Es ist sehr wichtig, dass Menschen, die den Drang verspüren, Kot zu essen, professionelle medizinische und psychologische Hilfe suchen. Therapien können helfen, den Drang zu kontrollieren und eventuelle zugrunde liegende Störungen zu behandeln.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass Menschen, die BDSM-Praktiken ausüben, sich der Risiken bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um ihre Gesundheit und Sicherheit zu schützen. Sie sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass das Einvernehmen, die Vernunft und die Vorsicht oberste Priorität haben sollten.

Käfighaltung ist tatsächlich eine Praxis innerhalb des BDSM-Kontexts, bei der der devote Partner (der Sub) in einem Käfig eingesperrt wird. Dies kann aus verschiedenen Gründen geschehen, oft dient es jedoch der Machtdemonstration, der Demütigung oder als Form der Bestrafung.

Die Arten von Käfigen, die in BDSM-Szenarien verwendet werden können, sind vielfältig, wie Sie korrekt bemerkt haben. Von Stehkäfigen, die den Sub in einer aufrechten Position halten, bis hin zu Liegekäfigen, Bettkäfigen und Sklavenkäfigen, die speziell so konzipiert sind, dass der dominante Partner (der Top) Zugang zu bestimmten Körperöffnungen oder -regionen des Subs hat.

Während Käfighaltung eine Praxis ist, die einige Menschen in ihren BDSM-Spielereien nutzen, ist es wichtig zu betonen, dass Zustimmung hierbei absolut zentral ist. BDSM-Praktiken sollten immer auf einer klaren, informierten und beidseitigen Zustimmung basieren. Beide Partner sollten sich über die genaue Art des Spiels, das sie spielen, und über die damit verbundenen Risiken und Sicherheitsmaßnahmen im Klaren sein. Der Gebrauch eines Safewords oder einer ähnlichen Methode, um das Spiel jederzeit zu stoppen, ist ebenfalls unerlässlich.

Darüber hinaus sollte Käfighaltung nicht dazu verwendet werden, den Sub zu ernsthaften gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Längere Phasen der Immobilität oder Enge können zu körperlichen Beschwerden, Schmerzen oder Verletzungen führen. Daher ist es wichtig, dass der Top während des gesamten Spiels auf die physische und emotionale Gesundheit des Subs achtet.

Es sollte auch beachtet werden, dass während ein solches Szenario für einige Menschen erregend sein kann, es für andere äußerst traumatisch sein kann. Aus diesem Grund ist es so wichtig, vorher über solche Praktiken zu sprechen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten bequem und einverstanden mit dem geplanten Szenario sind.

Die Geschichte des Keuschheitsgürtels ist in der Tat mit vielen Mythen und Missverständnissen behaftet. Obwohl sie oft mit der mittelalterlichen Ära in Verbindung gebracht werden, sind viele der Geschichten über ihre Verwendung während dieser Zeit wahrscheinlich übertrieben oder falsch. Historisch gesehen gibt es wenige verlässliche Beweise für die weit verbreitete Verwendung von Keuschheitsgürteln in der mittelalterlichen Gesellschaft.

In der modernen Zeit ist der Keuschheitsgürtel in BDSM-Praktiken verbreitet. In diesem Kontext wird der Keuschheitsgürtel häufig als Mittel zur erotischen Zurückhaltung oder Kontrolle verwendet. Hierbei handelt es sich in der Regel um einvernehmliche Szenarien, in denen der dominante Partner (oder “Schlüsselhalter”) die Kontrolle über die sexuelle Befriedigung des devoten Partners (oder “Bottom”) hat.

Wie Sie erwähnt haben, können moderne Keuschheitsgürtel aus verschiedenen Materialien bestehen, darunter Metall, Leder, Plexiglas oder Glasfasermaterial. Es ist wichtig, dass der Gürtel sicher und bequem ist und keine Verletzungen oder langfristige gesundheitliche Probleme verursacht. Daher ist es wichtig, dass ein Keuschheitsgürtel gut sitzt und dass er regelmäßig entfernt wird, um die Körperhygiene zu gewährleisten.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, ist, dass die Verwendung eines Keuschheitsgürtels immer auf einvernehmlicher Basis geschehen sollte. Es sollte niemals als Mittel zur erzwungenen Kontrolle oder Missbrauch eingesetzt werden. Wie bei allen BDSM-Praktiken sollten die Beteiligten immer über das Szenario und ihre Zustimmung dazu sprechen und sie sollten ein sicheres Wort oder eine Methode haben, um die Aktivität jederzeit zu stoppen.

Letztendlich ist die Verwendung eines Keuschheitsgürtels, wie alle BDSM-Praktiken, eine persönliche Entscheidung und sollte immer auf der Grundlage von Zustimmung, Vertrauen und Sicherheit erfolgen.

Die Keuschhaltung ist tatsächlich eine Sexualpraktik im BDSM, bei der der Bottom, der unterwürfige Partner, von der Möglichkeit eines Orgasmus’ über einen längeren Zeitraum hinweg ausgeschlossen wird. Der dominante Partner, der “Schlüsselhalter”, hat volle Kontrolle über den Schlüssel und damit über die sexuelle Freiheit des unterwürfigen Partners.

Diese Form der Orgasmuskontrolle wird oft als Machtspiel und als Teil der Unterwerfung genutzt. Es erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und Kommunikation zwischen den Partnern und sollte immer auf konsensualer Basis geschehen. Darüber hinaus wird diese Praxis manchmal zur Förderung der sexuellen Erregung genutzt, indem der Bottom starken sexuellen Reizen ausgesetzt wird, aber die Erlösung eines Orgasmus verweigert wird.

Wie Sie jedoch richtig bemerkt haben, erfordert die Keuschhaltung auch die Beachtung einiger gesundheitlicher Aspekte. Es ist wichtig, den Keuschheitsgürtel regelmäßig zu entfernen, um eine angemessene Hygiene zu ermöglichen und gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Besonders bei Männern, die Keuschheitsgürtel tragen, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen, wenn eine Erektion schmerzhaft unterdrückt wird oder die Ejakulation über längere Zeiträume hinweg verhindert wird. Daher sollte immer ein medizinisches Fachpersonal konsultiert werden, bevor man sich für längere Zeiträume der Keuschhaltung entscheidet.

Es ist auch wichtig zu bedenken, dass die Keuschhaltung und BDSM im Allgemeinen Praktiken sind, die auf gegenseitigem Einverständnis, Vertrauen und Respekt basieren sollten. Jeder Mensch hat das Recht, seine eigenen Grenzen zu setzen und zu bestimmen, was für ihn angenehm und akzeptabel ist. Es ist nie akzeptabel, jemanden zur Teilnahme an einer Praxis zu zwingen, mit der er sich nicht wohl fühlt. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Beteiligten sollten immer oberste Priorität haben.

“Kaviar”, oft abgekürzt als KV, ist ein gebräuchlicher Begriff innerhalb der BDSM- und Schwulenszene, der auf sexuelle Aktivitäten mit Exkrementen verweist. Weitere Namen hierfür sind “Scat” oder “Koprophilie”.

Die Faszination für “Kaviar” beinhaltet nicht unbedingt das Schlucken oder orale Aufnehmen von Exkrementen. Für viele Anhänger dieser Vorliebe ist es ausreichend und befriedigend, dem Ausscheidungsprozess des Partners beizuwohnen, möglicherweise begleitet von sexuellen Handlungen. Einige finden Befriedigung darin, mit ihren eigenen oder den Exkrementen des Partners zu spielen, sie zu berühren und sie auf ihren eigenen oder den Körper des Partners zu verteilen. Innerhalb einiger Teile der BDSM-Community wird die Aufnahme von Exkrementen durch den unterwürfigen Partner als Akt höchster Hingabe und als Beweis für aufrichtige Unterwerfung betrachtet. Umgekehrt kann das Geben von “Kaviar” durch den dominanten Partner als äußerst intimer Akt gesehen werden, der starke Verbundenheit und tiefes Vertrauen zum Partner zum Ausdruck bringt.

Diese Art von “Kaviar”-Aktivitäten wird manchmal als Ausbildung zum “Toilettensklaven” oder zur “Toilettensklavin” bezeichnet und kann in mehreren Stufen durchgeführt werden, wobei das regelmäßige Schlucken größerer oder kleinerer Mengen das endgültige Ziel sein kann. Die Bereitstellung von “Kaviar” kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Einige dominante Partner bevorzugen es, den unterwürfigen Partner ihren “Kaviar” auf einem Teller zu präsentieren, anstatt ihn direkt am Ausscheidungsprozess teilhaben zu lassen. Eine gängige Methode ist es auch, den unterwürfigen Partner durch das Reinigen des Afters nach dem Toilettengang an den Geschmack und Geruch des “Kaviars” zu gewöhnen.

Später kann der dominante Partner während der Verwöhnung durch Anilingus (also das Lecken des Afters) seinen Schließmuskel entspannen und den “Kaviar” direkt in den Mund des unterwürfigen Partners ausscheiden. Eine extreme Variante der “Kaviar”-Erziehung besteht darin, den unterwürfigen Partner vollständig zur “Human toilet”, also zur menschlichen Toilette, zu erziehen. Hierfür werden häufig speziell angefertigte Möbelstücke (Toilettenstuhl) verwendet, auf denen der dominante Partner auf einem einem WC-Sitz ähnelnden Stuhl thront, während der andere Partner mit dem Kopf unter seinem Gesäß liegt und auf den Empfang der Exkremente wartet.

“Kaviar” wird generell in der BDSM- und Schwulenszene als umstrittene Praktik betrachtet. Abgesehen vom persönlichen Ekel, den “Kaviar”-Spiele für Außenstehende schwer nachvollziehbar machen können, überschreitet das Geben oder Empfangen von “Kaviar” oder das spielerische Einbeziehen des Ausscheidungsprozesses in sexuelle Handlungen deutlich die allgemeinen Normen unserer westlichen Erziehung. Vielleicht ist es gerade das Verlangen, Tabus zu brechen, das “Kaviar”-Anhänger besonders anzieht. Aufgrund der hohen Konzentration von Bakterien, Pilzen und Viren im Kot, wird das Essen und Schlucken von Kot generell als potenziell gesundheitsschädlich betrachtet. Insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten dringend davon absehen, ihn oral aufzunehmen. Es ist auch wichtig, dass der “Kaviar”-Spender gesund ist, da Krankheiten wie Hepatitis-C durch das Schlucken übertragen werden können.

Klammern dienen im BDSM sowohl zur Bestrafung als auch zur Luststeigerung und werden an empfindlichen Körperteilen wie Brustwarzen, Schamlippen oder Hoden angebracht, um Druck oder Zug zu stimulieren.

Die einfachste Form von Klammern sind Wäscheklammern, die schnell verfügbar sind und überall eingesetzt werden können. Oftmals sind sie der Einstieg für Menschen, die bisher wenig Berührungspunkte mit BDSM hatten. Durch den Einsatz von Wäscheklammern wird einerseits die Lust gesteigert und Neues ausprobiert, andererseits verleiht es dem Sex eine gewisse “Versautheit”. Dadurch kann das Verlangen nach “schmutzigem” Sex entstehen und das Interesse an BDSM geweckt werden.

Speziell für die BDSM-Szene angefertigte Klammern haben in der Regel einen Gummiüberzug, um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden. Dennoch unterscheiden sie sich in Form, Aussehen und Funktionsweise.

  1. Die Krokodilklammer: Sie besteht aus zwei länglichen Metallplatten, die durch einen Federmechanismus verbunden sind. Oft kann der minimale Abstand durch eine Stellschraube reguliert werden. Die Klammern sind mit Metallzähnen ausgestattet, um einen besseren Halt zu gewährleisten. Die Zähne sind in der Regel mit Gummi überzogen, können aber auch abgenommen werden, um beispielsweise eine schmerzhafte Bestrafung oder eine unlösbare Fixierung zu ermöglichen.

  2. Die Schmetterlingsklammer: Ursprünglich aus Japan stammend, ist diese Variante auch als Clover-Clamps bekannt. Beim Ziehen an ihnen oder durch das Anbringen von Gewichten erhöht sich der Druck der Klammern. Dies verhindert ein Verrutschen der Klammern durch Zug. Schmetterlingsklammern bestehen aus zwei größeren Metallplatten, die von einer Feder zusammengehalten werden. Die Auflageflächen auf der Haut sind mit Gummi oder anderen Materialien überzogen, um Verletzungen zu verhindern. Durch ihre Größe können sie problemlos an Hautfalten angebracht werden und entwickeln eine starke Haltekraft, was das Aufhängen des Bottoms mit mehreren Klammern ermöglicht.

  3. Die Pinzettenklammer: Diese Klammern bestehen aus zwei langen gebogenen Metallstäben, deren Enden mit Gummi überzogen sind. Sie ermöglichen eine effiziente Fixierung an entsprechenden Körperteilen. Mit einem Ring, der die beiden Metallstäbe umschließt, kann der ausgeübte Druck kontrolliert werden.

  4. Brust- und Hodenzwingen: Diese abgewandelte Form von Klammern besteht in der Regel aus zwei länglichen Holzteilen, die mithilfe von Schrauben oder Flügelmuttern eingestellt werden können. Körperteile werden zwischen den Holzteilen gequetscht. Durch die Konstruktion können schnell große Kräfte ausgeübt werden, weshalb Vorsicht geboten ist.

  5. Chirurgische Zangen: Freunde des weißen BDSM verwenden gerne chirurgische Zangen. Diese können an Hautfalten angebracht und in der gewünschten Position arretiert werden. Günstige Einweg-Plastikvarianten sind erhältlich.

  6. Mausefalle: Mausefallen können ebenfalls für BDSM-Spielchen zweckentfremdet werden. Sie müssen jedoch behutsam angebracht und geschlossen werden, um Verletzungen zu vermeiden.

Klammern werden oft mit Ketten verbunden und mit Gewichten kombiniert. Nippelklemmen, verbunden mit Ketten, sind besonders bei weiblichen Subs beliebt. Sie werden häufig mit Klammern an den Schamlippen verbunden, sodass jede Bewegung des Subs zieht und kneift. Neben dem Schmerz bieten Klammern auch eine visuelle Stimulation und eine gewisse Immobilisierung.

Klammern finden nicht nur an den oben genannten Stellen Verwendung, sondern auch an der Klitoris und dem Penis. Es gibt sogar spezielle Plugs und Analhaken, an denen Klammern befestigt werden können. Dadurch wird jede Bewegung des Bottoms noch unangenehmer.

Bestimmte Arten der Klammerplatzierung haben eigene Namen erhalten. Zum Beispiel gibt es den “Tittensteg”, bei dem zwei Holzwäscheklammern an den Enden an der Brust befestigt werden.

Beim Entfernen der Klammern wird dies in der Regel von Hand durchgeführt. Es ist jedoch auch möglich, Peitschen oder Gerten einzusetzen. Hierbei sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Risiken und Nebenwirkungen von Klammern

Der Einsatz von Klammern führt dazu, dass die betroffenen Bereiche teilweise von der Blutzufuhr abgeschnitten werden, wodurch es insbesondere bei weiblichen Nippeln oder Drüsengewebe und männlichen Hoden zu Gewebeschäden kommen kann. Schmerzhafte Entzündungen können ebenfalls auftreten.

Die angebrachten Gummiüberzüge an den Klammern sollten nicht entfernt werden, da sie den Schutz von Haut und Gewebe gewährleisten.

Beim Anbringen der Klammern besteht die Gefahr, dass Nerven eingeklemmt werden, was zu starken Schmerzen führt und unbedingt vermieden werden sollte. Daher ist es wichtig, dass der Top auf den Bottom hört, insbesondere wenn er über derartige Schmerzen spricht (sofern er überhaupt noch sprechen kann).

Die Laktation, das Stillen oder die Produktion von Muttermilch, ist ein natürlicher Prozess, der normalerweise nach der Geburt eines Kindes auftritt. Wie Sie jedoch erwähnt haben, wird in bestimmten Kreisen, insbesondere innerhalb der BDSM-Gemeinschaft, das erotische Stillen oder die “erotische Laktation” praktiziert. Dabei handelt es sich um eine Praktik, bei der eine Person (normalerweise eine Frau) eine andere Person stillt, die kein Säugling ist.

Dies kann sich auf unterschiedliche Arten und in verschiedenen Kontexten manifestieren. Zum Beispiel kann es in einer “Adult Nursing Relationship” (ANR) geschehen, bei der das Stillen zur Intimverstärkung und Pflege von Bindungen zwischen zwei erwachsenen Partnern verwendet wird. Es kann auch in Form von Ageplay vorkommen, wo eine Person in einer Erwachsenen-Kind-Beziehung das “Kind” stillt.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass erotische Laktation, wie alle BDSM-Aktivitäten, auf gegenseitigem Einverständnis und klar definierten Grenzen beruhen sollte. Sowohl der Stillende als auch der Empfänger sollten sich bewusst sein, was die Praktik beinhaltet und ob sie sich dabei wohlfühlen.

Zu beachten ist auch, dass Laktation einen signifikanten Einfluss auf den Körper der stillenden Person haben kann und medizinische Überlegungen berücksichtigt werden sollten, insbesondere wenn die Laktation durch Medikamente oder andere Methoden künstlich induziert wird. Sicherheit und Gesundheit sollten immer oberste Priorität haben.

Darüber hinafterotische Laktation ist nicht für jeden und sollte niemals erzwungen werden. Es kann als kink von einigen genossen werden, kann aber für andere unangenehm oder unattraktiv sein. Wie bei allen sexuellen Praktiken gilt: Kommunikation, Einverständnis und Respekt für die Grenzen und Wünsche des Partners sind von zentraler Bedeutung.

Obwohl Liebeskugeln nicht unmittelbar mit BDSM-Spielzeug in Verbindung gebracht werden, finden sie dennoch oft Anwendung, um den unterwürfigen Partner (Bottom) zu reizen. In diesen Fällen werden meistens Stahlkugeln als Liebeskugeln eingesetzt, die entweder vaginal oder anal platziert werden. Anschließend gehen der dominante Partner (Top) und der Bottom gemeinsam in die Öffentlichkeit. Bei jedem Schritt kann der Bottom die Kugeln in sich spüren, wie sie sich bewegen und gegeneinander reiben, was zu sexueller Stimulation führt. Um Unbehagen oder peinliche Momente zu vermeiden, muss sich der Bottom stark beherrschen, um keine ungewöhnliche Reaktionen zu zeigen. Der Top hingegen findet Gefallen am verborgenen Unbehagen des Bottoms und der daraus resultierenden Spannung.

Liebeskugeln

Die Ursprünge der Liebeskugeln liegen in Japan, wo sie vor über 3000 Jahren von Frauen verwendet wurden, um nach der Geburt schnell wieder sexuell anziehend für Männer zu werden. Diese Lustobjekte wurden damals aus Jade oder Edelsteinen gefertigt. Im 18. Jahrhundert gelangten sie nach Europa, vor allem nach Frankreich. Sie sind auch in Afrika bekannt, wo jedoch Nüsse als Kugeln benutzt wurden.

Liebeskugeln sind in verschiedenen Größen und Gewichten erhältlich. Für Anfänger ist es ratsam, mit kleineren oder durchschnittlichen Liebeskugeln zu beginnen. Die Kugeln haben im Durchschnitt einen Durchmesser von 4 cm und ein Gewicht von etwa 55 g.

Mit Hilfe von Liebeskugeln können Frauen ihre Beckenbodenmuskulatur trainieren, was zu intensiveren Empfindungen beim Sex führt. Sie können auch zur Vorbeugung von Inkontinenz verwendet werden. Schon durch das Tragen der Liebeskugeln für jeweils 15 Minuten zweimal täglich, kann man erste Erfolge spüren. Mit der Zeit kann die Tragedauer schrittweise erhöht werden, um den Trainingseffekt zu verstärken. Das Training kann so intensiv gestaltet werden, dass eine Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur bis in die Vagina reicht und sogar vom Partner während des Geschlechtsverkehrs wahrgenommen werden kann. Einige Frauen haben ihre Muskulatur so stark trainiert, dass sie allein durch Muskelkontraktionen einen Mann zum Orgasmus bringen können. Darüber hinaus fühlt sich ihre Öffnung enger an, was zu mehr Lust durch Reibung führt.

Es gibt auch einige wichtige Verhaltensregeln zu beachten. Da das Training mit Liebeskugeln die Muskulatur beansprucht, besteht die Gefahr von Muskelkater oder sogar schwereren Muskelverletzungen, genau wie bei jeder anderen Form von Training. Besonders wenn Liebeskugeln eingesetzt werden, um einen Bottom zu reizen, sollte die Tragedauer schrittweise erhöht werden. Außerdem ist es wichtig, die Liebeskugeln vor und nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen.

Der Lecksklave dient als erotisches Hilfsmittel in der Femdom-Dynamik und wird ausschließlich für die orale Lustbefriedigung der Domina eingesetzt. Es gibt zwei Arten von Lecksklaven: körperbezogene und objektbezogene.

Objektbezogene Lecksklaven dienen vorrangig der Reinigung der Schuhe oder High Heels der Domina mit ihrer Zunge. Welche Objekte der Lecksklave reinigen muss, wird von der Domina bestimmt und kann eine breite Palette an Möglichkeiten umfassen. Die extremste Form ist wohl der Toilettensklave, der in Kombination mit dem Lecksklaven die Toilettenbrille nach dem Toilettengang der Domina von sämtlichen Spuren von Urin oder Stuhl reinigen muss.

Auf der anderen Seite gibt es die körperbezogenen Lecksklaven, die zur oralen sexuellen Befriedigung der Domina herangezogen werden. In der Anfangsphase der Beziehung zwischen der Domina und dem unterwürfigen Partner (Bottom), kümmert sich der Lecksklave in der Regel um die Füße der Domina. Hierbei gibt es eine starke Verbindung zum Fußfetischismus. Der Bottom muss zunächst die Fußsohlen oder Zehen der Domina mit der Zunge reinigen. Es gibt dabei weitere Unterscheidungen, die jedoch in den meisten Fällen von den spezifischen Vorlieben und Abneigungen der Beteiligten abhängig sind.

Der Luftballonfetisch (auf Englisch “Looner” genannt) beschreibt eine besondere Vorliebe für Luftballons. Dabei unterscheiden sich die Vorlieben in erster Linie in “Popper” und “Non-Popper”.

Non-Popper schätzen ihren Luftballon und wollen ihn pflegen und beschützen. Sie genießen das Gefühl der gespannten Ballonoberfläche auf ihrer Haut. Einige Luftballonfetischisten führen quasi eine Art Beziehung mit ihrem Ballon, sie baden mit ihm und schlafen mit ihm im Bett.

Popper hingegen lieben es, Ballons platzen zu lassen oder zuzusehen, wie andere dies tun. Für diese Loonys ist es ein besonders glücklicher Moment, wenn der Ballon platzt. Es gibt verschiedene Arten, wie Popper ihren Ballon platzen lassen wollen.

Nailpop

Beim Nailpop werden Luftballons mit Fingernägeln so lange malträtiert, bis sie letztlich platzen. Entweder der Luftballonfetischist tut dies selbst oder sieht gerne zu, wie andere den Ballon mit Nägeln zum Platzen bringen. Variationen dieses Luftballonfetischs umfassen das Platzenlassen durch Zigaretten, Nadeln oder Ähnliches.

Blow-to-Pop

Blow-to-Pop bedeutet, einen Luftballon so lange aufzublasen, bis dieser platzt. Auch hier gibt es Unterschiede zwischen denjenigen, die das Aufblasen selbst vornehmen, und denjenigen, die lieber zuschauen.

Ride-to-Pop

Beim Ride-to-Pop geht es darum, auf einem aufgeblasenen Luftballon zu “reiten”, bis dieser platzt. Hierbei muss das “Reiten” nicht zwangsläufig tatsächliches Reiten sein, es kann auch schon ausreichen, den Luftballon mit nackten Füßen oder High Heels zu zertreten. Eine Vermischung mit dem Fußfetisch liegt nahe.

Alle Arten von Luftballonfetischisten nutzen bei ihren Vorlieben verschiedene Arten von Ballons. Manche bevorzugen ganz normale Luftballons, andere nutzen lieber besonders große, bestimmte Farben oder bestimmte Materialien. Manche Loonys bevorzugen aufgeblasene Gummihandschuhe, Kondome oder andere aufblasbare Gegenstände. Der Luftballonfetisch zeigt sich also in einer Vielzahl von Formen und Ausprägungen.

Lack ist tatsächlich ein wichtiger Bestandteil der sogenannten “LLL”-Szene, die sich auf Lack, Leder und Latex spezialisiert hat. Ursprünglich war Leder das Symbol der BDSM-Szene, doch mit der Zeit haben sowohl Latex als auch Lack immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Lackoutfits sind mittlerweile sehr beliebt, insbesondere wegen ihres unverwechselbaren Glanzes und dem intensiven Gefühl, das sie sowohl beim Träger als auch beim Betrachter hervorrufen. Wer solche Kleidung trägt, wird sofort mit der bizarren Erotikwelt des BDSM in Verbindung gebracht. Daher scheuen sich viele Menschen davor, ihre privaten Outfits in der Öffentlichkeit zu tragen, um nicht sofort stigmatisiert zu werden. Allerdings gibt es immer mehr Szenetreffs, in denen solche Outfits üblich sind. Darüber hinaus versuchen namhafte Modedesigner immer wieder, mit gewagten Outfits die Akzeptanz von Lackmode zu erhöhen.

Durch seine auffälligen Merkmale assoziiert man Lack mit Verruchtheit und einer frechen, versauten Ausstrahlung, die sofort mit Dominanz und Unterwerfung in Verbindung gebracht wird. Insbesondere bei einer weiblichen Domina (Femdom) kann Lack, zusammen mit der richtigen Auswahl an Accessoires, eine sehr dominante und strenge Ausstrahlung erzeugen. Die Auswahl an Lackprodukten ist nahezu unbegrenzt und reicht von Overknee-Stiefeln über Röcke, Tops, Unterwäsche, Halsbänder bis hin zu Masken. Inzwischen ist auch die Anzahl der Anbieter enorm, insbesondere im Internet.

Es ist auch erwähnenswert, dass Lack insbesondere bei Fußfetischisten sehr beliebt ist, insbesondere in Form von Stiefeln. Für viele Menschen in dieser Nische sind Lackstiefel das Nonplusultra und lösen wahre Begeisterungsstürme aus. Sie bieten dem dominanten Partner auch die Möglichkeit, den devoten Partner sogar das letzte Staubkorn ablecken zu lassen. Auf der glänzenden Oberfläche sieht man jedes Staubkorn und nichts bleibt verborgen, sodass der devoten Person nicht die Möglichkeit bleibt, etwas zu verbergen oder zu schummeln.

Latex, das aus dem weißen Saft der Kautschukpflanze gewonnen wird, ist in der Tat ein beliebtes Material in der BDSM-Szene, insbesondere wegen seiner einzigartigen Eigenschaften und seinem speziellen Aussehen.

Wie Sie schon sagten, wird Latex oft für Kleidung verwendet. Es wird direkt auf der Haut getragen und passt sich perfekt an die Körperkonturen des Trägers an, fast wie eine zweite Haut. Dies betont insbesondere bei Frauen die weiblichen Formen und verleiht ihnen ein sexy und verführerisches Aussehen. Daher tragen Femdoms (weibliche Dominas) oft Latex-Outfits, insbesondere solche mit Reißverschlüssen an strategischen Stellen, was als besonders frech und verführerisch angesehen wird.

Ein weiterer Bereich, in dem Latex verwendet wird, ist der sogenannte Bodybag oder Latexsack. Das ist ein Sack, in den der passive Spielpartner nahezu vollständig eingehüllt wird, so dass seine Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist. Dieses Spiel ist eine spezielle Form des Bondage und kann mit dem Latex-Fetisch kombiniert werden.

Bodybags können mit verschiedenen Funktionen und Ausstattungen kommen, wie zum Beispiel integrierte Armmanschetten, Knebel, Masken oder sogar Atemkontrollvorrichtungen. Das Gefühl, in einen solchen Sack eingewickelt zu sein, kann als sehr intensiv und sensorisch einnehmend empfunden werden, was es zu einer beliebten Praxis für viele in der BDSM-Szene macht. Allerdings muss hier betont werden, dass solche Praktiken immer auf gegenseitigem Einverständnis und Vertrauen beruhen und sicher durchgeführt werden sollten.

Obwohl Liebeskugeln nicht unbedingt als Spielzeug aus dem BDSM-Bereich bekannt sind, werden sie gelegentlich verwendet, um den Bottom zu ärgern. Dabei werden oft Stahlkugeln als Liebeskugeln verwendet und entweder anal oder vaginal eingeführt. Gemeinsam mit dem Bottom begibt sich der Top dann in die Öffentlichkeit. Bei jedem Schritt spürt der Bottom die Kugeln in sich, wie sie sich bewegen, gegeneinander stoßen und sexuelle Stimulation bieten. Um nicht aufzufallen und peinliche Momente zu vermeiden, muss sich der Sub stark zusammenreißen, um nicht die Kontrolle zu verlieren. Der Top genießt das Leiden des Bottoms und erfreut sich an dessen Gratwanderung.

Ursprung der Liebeskugeln

Die Ursprünge der Liebeskugeln reichen bis ins alte Japan zurück, wo japanische Frauen sie bereits vor über 3.000 Jahren trugen. Die Kugeln wurden verwendet, um nach der Geburt schnell wieder sexuell attraktiv für ihre Partner zu sein. Damals wurden die Lustkugeln aus Jade oder Edelsteinen hergestellt. Im 18. Jahrhundert gelangten die sinnlichen Kugeln nach Europa, genauer gesagt nach Frankreich. Auch in Afrika sind ähnliche Kugeln bekannt, jedoch wurden dort Nüsse als Ersatz verwendet.

Verwendung von Liebeskugeln

Liebeskugeln sind in verschiedenen Größen und Gewichten erhältlich. Es wird empfohlen, mit kleinen oder durchschnittlichen Kugeln zu beginnen. Durchschnittlich haben die Kugeln einen Durchmesser von 4 cm und wiegen etwa 55 g.

Frauen können mit Liebeskugeln ihre Beckenbodenmuskulatur trainieren, was zu intensiveren Empfindungen während des Geschlechtsverkehrs führen kann. Sie können auch zur Vorbeugung von Inkontinenz eingesetzt werden. Schon das Tragen der Liebeskugeln zweimal täglich für jeweils 15 Minuten kann anfangs spürbare Erfolge bringen. Im Laufe der Zeit kann die Tragezeit allmählich gesteigert werden, um den Trainingseffekt zu erhöhen. Das Training kann so weit fortgeschritten werden, dass die Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur bis in die Vagina reicht und selbst für den eingedrungenen Partner spürbar ist. Einige Frauen haben ihre Muskulatur so gut trainiert, dass sie allein durch die Kontraktion ihrer Muskeln einen Mann zum Orgasmus bringen können. Darüber hinaus fühlt sich ihre Öffnung enger an und erzeugt so eine intensivere erregende Reibung.

Wichtige Hinweise und Verhaltensregeln

Beim Training mit Liebeskugeln gelten ähnliche Regeln wie beim Muskelaufbau, und es besteht auch hier die Gefahr von Muskelkater oder schwereren Muskelverletzungen. Besonders beim Einsatz zur Quälerei des Bottoms sollte auf die Tragezeit geachtet und sich allmählich an längere Zeiten herangetastet werden. Darüber hinaus sollten die Liebeskugeln vor und nach jeder Benutzung gründlich gereinigt werden.

Es existieren diverse Praktiken der sogenannten Melkspiele, wobei sie alle die Gemeinsamkeit haben, dass eine dominante Person das Ziel verfolgt, eine Flüssigkeit aus dem devoten Partner herauszuholen. In der Regel steht dabei nicht die sexuelle Befriedigung im Mittelpunkt, sondern eher der Fokus auf die maximale Entnahme von Körperflüssigkeit.

Die simpelste Ausführung ist die manuelle Technik. Oftmals ist es die Femdom, die ihrem männlichen Bottom solange manuelle Stimulation bietet, bis dieser zum Orgasmus kommt. Dieser Prozess wird kontinuierlich wiederholt, bis der Bottom keine Ejakulation mehr hat. Dies kann zu erheblichen Beschwerden am männlichen Geschlechtsteil führen. Um leichte Verletzungen zu verhindern, wird häufig Gleitmittel verwendet. Allerdings verzichten manche Femdoms grundsätzlich darauf, da durch das Gleitmittel die sexuelle Komponente wieder stärker in den Vordergrund rückt, was sie tatsächlich vermeiden möchten.

Melkspiele im BDSM

Männliche Tops versuchen oft, Milch aus den Brüsten ihrer weiblichen Bottoms zu entnehmen. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, ist die weibliche Brust nicht nur nach einer Schwangerschaft in der Lage, Milch zu produzieren. Durch eine gezielte Laktation kann der Milchfluss auch ohne eine vorangegangene Schwangerschaft initiiert werden.

Prostata-Melkspiele Einige Tops möchten dem Bottom nicht die Möglichkeit geben, sexuelle Befriedigung zu empfinden. Deshalb sind die Melkspiele oft verbunden mit einer Keuschhaltung durch einen Keuschheitsgürtel. Um den Bottom dennoch zu melken, wird dieser durch eine zielgerichtete Prostatamassage zur Ejakulation gebracht. Durch die Stimulation der Prostata mit einem oder zwei Fingern wird die Samenflüssigkeit abgesondert. Eine sexuelle Erregung tritt hierbei nicht ein.

Eine Intensivierung dieser Methode ist durch den Einsatz von speziellen Prostata-Massage-Spielzeugen möglich. Diese sind besonders gestaltet und lassen sich einfach in den Anus einführen. Ihre Form und bei einigen eine integrierte Vibration ermöglichen eine besonders effektive Stimulation des Bottoms.

Hu-Cow Melkspiele In dieser Art der Melkspiele ist das Melken ganz wörtlich gemeint. Begonnen hat es mit der zweckentfremdeten Nutzung einer Kuh-Melkmaschine. Die Saugkolben, die für die Euter der Kuh geeignet sind, passen für die meisten männlichen Geschlechtsteile. Durch den leichten Unterdruck in der Melkmaschine wird das Glied angesogen und durch kurze Druckänderungen stimuliert.

Mittlerweile gibt es spezielle Melkmaschinen für den BDSM-Markt, sowohl für das männliche Geschlechtsteil, als auch für die weibliche Brust. Ihre Funktionsweise ist im Wesentlichen die gleiche wie bei den Melkmaschinen für Kühe, nur das Design und die Form sind leicht modifiziert. Diese Art von Melkspielen wird als Hu-Cow bezeichnet.

Risiken und Nebenwirkungen von Melkspielen Durch ständige Reibung können das männliche Geschlechtsteil und auch die weibliche Brust Schürfwunden erleiden. Hier kann oftmals der Einsatz von Gleitmittel Abhilfe schaffen.

Wir empfehlen bei der Prostatamassage den Einsatz von Gummihandschuhen, um die Hygiene zu gewährleisten und eine Übertragung von Keimen aus dem Darm direkt auf die Haut zu verhindern.

Die sexuelle Praktik des Mammalverkehrs (Coitus intermammarius), auch als Busen-Sex oder Tittenfick bekannt, wird umgangssprachlich auch als “Spanischer Sex” oder “Spanische Krawatte” bezeichnet. Bei dieser Technik wird der erigierte Penis des Mannes zwischen den Brüsten der Partnerin gerieben. Einige Frauen können während des Mammalverkehrs auch die Spitze des männlichen Glieds oral stimulieren. Wenn der Mann dabei zum Höhepunkt kommt, kann er sein Ejakulat auf den Brüsten der Frau verteilen oder ihr auch ins Gesicht oder in den Mund ejakulieren.

Mammalverkehr

Diese Praktik ist auch zwischen Frauen möglich. Dabei reibt eine Frau ihre Brüste über die Klitoris der anderen Frau. Besonders erigierte Brustwarzen können hier eine besonders intensive Stimulation hervorrufen. Durch natürliche Feuchtigkeit kann diese Variante des Busen-Sex zu einer besonders rutschigen und gleichzeitig intensiven Erfahrung werden. Allerdings zählt diese Form des Mammalverkehrs nicht zu den BDSM-Praktiken, sondern eher zu Vanilla-Sex.

Im BDSM wird diese Technik von männlichen Tops verwendet, um der Sub nochmals ihre Position zu verdeutlichen. Dabei kann es etwas härter zugehen, wobei die Brüste fest zusammengedrückt werden und die Sub das Glied ihres Dominanten oral befriedigen muss. Es ist auch möglich, die Brüste mit einem breiten Gürtel oder Ähnlichem so zusammenzuschnüren, dass sie ausreichend Platz für das männliche Glied bieten und trotzdem ausreichende Reibung und Stimulation erzeugen. Üblicherweise ejakuliert der Dominante in das Gesicht der Sub, um seine Macht zu demonstrieren und seine Dominanz auszuleben, oft kombiniert mit Dirty Talk.

Solange das Sperma des Mannes nicht in Augen, Nase oder Mund gelangt, gilt diese Sexualpraktik als unbedenklich. Erst wenn das Sperma in Körperöffnungen eindringt, besteht ein Infektionsrisiko mit bekannten Geschlechtskrankheiten. Ein Kondom bietet auch hier Schutz.

Mysophilie (aus dem Griechischen mýsos = ekelhaft) bezeichnet die sexuelle Vorliebe für starke Gerüche, die von anderen Menschen oft als unangenehm empfunden werden. Im Gegensatz zur Olfaktophilie, die eine allgemeine Vorliebe für Gerüche bezeichnet, konzentriert sich die Mysophilie mehr auf Körperausdünstungen oder den Geruch von menschlichen Sekreten.

Menschen mit Mysophilie können beispielsweise durch das Schnüffeln an einer verschwitzten Achsel oder an länger nicht gewaschenen Genitalien erregt werden. Das reine Einatmen dieser Gerüche kann bei Personen mit Mysophilie zu starker sexueller Erregung bis hin zum Orgasmus führen. Ein moderner Ausdruck der Mysophilie in der Konsumgüterindustrie ist der Verkauf getragener Socken oder Unterwäsche, meist angeboten von Privatpersonen im Internet. Es gibt das hartnäckige Gerücht, dass es in Japan Automaten für getragene Höschen gab, um die Mysophilie zu befriedigen, aber es ist unklar, ob dies nicht letztendlich eine urbane Legende ist.

Oft ist die Mysophilie mit der Koprophilie (der sexuellen Vorliebe für Fäkalien) verbunden, was bedeutet, dass ein sexueller Reiz bevorzugt wird, der gesellschaftlich stark tabuisiert oder sogar abgelehnt wird. In dieser Form der Mysophilie kann beispielsweise das Riechen an einem unreinigten Anus nach dem Toilettengang oder sogar der Geruch einer öffentlichen Toilette sexuelle Erregung auslösen.

Wenn eine devot eingestellte Person eine Neigung zur Mysophilie hat, kann diese auch im Kontext von BDSM-Spielen ausgelebt werden. Dabei kann diese Vorliebe des passiven Partners genutzt werden, um Zwangssituationen zu erzeugen, wie das gezwungene Ablecken eines unsauberen Toilettensitzes. Im Kontext der Mysophilie können solche Aktionen als lustvoll empfunden werden, stellen aber auch ein Mittel zur Unterwerfung und Erniedrigung des Bottoms dar. Hier gibt es auch große Überschneidungen mit dem Konzept des Toilettensklaven.

Aus psychologischer Sicht wird die Mysophilie oft als stark behandlungsbedürftig betrachtet, was möglicherweise hauptsächlich auf ein allgemeines Unverständnis für diese gesellschaftlich wenig akzeptierte Präferenz zurückzuführen ist. Bei extrem ausgelebter Mysophilie spielen hygienische und gesundheitliche Aspekte eine Rolle (z.B. die Übertragung von Krankheiten), dennoch ist eine Therapie wohl nur dann angebracht, wenn beim Betroffenen ein tatsächlicher Leidensdruck besteht.

Die Mummifizierung (von Englisch “mummy” = Mumie) bezeichnet im BDSM-Kontext das straffe Einwickeln einer lebendigen Person in Materialien wie Klebeband, um eine Bewegungsunfähigkeit ähnlich einer Mumie zu erreichen. Weitere Materialien, die für die Mummifizierung verwendet werden können, sind herkömmliche Frischhaltefolie, Stoff, Mullbinden, Gummistreifen, Body Bags, Zwangsjacken oder sogar Gipsverbände.

Mummifizierung Das Ziel jeder Mummifizierung ist das Erreichen eines Zustands völliger Immobilisierung. Nachdem die Person fixiert wurde, kann sie entweder bewusst sensorischer Entbehrung ausgesetzt werden, die durch die Entfernung jeder Bewegungsfähigkeit nach kurzer Zeit eintritt, oder die Mummifizierung wird als Rahmen für nachfolgende Stimulationen verwendet, um diese zu intensivieren. Das Gefühl der absoluten Hilflosigkeit ist bei der Mummifizierung deutlich stärker als bei anderen Formen der Fixierung, was die Mummifizierung zu einem extremen Werkzeug mentaler Manipulation machen kann. Deshalb erfordert eine solche Session ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen.

Abgesehen von dieser Voraussetzung sollte man bei der Mummifizierung bedenken, dass es im Notfall eine Weile dauern kann, den Passiven von seiner Fesselung zu befreien. Daher sollten Herzprobleme, eingeschränktes Lungenvolumen, Klaustrophobie oder ein empfindliches Kreislaufsystem des Betroffenen gegen eine Mummifizierung sprechen. Aus Sicherheitsgründen sollte bei jeder Mummifizierung eine Schere (vorzugsweise eine Verbandsschere mit abgerundeter Spitze) und Wasser mit einem Strohhalm für den Gefesselten bereitstehen. Zur Intensivierung des Sinnesentzugs können Ohrstöpsel, Wattepads für die Augen und sensorische Hilfsmittel (wie Eis, Kerzenwachs oder eine Feder) eingesetzt werden. Der Passive darf während der Mummifizierung auf keinen Fall alleine gelassen werden. Ein vor der Mummifizierung vereinbartes akustisches Safeword ist ebenfalls ratsam, insbesondere wenn die Mummifizierung mit Klebeband über den Lippen vervollständigt wird.

Die Mummifizierung erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und sollte nur mit ausreichend Zeit durchgeführt werden (etwa 20 Minuten für den eigentlichen Prozess und mindestens weitere 10 Minuten zum Lösen der Mummifizierung). Es ist sinnvoll, die passive Person VOR Beginn der Mummifizierung noch einmal auf die Toilette zu schicken.

Eine aufwändige und entsprechend kostspielige, aber bequem zu realisierende Variante der Mummifizierung ist das sogenannte Vakuumbett aus Latex. Dies ist eine Art Ganzkörperschlafsack, aus dem mit einer Pumpe oder einem Staubsauger die Luft um den darin liegenden Körper abgesaugt wird, bis er völlig bewegungsunfähig ist. Die Berührungen, die während dieser Form der Mummifizierung erlebt werden, werden durch das Latex als besonders intensiv wahrgenommen.

Nacktputzen ist ein Aspekt des Nacktseins, bei dem – wie der Name schon sagt – nackt geputzt wird. Ursprünglich war das Nacktputzen hauptsächlich im BDSM-Kontext beheimatet. Anfang der 1990er Jahre gab es jedoch eine plötzliche Zunahme von Angeboten junger Frauen, die ihre Dienste als Nacktputzerinnen anboten. Dabei wurde immer betont, dass die Auftraggeber zwar zusehen, aber nichts berühren dürfen.

Die große Menge an Angeboten zog die Aufmerksamkeit der Pornoindustrie auf sich, die den Markt mit Filmen überschwemmte, in denen Frauen oder Männer beim nackten Putzen verführt wurden. In einigen Filmen wurden regelrechte Orgien inszeniert, die wenig mit der Realität zu tun hatten.

Nacktputzen im BDSM

Im BDSM wird das Nacktputzen auf verschiedene Weisen eingesetzt. Zunächst gibt es die Putzsklaven, die ihre Dienste an dominante Personen anbieten. Diese Sklaven finden ihre Erfüllung darin, nackt (oder leicht bekleidet) lästige Aufgaben für den dominanten Partner zu übernehmen. Oft erhoffen sie sich dadurch Anerkennung und Aufmerksamkeit. Durch die Nacktheit des Sklaven ist eine Bestrafung, z. B. mit einer Peitsche, besonders schnell und effektiv möglich.

In manchen Fällen wird das Nacktputzen als Strafe verwendet, um den devoten Partner zu erniedrigen. Für den dominanten Partner bietet sich so auch ein sinnlicher Anblick. Um die Erniedrigung zu steigern, setzen manche dominante Partner auch Gruppen ein, die den devoten Partner beim Putzen beobachten. Durch diese Art der Vorführung wird der devote Partner besonders stark erniedrigt, da er seine vermeintlich niedrigen Aufgaben unter den Augen vieler erfüllen muss. Auch hier gilt die Regel “Nur gucken, nicht anfassen!” – es sei denn, es wird etwas anderes vereinbart.

Bei einigen Personen ist es nicht die devote Neigung oder das Verlangen nach Erniedrigung, die sie zum Nacktputzen motiviert. Sie empfinden sexuelle Erregung dabei, nackt vor anderen zu putzen. Oft sind es Männer, die sich vor Damenrunden entkleiden und dann ihre Aufgabe beginnen.

Die Praxis der Nackthaltung, bei der der Top seinen Bottom als Akt der Demütigung nackt hält, ist eine häufig verwendete Methode im BDSM. Der Bottom wird in dieser Situation oft als Sklave und/oder Objekt der Begierde dargestellt.

Die Gründe für die Anwendung von Nackthaltung variieren. In vielen Fällen ist es der Wille des Tops, der dazu führt, dass der Bottom nackt bleibt. Dadurch verdeutlicht der Top seine Dominanz und Kontrolle. Außerdem sind die Geschlechtsteile des Bottoms auf diese Weise für verschiedene Formen des Spiels zugänglich, sei es für liebevolles Streicheln oder intensivere Behandlungen wie Peitschen, Floggen oder Spanking. Darüber hinaus ermöglicht die Nacktheit des Bottoms einen uneingeschränkten Zugang für andere sexuelle Aktivitäten.

Es kommt auch vor, dass der Bottom als menschliches Möbelstück genutzt wird. Insbesondere Femdoms wenden diese Praxis gerne an und verlangen von ihren Fußdienern, sich als Fußstütze zur Verfügung zu stellen. In der Regel fungieren die Fußdiener als Ablagefläche für die Füße, aber es kommt auch vor, dass die Fußfetischistin ihren Sklaven als Fußmatte oder Fußabstreifer einsetzt.

Nackthaltung

Häufig besteht eine Übereinkunft zwischen Top und Bottom, nach der der Bottom für maximale Nacktheit zu sorgen hat. In solch einer Vereinbarung kann auch festgelegt sein, welche Positionen, Spielzeuge oder Dienstleistungen der Bottom nackt zu erfüllen hat, wie zum Beispiel Nacktputzen.

Die Nackthaltung wird oft mit der Vorführung des Bottoms kombiniert. Einige Tops gehen sogar so weit, mit ihren Subs in der Öffentlichkeit spazieren zu gehen oder sie öffentliche Aufgaben erledigen zu lassen. Dies kann jedoch oft zu starken Reaktionen von Außenstehenden führen. Bei vorgeführten Sklaven sind jegliche Fehler und Strafen sofort sichtbar, was das Gefühl der Scham beim Bottom erhöht.

Manchmal ist es auch der “Wille” des Bottoms, der zur Nackthaltung führt. In solchen Fällen ist es für den Bottom wichtig, seinem Top vollkommen verfügbar zu sein. Er will seinem Top zeigen, wie viel er ihm bedeutet und was er bereit ist, für ihn zu tun.

Risiken und Nebenwirkungen der Nackthaltung

Im Allgemeinen sollte Nackthaltung nur dort durchgeführt werden, wo sie legal ist. In der Öffentlichkeit kann dies starke Reaktionen hervorrufen und zu rechtlichen Konsequenzen wie Anklagen wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses führen. In privaten Räumen oder Gebäuden sollte darauf geachtet werden, dass die Temperaturen für die Nackthaltung eines Bottoms geeignet sind.

Die Vorliebe für Nylon ist ein weit verbreiteter Fetisch, von dem viele, die ihn besitzen, möglicherweise nicht einmal wissen, dass sie ihn haben. Fast alle Männer reagieren auf lange, schlanke Frauenbeine in Nylons. Bei manchen Männern und auch bei vielen Frauen ist dieser Nylon-Fetisch stärker ausgeprägt als bei anderen. Die vielfältigen Modelle der feinen Strumpfhosen sind genauso divers wie die Ausprägungen des Nylon-Fetischs.

Nylon Fetisch

Der Nylon-Fetisch ist ein relativ neuer Fetisch. Erst im Jahr 1935 wurden die ersten Nylons in den USA verkauft, und das zu einem stolzen Preis von 250$. Trotz dieses hohen Preises waren sie ein Verkaufserfolg und der Triumphzug der Nylons begann. Frauen, die sich keine Strümpfe leisten konnten, färbten ihre Beine in Nylonfarben und zeichneten eine Naht auf die Rückseite ihrer Beine, um Nylons nachzuahmen. Ab 1955 konnten die Strümpfe nahtlos hergestellt werden, ein Fortschritt, den viele Nylon-Liebhaber bis heute bedauern. Heutzutage werden wieder Nylons mit dieser erotischen rückseitigen Naht hergestellt.

Für manche Männer und Frauen kann der bloße Anblick von in Nylon gehüllten Beinen sexuelle Erregung auslösen. Andere brauchen mehr – sie benötigen den Kontakt mit den in Nylon gekleideten Beinen oder anderen Körperteilen. Oft benötigen einer oder beide Partner Nylon während des Geschlechtsverkehrs, um zum Orgasmus zu gelangen. Manchmal sind es auch spezielle Praktiken, die mit Nylon in Verbindung stehen. So wird beispielsweise mancher Nylon-Fetischist erregt, wenn er oder sie sieht, wie Urin durch den Stoff fließt. Andere Männer können nur ejakulieren, wenn sie eine Frau in Nylons sehen und darauf masturbieren können, um dann auf das Nylon zu ejakulieren. Manche, oft Fans von “Vanilla”-Sex, nutzen Nylonstrumpfhosen zum Fesseln, um ihr Sexleben zu beleben. Insbesondere bei Frauen ist es das Gefühl von Nylons auf der Haut, das sie erregt, und die lüsternen Blicke der Männer, die sie damit auf sich ziehen. Selten ist der Nylon-Fetisch bei Frauen so stark ausgeprägt, dass sie eine Strumpfhose zum Masturbieren tragen. Häufig tun sie dies jedoch, weil es männliche Fetischisten umso mehr anmacht, wenn sie die Genitalien der Frau durch Nylons hindurch sehen können und zusehen dürfen, wie die Finger der Frau ihr Freude bereiten. Aus ähnlichen Gründen tragen einige Femdoms gerne Nylon-Tops, um eine fast nackte Optik zu erzeugen und den Sub weiter zu stimulieren und unter ihre Kontrolle zu bringen.

Der Nylon-Fetisch geht häufig mit einem Fußfetisch einher. Hierbei erregt den Sub sowohl der Anblick der bedeckten Beine und Füße als auch die Füße selbst. Der ultimative Höhepunkt für einen Nylon- und Fußfetischisten ist der Footjob mit Nylons.

Urophilie, auch als Natursekt-Fetisch bekannt, bezieht sich auf die sexuelle Anziehung zu Urin. Liebhaber dieses Fetischs sind oft vom Urin selbst, seinem Geruch oder der Handlung des Urinierens sexuell erregt. Einige Variationen umfassen die orale Aufnahme von Urin oder das Verlangen, vom Partner angepinkelt zu werden. Die Vorliebe für Natursekt ist oft eng verbunden mit Koprophilie, der sexuellen Anziehung zu (natürlichem) Kaviar, oder in BDSM-Beziehungen zwischen einem Dominanten und einem “Toilettensklaven”.

Diese Praktiken finden entweder einvernehmlich (im Sinne von RACK, Risk-Aware Consensual Kink) oder durch Zwang des dominanten Partners statt. In beiden Fällen geht es darum, dass der dominante Part seine Überlegenheit und Macht gegenüber dem devoten Part demonstriert und ausübt. Natursekt wird in diesen Beziehungen zu unterschiedlichen Zwecken verwendet, wie zur Demütigung, Bestrafung, Objektifizierung, Belohnung oder zur Kontrolle über die Ausscheidungen. Hauptsächlich wird Natursekt in Dom-Sub-Spielen verwendet, um die Rollen in der Beziehung klar zu definieren.

Natursekt Natursekt im Weinglas Es gibt auch Unterschiede in der Verwendung des “goldenen Saftes”. Einige Menschen mögen es einfach, vom Partner angepinkelt zu werden, andere trinken den Urin, beobachten jemanden beim Urinieren oder möchten fremden Urin in ihren eigenen Körperöffnungen spüren. Etwas spezieller und seltener ist der Fetisch (hauptsächlich von Männern), Frauen heimlich beim Urinieren in der freien Natur zu beobachten.

Medizinisch gesehen stellt die Aufnahme von Urin von gesunden Menschen kein Problem dar. Es besteht jedoch das Risiko, sich bei kranken Menschen anzustecken. Mediziner raten dringend davon ab, Urin von Menschen mit Hepatitis A oder einer Blasenentzündung aufzunehmen. Der wohl bekannteste Natursekt-Liebhaber war Picasso, der sogar ein Bild einer urinierenden Frau malte. Mittlerweile gibt es auch viele Bücher, die das Thema Natursekt auf mehr oder weniger literarische Weise behandeln.

Innerhalb der BDSM-Gemeinschaft umfasst der Ausdruck “Orgasmussteuerung” alle erotischen Aktivitäten, die mit dem Verbot oder der absichtlichen Verzögerung des Orgasmus des Partners verbunden sind. Die stärkste Ausprägung der Orgasmussteuerung wird als Keuschhaltung bezeichnet, und man könnte die Kontrolle des Orgasmus als ihren Vorläufer sehen.

Orgasmussteuerung In milderen Formen der Orgasmussteuerung kann der dominante Partner den unterwürfigen Partner absichtlich stimulieren und immer wieder an den Rand des Höhepunkts bringen, diesen jedoch verweigern. Dieses Spiel wird als “Teasing and Denial” (also Erregen und Verweigern) bezeichnet.

Der spannendste Aspekt für alle Beteiligten ist wahrscheinlich das Machtspiel: Während der unterwürfige Partner immer dringender den erlösenden Höhepunkt herbeisehnt, steigt die Dominanz des dominanten Partners während der Orgasmussteuerung immer weiter an, bis es schließlich zu einem befriedigenden Abschluss oder einem frustrierenden Stopp kommt. Ein ruiniertes Orgasmus ist eine weitere Möglichkeit, bei der die Kontrolle des Höhepunkts einen vorläufigen Abschluss findet. Hierbei erzeugt der dominante Partner durch längere Reizung einen starken Druck beim Partner, stimuliert bis zum Punkt des Nicht-Rückkehrens und lässt dann das Geschehen seinen Lauf nehmen – ohne weitere manuelle Stimulation. Das Ergebnis dieser Form der Orgasmussteuerung ist ein körperlicher Höhepunkt, also eine rhythmische Kontraktion der Vagina oder eine tatsächliche Ejakulation, die jedoch nicht von so intensiven Vergnügungsgefühlen begleitet wird wie ohne Orgasmussteuerung, da die Stimulation im entscheidenden Moment eingestellt wurde.

Ein weiterer Aspekt der Orgasmussteuerung ist die Manipulation des Höhepunkts in Bezug auf Intensität und Dauer. Mit etwas Übung können durch gezielte Kontrolle auch multiple Orgasmen erzeugt werden, oder bei Frauen das sogenannte “Squirting”. Bei Männern kann durch Orgasmussteuerung die Menge des Ejakulats sowie der Druck, mit dem es beim Erguss austritt, verändert werden.

Es ist auch möglich, die Orgasmussteuerung über die Schmerzgrenze hinaus auszuüben, indem der passive Partner mehrmals gezwungen wird, einen Höhepunkt zu erreichen. Einige bezeichnen diese Form der Orgasmussteuerung als “Abmelken”, wobei typischerweise auch die männliche Prostata beteiligt ist. Die Stimulation der Prostata mit dem Ziel, eine Ejakulation hervorzurufen – möglicherweise auch gegen den Willen des passiven Partners – wird ebenfalls als gängige Variante der Orgasmussteuerung betrachtet.

Peitschen wurden schon seit jeher zur körperlichen Bestrafung eingesetzt, sowohl im Mittelalter in Europa als auch bis in die Neuzeit hinein. Heutzutage werden Peitschen noch in einigen Ländern zur Bestrafung oder Folter verwendet.

Eine Peitsche besteht in der Regel aus einem Griff, auch Peitschenstiel, Knauf oder Stock genannt, und einer Schnur, auch Peitschenschnur oder Schlag genannt. Das Ende der Schnur wird Schnäpper, Knallschnur oder Treibschnur genannt. Bei einigen Peitschenarten wird am äußersten Ende zusätzlich ein schwerer Gegenstand befestigt, um noch intensivere Schmerzen zu verursachen.

Arten von Peitschen

Bullwhips Die Bullwhip ist sozusagen die Urform der Peitsche und besteht aus einem langen Griff und einem sehr langen Lederriemen. Der Lederriemen besteht oft aus mehreren geflochtenen Lederbändern. Diese Peitsche wurde hauptsächlich verwendet, um Bullen oder Sklaven durch Schmerzen und den lauten Knall, der entsteht, wenn die Bullwhip geschwungen wird, anzutreiben.

Flogger Ein Flogger ist eine Peitsche mit einem kurzen Griff und weichen Schnüren. Die Schnüre bestehen meist aus weichem Wildleder oder Gummi. Sie werden hauptsächlich für Spanking eingesetzt. Einige spezielle Varianten des Floggers sind mit Metallkugeln am Ende der Schnüre ausgestattet.

Frotteepeitsche Die Frotteepeitsche ähnelt im Wesentlichen einem Flogger. Auch hier bestehen die Schnüre aus weichem Material, in diesem Fall aus Frotteestreifen.

Gummipeitsche Wie der Name schon sagt, besteht eine Gummipeitsche größtenteils aus Gummi. Der Griff kann aus verschiedenen Materialien bestehen, aber bei dieser Peitsche sind die Schnüre aus Gummi.

Katzen Katzen sind Peitschen mit einem kurzen Griff und mehreren Schnüren. Die Schnüre können aus verschiedenen Materialien bestehen und manchmal sind sie mit Metallkugeln oder anderen Zusätzen am Ende versehen.

Kettenpeitsche Bei der Kettenpeitsche bestehen die Schnüre aus dünnen Ketten. Je nach Ausführung und Dicke der Ketten können mit dieser Peitsche starke Schmerzen verursacht werden.

Seilpeitsche Eine Seilpeitsche wird in der Regel ausschließlich aus Seilen hergestellt. Die relativ dünnen Seile werden unten mit einem festen Band zusammengebunden und bilden so einen Griff für die Peitsche.

Rosshaarpeitsche Bei dieser Peitsche sind in der Regel Haare von Pferdeschweifen in einen metallenen Griff eingelassen. Durch die große Anzahl an Haaren entsteht beim Auspeitschen das Gefühl vieler kleiner Nadelstiche.

Lederpeitsche Ähnlich wie bei der Seilpeitsche bestehen auch Lederpeitschen vollständig aus Leder. Sowohl der Griff als auch die Schnüre bestehen in der Regel aus dem gleichen Stück Leder.

Die Griffe der Peitschen können stark variieren und aus verschiedenen Materialien wie Leder, Gummi, Metall oder Silikon gefertigt sein. Im BDSM-Bereich werden manchmal auch Griffe in Form eines Dildos verwendet. Bei Form und Farbe sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ein Plug, auch bekannt als Butt-Plug, ist ein erotisches Spielzeug, das anal verwendet wird, daher die deutschen Namen Analstöpsel und Analplug. Analog zu einem Dildo wird der Plug anal eingeführt. Die konische Spitze erleichtert das Einführen, während der schmale Schaft von der Rosette umschlossen wird. Das verbreiterte Ende des Plugs sorgt dafür, dass das Spielzeug sicher im Anus positioniert bleibt und nicht herausrutscht oder weiter eindringt.

Plug, Buttplug, Analstöpsel, Analplug

Die Auswahl an Plugs ist riesig. Es gibt eine Vielzahl von Größen, Farben, Formen und Materialien. Spezielle Butt-Plugs können in der Größe angepasst werden, indem sie aufgeblasen werden. Bei den Materialien gibt es erhebliche Unterschiede, und je nach Material ändern sich auch die Einsatzmöglichkeiten. Einfache Versionen dieser Produktklasse bestehen aus Silikon oder Jelly. Hochwertigere Varianten bestehen aus Edelstahl, Granit oder Glas und haben auch ein ansprechendes Aussehen. Bei diesen steht oft der erotische und sinnliche Aspekt im Vordergrund. Auch der Moment des Einführens ist entscheidend, da diese Materialien sehr kalt sind, wenn sie nicht zuvor erwärmt werden. Einige dominante Partner nutzen diesen Aspekt, um ihrem unterwürfigen Partner einen besonders kalten Plug einzuführen. Einige Modelle verfügen über einen eingebauten Vibrator. Spezielle Plugs verfügen über einen Hunde-, Katzen-, Fuchs-, Pferde- oder Hasenschwanz und werden häufig beim Petplay eingesetzt.

Die Gründe für den Gebrauch eines Plugs sind vielfältig und unabhängig vom Geschlecht. Beide Geschlechter können diese kleinen Analstöpsel tragen, ohne dass es jemand bemerkt. Dies kann freiwillig geschehen oder auf Anweisung des dominanten Partners. Insbesondere Frauen nutzen oft Plugs, da sie eine ständige Erregung versprechen und zur Vorbereitung auf Analsex dienen. Die sexuelle Stimulation, die diese kleinen Helfer bieten, ist bemerkenswert. Während des vaginalen Geschlechtsverkehrs empfinden oft beide Partner den Einsatz des Plugs als stimulierend.

Im BDSM werden Buttplugs hauptsächlich als Mittel zur Analdehnung verwendet. Nach und nach kann der dominante Partner immer größere Analstöpsel einführen und so den Analmuskel weiter dehnen. Dies geschieht hauptsächlich, um eine spätere Penetration mit seinem Penis oder der Hand (Analfisting) vorzubereiten.

Plug – Risiken und Nebenwirkungen Bei der Verwendung eines Buttplugs sollten aus hygienischen Gründen Handschuhe getragen werden, um Infektionen und Geschlechtskrankheiten zu vermeiden. Für eine bessere Hygiene können auch Kondome verwendet werden. Es sollte immer genügend Gleitmittel verwendet werden, um Reibung am Anus zu vermeiden. Das Einführen sollte vorsichtig erfolgen, um stärkere Schmerzen zu vermeiden und Verletzungen (Analfissur) vorzubeugen.

Falls ein Plug versehentlich vollständig in den Anus eindringt, sollte in den meisten Fällen gewartet werden, bis er auf natürlichem Weg wieder herauskommt. Sollte er jedoch nach einigen Stunden noch immer im Darm sein, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Auf keinen Fall sollte versucht werden, ihn mit den Fingern zu entfernen, da dies nur zu einem tieferen Eindringen in den Darm führen kann. Wenn es sich um einen Analstöpsel mit Vibrator handelt, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Der Vibrator kann dazu führen, dass der Plug weiter in den Darm eindringt, und es besteht zusätzlich die Gefahr der Überhitzung.

Ein Putzsklave ist ein Bottom, dessen größtes Anliegen es ist, für seinen Top zu putzen. Die Motivationen eines Putzsklaven, warum er so leidenschaftlich für seinen Top putzt, sind vielfältig.

Zum einen gibt es die “Anbeter”, also Putzsklaven, die ihre Herrin derart verehren, dass sie bereit sind, nahezu alles für sie zu tun, in der Hoffnung, nicht erneut von ihr abgewiesen zu werden. Für diese Art von Putzsklaven ist das Putzen eine Methode, um die Herrin zu beeindrucken und ihrem Werben mehr Ausdruck zu verleihen. Der Putzsklave bringt seiner verehrten Herrin seine Arbeitsleistung dar und gibt sich oft bis zum Äußersten hin, nur um erneut von ihr zurückgewiesen zu werden. In diesem Fall wünscht sich der Putzsklave ausgenutzt zu werden und erniedrigende Aufgaben zu erledigen. Wenn der Haushalt gereinigt und aufgeräumt ist, rechnet der Putzsklave mit einer erniedrigenden “Rauswurf”.

Putzsklave

Der Putzsklave als gehorsamer Hausmann stellt eine andere Variante dar. Bei dieser Form des Putzsklaventums steht das Bedürfnis nach der Führung einer strengen Herrin im Vordergrund. Der Putzsklave wünscht, dass die Herrin Entscheidungen für ihn trifft, ihn nach ihrem Willen gestaltet und wenn nötig diszipliniert und bestraft. Für diesen Typ von Putzsklaven ist das Verlangen nach Führung und Kontrolle die treibende Kraft. Er versucht, seine Herrin durch besonders gründliche Reinigungsarbeit zu erfreuen. Dabei sucht der Putzsklave immer wieder die Führung seiner Herrin und benötigt strenge Anweisungen, um seine Putz-Motivation aufrechtzuerhalten.

Der Genussdiener als Putzsklave erfreut sich am Glück seiner Herrin, wenn sie ihre frisch gereinigte Wohnung sieht. Je größer die Zufriedenheit und der Genuss seiner Herrin sind, desto größer ist auch der Genuss des Putzsklaven. In dieser Beziehung kann durchaus eine emotionale Bindung zwischen der Herrin und ihrem Putzsklaven bestehen, die bis zu einer tatsächlichen Partnerschaft reichen kann.

Der Fetisch-Putzsklave hingegen, ist hauptsächlich daran interessiert, in spezieller Kleidung zu putzen. Dabei handelt es sich oft um Outfits aus Lack, Leder oder Latex, gerne auch im French-Maid-Stil. Neben dem Materialfetisch spielt auch die Feminisierung eine Rolle. Zusätzlich möchte der Fetisch-Putzsklave oft seine masochistischen Bedürfnisse befriedigen. Er sucht eine klare Machtstruktur zwischen sich und seiner Herrin und fordert Bestrafung für Fehlverhalten oder schlechte Reinigungsleistung.

Der Pranger hat seinen Ursprung im 13. Jahrhundert und war damals ein einfacher Holzpflock, an den der Bestrafte gebunden und öffentlich ausgestellt wurde. Er wurde auch als Folterinstrument verwendet und signalisierte allen, dass in der Stadt Disziplin und Ordnung herrschten. Der BDSM Pranger ist Teil der BDSM-Möbelkollektion. Alle SM-Möbel sind darauf ausgelegt, den Bottom durch Fesseln oder Bondage-Techniken zu fixieren. Aufgrund ihrer Größe befinden sich solche SM-Möbel meistens in speziell eingerichteten Privaträumen. In jedem Domina-Studio sind verschiedene SM-Möbel zu finden. Solche speziell ausgestatteten Räume werden in der BDSM-Szene auch als Folterkammern oder Dungeons bezeichnet.

Auch heutzutage wird der Pranger für seinen ursprünglichen Zweck verwendet, nämlich um jemanden zu fixieren und anschließend zu bestrafen. Es gibt zwei Varianten von BDSM Prangern. Einerseits gibt es die traditionellen Pranger, die aus einem Holzpflock bestehen, oder die modernere Version aus Metall und Leder. An diesem Pranger fesselt der Top seinen Bottom oder fixiert ihn mittels Bondage und kann dann alle möglichen Spielchen mit ihm spielen. Die wohl bekanntere und populärere Form des Prangers besteht aus zwei parallel angeordneten Brettern, die durch ein Scharnier verbunden sind. Zwischen den Brettern gibt es Öffnungen für Kopf und Hände.

Beide Pranger-Varianten haben gemeinsam, dass sie eine leicht bis stark gebückte Haltung des Bottoms erzwingen. Der Pranger ermöglicht es dem Top so, Zugang zur Rückseite des Bottoms zu haben, da diese in dieser Position prominent hervorsteht. Mit dem Pranger bestätigt der Top seine dominante Position und demütigt den Bottom durch Bewegungsunfähigkeit. Darüber hinaus ermöglicht der Pranger eine Vielzahl von masochistischen Spielen. Beliebt sind hierbei Peitschen, Flogger und Spanking, um den Bottom zu quälen.

In seltenen Fällen wird der Pranger dazu verwendet, den gefesselten Bottom öffentlich zu präsentieren. Dabei handelt es sich meistens um eine Femdom, die ihre Sklavin oder ihren feminisierten Sklaven zur Schau stellt oder sogar zur Nutzung durch andere Männer und/oder Frauen freigibt.

Beim Petplay (auch Tier-Spiel, Animal Play oder Zoomimik genannt) schlüpft der Bottom in die Rolle eines Tieres, während der Top als Tierhalter/-besitzer (oder Owner) fungiert. Wie in der klassischen BDSM-Dynamik geht es auch hier um Dominanz und Unterwerfung, Ausübung von Macht, sexuell erniedrigende Reize und das Ausleben von sadomasochistischen Neigungen.

Petplay wird stets zwischen zwei Personen ausgeführt, tatsächliche Tiere sind nicht beteiligt. Daher ist es klar von der Sodomie abgegrenzt. Ebenso zu unterscheiden ist Petplay von den sogenannten Furries, Fans von Pelz und Fell, denen es hauptsächlich um das Material und weniger um die Rolle eines Tieres geht.

Petplay erfreut sich großer Beliebtheit innerhalb der BDSM-Szene. Es gibt mittlerweile viele Foren und Communitys, die sich ausschließlich mit Petplay beschäftigen. Die Pornoindustrie hat ebenfalls das Potenzial von Petplay erkannt und eine Reihe von Filmen produziert. Obwohl Petplay in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen wird, finden die Praktiken doch hauptsächlich hinter verschlossenen Türen statt, oft im privaten Umfeld. Allerdings gibt es inzwischen regelmäßige Treffen und Stammtische, bei denen beispielsweise Scheunen angemietet werden, um die Leidenschaft auszuleben. Auch Dominas haben Petplay in ihr Angebot aufgenommen und bieten es in ihren Studios an.

Da Petplay hervorragend mit anderen BDSM-Spielarten kombiniert werden kann, steigt seine Beliebtheit weiterhin. Typischerweise gehört eine Leine zum Petplay, an der das Pet geführt werden kann. Bei sadomasochistischen Spielen werden oft Peitschen oder Gerten verwendet, um das Pet zu disziplinieren oder die Dressur zu beschleunigen. Abhängig von der gewählten Tierrolle gibt es spezielle Spielzeuge für die Haltung des Tiers.

Im Petplay werden häufig Rollen von domestizierten Tieren übernommen. Besonders verbreitet sind das Pony- (Ponyplay) und Hundespiel (Dogplay). Seltener übernehmen die Teilnehmer die Rollen von Schwein oder Kuh.

Beim Ponyplay schlüpft der Bottom in die Rolle eines Reit-, Arbeitspferdes oder Dressurponys und wird vom Top entsprechend behandelt. Der Besitzer wird in dieser Petplay-Form als Trainer, Reiter oder Dressurreiter bezeichnet. Es gibt spezielle Geschirre, Arbeitsgeräte, Wagen und Kutschen, um das Pony zu führen und zu lenken.

Beim Dogplay imitiert der Bottom die typischen Verhaltensweisen eines Hundes, oft auch die eines Welpen oder sehr jungen Hundes. Hier vermischen sich Petplay und Ageplay. Für den Bottom liegt der Reiz darin, Verantwortung abzugeben, während der Top sich um die Pflege, Fürsorge und Erziehung des Hundes kümmert. Typische Elemente der Hundehaltung wie Fressen aus einem Napf, Gassi gehen an der Leine, Bellen oder Spielen mit einem Ball oder Stock werden dabei angewendet.

Beim Petplay mit einem Schwein nimmt das Petplay oft extremere Formen an. Entsprechend der Rolle eines Schweins geht es darum, das Schwein zu füttern und zu mästen, um es schließlich zu “schlachten”. Auch wenn die Schlachtung nur gespielt ist, löst diese Form des Petplays oft Kritik aus. Schlüpft der Bottom in die Rolle einer Kuh, steht das “Melken” der Kuh im Vordergrund.

Neben diesen gibt es beim Petplay auch andere Tierrollen. Die Auswahl ist nahezu unbegrenzt und wird entsprechend den Vorlieben gewählt. Der Bottom strebt danach, das jeweilige Tier in seinem Spiel möglichst authentisch zu verkörpern, während der Top versucht, die Rolle des Tierhalters so realistisch wie möglich zu gestalten.

Queening, auch als Facesitting bekannt, bezeichnet die Praxis, bei der der Top – meist eine Femdom – sich auf das Gesicht des Bottoms setzt und von diesem oral stimuliert wird. Diese Stimulation kann entweder vaginal oder anal erfolgen.

Die vaginale Befriedigung wird als Cunnilingus bezeichnet, während die orale Anregung des Anus als Anilingus bekannt ist. Queening wird vom Top aus verschiedenen Gründen angewendet. Oftmals dient es dazu, dem Bottom seine untergeordnete Position zu verdeutlichen. Bei Toilettensklaven wird Queening manchmal dazu genutzt, den Bottom zur Reinigung der Körperöffnungen zu zwingen. In selteneren Fällen wird Facesitting zur Atemkontrolle genutzt, indem der Top das Gesicht des Bottoms bedeckt. Sehr selten wird Queening aufgrund eines Furz-Fetischs praktiziert, bei dem die Femdom ihre Winde direkt ins Gesicht des Bottoms entlässt.

Manche Fetischisten verbinden Queening mit Vorlieben für bestimmte Materialien. So ist es besonders populär, dass die Femdom während des Queening eine Jeans trägt (siehe auch Jeans-Fetisch). Es gibt auch extremere Varianten, die Bondage einbeziehen oder sogar unter Wasser (das sogenannte “Drowning”) stattfinden.

Bei der Ausführung von Queening muss die Femdom darauf achten, dass sie den Bottom nicht zu stark belastet. Zu viel Druck kann zu Gesichtsverletzungen führen, insbesondere an der Nase.

Rollenspiele beschränken sich nicht ausschließlich auf die BDSM-Szene. Auch in nicht-BDSM oder Vanilla-Kontexten gibt es vielfältige Rollenspiele, die dazu dienen, die Erotik lebendig zu halten. Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten dürften wahrscheinlich Doktorspiele, Hausfrau und Handwerker und Chef und Angestellte sein. Gerade bei letzterem kommt schon ein gewisses Machtdynamik ins Spiel, wobei hier die Grenzen zum BDSM fließend sind.

Generell zielen Vanilla-Rollenspiele darauf ab, erotische Spannung durch das Annehmen einer fremden Identität zu erzeugen. Durch das Schlüpfen in eine andere Rolle kann man gewohnte Verhaltensmuster ablegen und Dinge tun, die man sich normalerweise nicht trauen würde. So können sexuelle Wünsche und Fantasien erfüllt werden, die ansonsten unerfüllt bleiben würden. Oft ist es auch einfach die Vorstellung, sich jemandem völlig Fremden hinzugeben (bekannt als Xenophilie), die den besonderen Reiz eines Rollenspiels ausmacht.

BDSM-Rollenspiele

Im BDSM sind die Rollenspiele weitaus komplexer und vielschichtiger, da es hier nicht nur um den eigentlichen Sexualakt geht. Im BDSM geht es bei Rollenspielen um das Machtgefüge zwischen Top und Bottom. Je nach Neigungen und Vorlieben können die verschiedenen Rollenspiele recht bizarr oder auch schmerzhaft werden.

Klassische BDSM-Rollenspiele sind die zwischen einer Femdom und ihrem Sklaven oder dem Herrn und seiner Sub. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, sämtliche Fetische und Neigungen können mit einbezogen werden. Die einfachsten BDSM-Rollenspiele beginnen mit einfachem Fesseln, eventuell verbunden mit Augenverbinden oder anderweitigem Ausleben der dominanten Position. Bei deutlich SM-lastigeren Rollenspielen kommen auch diverse Hilfsmittel zum Einsatz wie Peitsche, Gerte, Paddle und Co.

Je intensiver die Spiele werden, desto wichtiger wird das gegenseitige Vertrauen. Insbesondere für den devoten Part ist ein großes Vertrauen erforderlich, um sich den Spielen des Tops hinzugeben. Selbst wenn das Vertrauen groß ist, muss der Top die Tabus des Bottoms beachten. Ein Safewort kann hilfreich sein, um ein ausuferndes Rollenspiel abbrechen zu können.

Beliebte Rollenspiele im BDSM sind zum Beispiel das Dienstmädchen-Spiel. Der devote Part trägt die Kleidung eines Dienstmädchens und muss den Anweisungen des dominanten Parts Folge leisten. Das Dienstmädchen hat unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen, wie Haushaltsführung, Bedienung oder sexuelle Aufgaben. Weitere klassische BDSM-Rollenspiele sind Domina und Sklave, Schüler und Lehrerin oder Polizist und “Verbrecherin”. Auch bei diesen Spielen können SM-Techniken zum Einsatz kommen.

Die Arten und Formen der Rollenspiele sind nahezu grenzenlos. Auch für extremere Rollenspiele gibt es Anhänger. Hierzu zählen insbesondere die Doktorspiele, die in die Kategorie der “Weißen Erotik” fallen, also Spiele, die in weißen Arztkitteln stattfinden. Auch beim Petplay schlüpfen die Beteiligten in andere Rollen. Manche gehen so weit, dass sie ihre menschlichen “Pferde”, “Hunde” usw. in echten Wettbewerben antreten lassen.

Die extremsten Formen von Rollenspielen sind wahrscheinlich Entführungs- oder Vergewaltigungsspiele. Hierbei wird nicht nur körperlicher, sondern auch starker psychischer Stress verursacht. Wer solche Spiele spielt, sollte sich über die Implikationen im Klaren sein.

RACK steht für “Risk-Aware Consensual Kink”, was so viel bedeutet wie “risikobewusstes, einvernehmliches Ausleben von Fetischen”. In der BDSM-Szene gibt es grundsätzlich zwei Fraktionen: Die Mehrheit sieht SSC (safe, sane, consensual, also sicher, vernünftig und einvernehmlich) als die grundlegende moralische Basis von BDSM, während eine Minderheit das etwas umfassendere Konzept von RACK befürwortet.

RACK

Die Übersetzung von RACK ist “risikobewusstes, einvernehmliches Ausleben von Fetischen”. Befürworter von RACK argumentieren im Vergleich zum etablierten Konzept von SSC, dass es schwierig ist, objektiv festzulegen, welche sexuellen Praktiken zwischen zwei Personen objektiv gesehen “vernünftig” sind. Darüber hinaus liegt der Fokus von RACK auf der Betonung des Risikofaktors: Die meisten BDSM-Praktiken sind wahrscheinlich nie zu 100% “sicher”, da praktisch jede Praxis größere oder kleinere physische und psychische Risiken birgt. RACK verbirgt dies nicht, während die Vortäuschung von “Schein-Sicherheit” im SSC-Konzept den Hauptkritikpunkt darstellt.

“Es ist etwas schiefgelaufen – also war diese Session nicht SSC-konform” könnte ein möglicher Schluss sein, wenn es während einer Session zu einem Unfall kommt. Die “Risikobewusstheit” in diesem Verhaltensmodell fordert jedoch dazu auf, Risikoeinschätzungen VOR einer gemeinsamen Session ausführlich zu besprechen. Gleichzeitig macht RACK klar, dass es niemals absolute Sicherheit geben kann. Trotzdem ist es möglich, die größten Risiken zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Bei vielen Techniken (z.B. Bondage, CBT oder Mumifizierung) kann ein vorher vereinbartes Safeword vieles vereinfachen.

Das Konzept von “Risk-Aware Consensual Kink” zielt auch darauf ab, sadomasochistische Praktiken klar von strafbarer sexueller Gewalt und juristisch relevanten Körperverletzungen abzugrenzen. Sowohl das SSC- als auch das RACK-Konzept sind sich einig, dass die Einvernehmlichkeit zwischen den beteiligten Parteien ein zentrales und unverzichtbares Element jeder BDSM-Session sein muss.

Die Objektivität anderer Risiko- und Vernunftüberlegungen hinsichtlich durchgeführter Praktiken wird lediglich von RACK explizit in Frage gestellt.

Innerhalb der BDSM-Kultur werden Bestrafungen als erotische Komponente genutzt, die sowohl von der dominanten als auch von der unterwürfigen Person als höchst stimulierend wahrgenommen werden. Es kann das Ziel des dominanten Parts sein, dem submissiven Gegenüber bestimmte Verhaltensweisen abzugewöhnen, jedoch sind die einzelnen Techniken oft Elemente fiktiver Szenarien. Da der Fokus der Interaktion auf dem Spiel mit Kontrolle und Unterwerfung liegt, haben die symbolischen Aspekte der Aktivitäten häufig Vorrang.

Strafen im BDSM – nur die Fantasie setzt die Grenze © Thorben Wengert / pixelio.de

Häufig eingesetzte BDSM-Strafen Folgend finden Neulinge eine Auswahl anregender Vorschläge, um Strafen in ihr intimes Spiel einzufügen. Es sollte immer daran gedacht werden, sich über mögliche Risiken zu informieren, um dauerhafte Schäden und ernsthafte Verletzungen grundsätzlich zu verhindern.

Spanking Spanking bezeichnet einfach das Schlagen des Partners. Mit der flachen Hand oder geeigneten Hilfsmitteln werden Schläge verteilt, die idealerweise eine gute Balance zwischen Schmerz und Vergnügen aufweisen. Da das Ziel nicht darin besteht, dem Partner ernsthaften Schaden zuzufügen, werden bevorzugt gut gepolsterte Körperbereiche für diese Techniken ausgewählt, wie beispielsweise Oberschenkel und Po.

Mit geringerem Kraftaufwand können auch Brüste und Fußsohlen im Zentrum der Aktivität stehen. Je nach gewähltem Schlaginstrument können unterschiedliche Schmerzqualitäten erzeugt werden. Gängige Auswahlen sind Gerten, Paddel, Ruten, Flogger, Gürtel und Peitschen.

Kitzeln Obwohl Kitzeln harmlos erscheinen mag, wird es zu Recht als verbreitete Foltermethode angesehen. Was zunächst als unterhaltsam empfunden wird, kann mit zunehmender Dauer und Intensität der Ausführung zu einer fast unerträglichen Situation werden. Die Nervenenden reagieren überstimuliert und der Kitzel-Effekt kann vom Körper nicht mehr bewusst verarbeitet werden.

Genau dieser nervenaufreibende Moment wird von BDSM-Paaren ausgenutzt. Statt der Fingerspitzen können Federn oder spezielle Kitzelspielzeuge verwendet werden, die das aufregende Gefühl deutlich verstärken.

Orgasmuskontrolle Diese Praxis erfordert ein gewisses Maß an Vertrautheit zwischen den Teilnehmern. Es geht darum, dem unterwürfigen Partner in einem Moment intensiver Lust die Möglichkeit eines Orgasmus zu verweigern. Dies funktioniert natürlich nur, wenn der dominante Partner in der Lage ist, zu erkennen, wann und unter welchen Umständen sein Partner “kommt”. Wieder und wieder an die Grenzen des Vergnügens geführt zu werden, ohne die Befreiung eines Orgasmus erleben zu dürfen, kann extrem frustrierend sein. Im Gegenzug verleiht die Kontrolle über den Orgasmus dem dominanten Part ein starkes Machtgefühl, diesen besonderen Moment in den Händen zu haben.

Keuschhaltung Die Keuschhaltung beginnt mit der Orgasmuskontrolle, geht aber noch weit darüber hinaus. Wenn der Partner der Keuschhaltung zustimmt, übernimmt sein Gegenüber die volle Kontrolle über sein Sexualleben. Kurz gesagt, kann dies bedeuten, dass kein Sex außerhalb der Beziehung geduldet wird. Allerdings ist Sex mehr als Beischlaf und so kann der dominante Partner während der Keuschheitsphase auch auf den Verzicht auf Pornografie und Masturbation bestehen.

Diese Anforderungen werden oft durch verschiedene Keuschheitsgürtel und Peniskäfige durchgesetzt, die sogar zufällige Erektionen verhindern sollen. Als Ergebnis entsteht eine Abhängigkeit, die im Extremfall suchtähnliche Auswirkungen haben kann. Der dominante Partner hofft dadurch auf eine entsprechende Fokussierung auf sich selbst und absolute sexuelle Unterwerfung. Für die betroffene Person kann das sexuelle Erleben intensiviert werden, möglicherweise werden körperliche Reize stärker wahrgenommen.

Fesseln Das Fesseln wird oft als eine eher künstlerische Variante des BDSM betrachtet. In der Szene sind Bondage-Shows und Fesselkurse sehr beliebt. Als Bestandteil einer Bestrafung ist das Fesseln immer wirksam. Bewegungseinschränkungen und erzwungene Positionen betonen die Machtposition der dominanten Person. Schmerzen können sich mit der Zeit entwickeln und Zuwendungen können nicht mehr abgewehrt werden. Die wehrlose Haltung der gefesselten Person intensiviert die empfangende Rolle. Häufig wird die Fesselung auch mit psychischen Strafen wie Ignoranz oder verbaler Enttäuschung kombiniert. Sie lässt sich oft ausgezeichnet in das Pet-Play integrieren.

Kälte & Wärme Spiele mit Wärme und Kälte sind beliebte Einstiegstechniken, die in abgeschwächter Form oft auch von Nicht-BDSM-Anhängern verwendet werden. Der Überraschungseffekt plötzlicher extremer Sinnesreize lässt sich durch Fesseltechniken und Sinnesentzug sehr effektiv steigern. Der Spielraum möglicher Aktivitäten ist sehr groß. Schon Eiswürfel und Massagekerzen können bei einer bewegungsunfähigen Person eine sehr große Wirkung haben. Hardcore-BDSM-Anhänger gehen jedoch deutlich weiter. Brandings gelten als ultimatives Symbol der Macht, wenn ein dominanter Partner sie seinem Sklaven aufträgt. Der Einsatz von Trockeneis ist eine weitere Extrempraxis. Beide Varianten des Temperaturspiels sind grenzwertig und bergen ein sehr hohes Verletzungsrisiko.

BDSM-Strafen – Was sollte beachtet werden? Unabhängig davon, welche dieser Praktiken ihr ausprobieren möchtet – legt vorher ein Safeword fest. Der gewählte Ausdruck oder die Phrase sollte eindeutig sein und zum sofortigen Beenden der Aktivität von beiden Parteien führen. Wenn das von euch gewählte Szenario das Knebeln des unterwürfigen Partners verlangt, einigt euch auf ein gleichwertiges, nonverbales Zeichen.

Achtet darauf, dass die ausgewählte Strafe nicht zu physischem oder psychischem Schaden führt. Es sollte immer klar sein, dass der Zweck des BDSM darin besteht, einen sicheren, gesunden und konsensbasierten Rahmen für eure sexuellen Fantasien zu schaffen. Solltet ihr jemals Zweifel an einer Praxis haben, informiert euch ausführlich oder sucht den Rat eines erfahrenen BDSM-Paares.

Das sogenannte Safeword (in deutscher Sprache auch Sicherheits- oder Stoppwort genannt) dient innerhalb der BDSM-Praktiken als ein Notaussignal, das vom unterwürfigen Teil (dem Bottom) genutzt wird, um eine laufende Handlung oder Praxis zu stoppen. Dieses Sicherheitskonzept ist von zentraler Bedeutung, insbesondere bei riskanteren Handlungen, um langfristige Schäden oder schlimmere Konsequenzen zu verhindern. Das Safeword hat sich weitgehend etabliert und wird mittlerweile sogar in rechtlichen Kontexten anerkannt. Eine Missachtung kann juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

BDSM-Safeword

Vor allem für Neulinge in der SM-Szene bietet das Safeword einen Schutzmechanismus, um ungewollte Grenzüberschreitungen zu vermeiden. Erfahrene SM-Enthusiasten hingegen kennen ihren Partner oft so gut, dass sie genau abschätzen können, wie weit sie gehen dürfen.

Es existieren verschiedene Formen von Signalwörtern, die den Ablauf der aktuell ausgeführten Praxis beeinflussen können. Neben dem Stoppwort gibt es beispielsweise das Slowword. Dieses dient dazu, die derzeitige Praxis zu verlangsamen und die Intensität zu reduzieren.

Bei der Wahl eines Safewords sollte man auffällige und klare Wörter bevorzugen. Deshalb wäre “aua” keine besonders gute Wahl. Häufig werden Farben einer Ampel verwendet, um den aktuellen Zustand zu signalisieren.

Unabhängig davon, welches Wort ihr wählt, ist es wichtig, sich daran zu halten und die Gesundheit eures Partners nicht aufs Spiel zu setzen.

Spermaspiele sind in BDSM-Kreisen und im Vanilla-Bereich gleichermaßen vielfältig und beliebt. Hier verschwimmen die Grenzen mehr oder weniger, und auch zwischen den unterschiedlichen Spermaspielvarianten gibt es Überschneidungen.

Was sind die Arten von Spermaspielen? Cumshot Bei einem Cumshot wird der Samenerguss auf den Körper des Partners gerichtet. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung wird auch dann von einem Cumshot gesprochen, wenn der Samenerguss auf Brüste, Bauch, Beine, Gesäß oder andere Körperteile gerichtet wird. Der Glaube, dass ein Cumshot ausschließlich das Gesicht betrifft, stammt aus pornografischen Darstellungen, in denen dies häufig der Fall ist.

Typischerweise liegt der Partner, der bespritzt werden soll, unten und bekommt daher den größten Teil des Spermas ab. Oft ist es der Anblick von Spermaspritzern auf der Haut (meist weiblich), die den Spermaspender zusätzlich erregen. Manchmal beinhaltet das Spermaspiel auch das gegenseitige Reiben mit Sperma zwischen den Partnern.

Viele Bespritzte (vor allem Frauen) berichten, dass es sie stark erregt, eine Ladung Sperma zu bekommen. Oftmals liegt dies an der Erkenntnis, dass der Mann aufgrund ihrer Anwesenheit gekommen ist und sein Sperma verteilt hat. Einige Frauen berichten sogar, dass sie dadurch einen spontanen Orgasmus erleben.

Face-Cumshot Der Face-Cumshot, bei dem das Sperma in das Gesicht einer oder mehrerer Frauen gespritzt wird, wird fast ausschließlich in Vanilla-Pornos eingesetzt. Der oder die Bespritzte sollte während des Cumshots die Augen geschlossen halten, da Sperma in den Augen brennt und sie unangenehm verkleben kann.

Ein geöffneter Mund ist bei einem Face-Cumshot beliebt. Oft wird dabei ein Teil des Spermas in den Mund gespritzt. Dies kann eine Vorbereitung für das Schlucken, Spucken oder Snowballing sein.

Spermaspiele

Snowballing Beim Snowballing wird das Sperma in den Mund gespritzt. Dieses Sperma bleibt im Mund, um es dann per Kuss zurückzugeben oder an andere beteiligte Personen zu verteilen.

Creampie Beim Creampie, der aus der Pornoindustrie stammt und immer beliebter wird, ejakuliert der Mann in den Anus oder die Vagina des Partners. Dieser lässt das Sperma wieder herauslaufen. Der Creampie wurde entwickelt, um den Porno-Konsumenten zu demonstrieren, dass der Mann zum Orgasmus gekommen ist.

Im BDSM wird der Creampie häufig in Cuckold-Beziehungen angewendet. Hierbei ejakuliert der Bull in die Queen. Diese lässt das Sperma des Bulls herauslaufen und der Cuckold muss ihre Vagina vom Sperma sauberlecken.

Bukkake Die extremste Form des Spermaspiels ist der Bukkake. Hierbei spritzen mehrere Männer ihr Sperma auf eine (meist) Frau und bedecken ihre Haut so gut wie vollständig mit Sperma. Kein Körperteil wird dabei in der Regel ausgelassen. Dies soll der Bespritzten ihre Wertschätzung verdeutlichen.

Single-Fuck-Creampie Männer, die Creampies mögen, können diese mittels eigenem Sperma erleben. Sie nutzen einen entsprechend dicken Dildo, um ihren Anus zu penetrieren, während sie masturbieren. Wenn der Mann zum Orgasmus kommt, ejakuliert er auf den Dildo und führt ihn wieder in den Anus ein. So kann er sein eigenes Sperma aus seinem Anus herauslaufen lassen.

Es gibt viele weitere Varianten von Spermaspielen, die meisten sind jedoch namenlos. Beliebt sind zum Beispiel Sperma auf Nylons bei Nylon-Fetischisten, Sperma auf Jeans bei Jeans-Fetischisten, Sperma als Brotaufstrich oder als Eis zum Lutschen.

Einige Formen sind Spielarten bei Fetischisten, andere dienen klar dazu, Dominanz auszuüben. Meistens sind es Frauen, die durch solche Spiele erniedrigt werden sollen. Männer werden Teil des devoten Spermaspiels, wenn sie als Sissy fungieren oder beim Cuckolding.

Spermaspiele sind ohne Mann nicht möglich. Zwar können auch Frauen ejakulieren (siehe Squirting), aber diese Flüssigkeit enthält keine Samenzellen und lässt sich daher nur schwer vergleichen.

Spermaspiele, insbesondere im BDSM in Verbindung mit Gruppensex, können weiter ausgebaut werden. Eine extreme Form des Spiels mit dem männlichen Samen, verbunden mit Bondage, ist wie folgt:

Zwei männliche Bottoms werden gegenübersitzend gefesselt. Beide werden gleichzeitig von der Femdom mit einem Handjob befriedigt. Derjenige, der zuerst zum Orgasmus kommt, hat verloren. Der Verlierer wird nun in einer anderen Position neu gefesselt, sodass sein Gesicht sehr nahe am Penis des Gewinners ist. Der Gewinner wird weiter stimuliert, bis er zum Orgasmus kommt. Dabei gibt er dem Verlierer einen Face-Cumshot. Je nach Femdom muss er das Sperma einfach ertragen, aufnehmen oder sogar schlucken.

Bei dieser Spielart sind verschiedene Varianten denkbar, und Hilfsmittel und Toys können eingesetzt werden.

Risiken und Nebenwirkungen von Spermaspielen Sperma kann Krankheiten übertragen. Vor der Aufnahme von Sperma sollte man sicher sein, dass alle Beteiligten gesund sind. Es gibt Berichte, dass es zu ernsthaften Magenverstimmungen kommen kann, wenn zu viel Sperma oder Sperma von zu vielen Partnern aufgenommen wurde.

Ansonsten bestehen keine ernsthaften Risiken. Studien zufolge ist Sperma sogar gesund. Es soll wie ein Antibiotikum im Hals wirken, da es sich über die Schleimhäute legt und eine Art Schutzmantel bildet. Dieser Schutzmantel bekämpft Bakterien und hemmt Entzündungen. Im Sperma sind die Hormone Prostaglandin und Dopamin enthalten, die beide dafür bekannt sind, eine antidepressive Wirkung zu haben.

Shibari, stammend aus Japan, bedeutet wörtlich “binden” oder “fesseln”. Daher wird es oft als japanisches Bondage bezeichnet. Bei Shibari dreht sich jedoch mehr um die Kunst des Fesselns selbst, als um die Ausübung von Kontrolle und Dominanz. Es entstammt der Weiterentwicklung der militärischen Fesseltechnik Hojojutsu.

Im Vergleich zum klassischen BDSM Bondage, das sich darum dreht, klar zwischen Top und Bottom zu unterscheiden, steht beim Shibari die Fesselkunst im Vordergrund. Für denjenigen, der fesselt, liegt die Zufriedenheit oft darin, den gefesselten Partner künstlerisch und unbeweglich vor sich zu sehen. Seltener dient diese Bindung als Vorbereitung für weitere sadomasochistische Praktiken.

Die Bezeichnungen für die fesselnde Person (Rigger) und den meist weiblichen Gefesselten (Bunny) stammen aus dem Englischen und sind aus der Zeit entstanden, als Shibari in der BDSM-Szene popularisiert wurde.

Shibari

Es gibt zahlreiche Techniken für diese kunstvolle Bindung. Einige dienen einfach nur dazu, das “Opfer” unbeweglich zu machen. Andere sind künstlerisch inspiriert und sollen die Schönheit des weiblichen Körpers betonen und hervorheben.

– Tsuri: Bezeichnet Hängefesselung und Suspension

– Takate Kote Shibari: Eine Technik, um den Oberkörper zu fesseln, bei der die Arme auf dem Rücken fixiert sind.

– Karada: Dies bezeichnet eine netzartige Ganzkörperfesselung, bei der weitere Techniken integriert werden können.

– Kikko Shibari: Die Schildkrötenschalen-Bindung ist eine spezielle Form der Ganzkörperbindung.

– Sakurambo oder Matanawa: Fesseltechnik für weibliche Genitalien.

– Shinju: Fesseltechnik für weibliche Brüste.

Für die gefesselten Frauen geht es oft darum, sich ihrem Partner auf besondere Weise hinzugeben. Unbeweglich und dennoch weit geöffnet zeigen sie Vertrauen in ihren Partner. Gleichzeitig betonen die Seile und Knoten die Weiblichkeit.

In der traditionellen japanischen Fesselkunst werden häufig Seile aus Hanf oder Jute verwendet. Vor dem ersten Gebrauch werden diese natürlichen Seile behandelt, um sie so geschmeidig wie möglich zu machen. Dabei kommen oft spezielle Öle zum Einsatz.

Risiken und Nebenwirkungen von Shibari Für körperlich gesunde Menschen birgt diese Technik kein Risiko, da es hier nicht darum geht, Macht auszuüben oder jemanden unnötig zu quälen. Bei Techniken wie dem Hängebondage ist jedoch Vorsicht geboten. Dies sollte nur ausgeführt werden, wenn man genau weiß, was man tut und jederzeit eingreifen kann.

Und generell bei allen Fesseltechniken gilt: Man sollte die gefesselte Person niemals allein lassen.

Ein Strapon, oft auch als Umschnalldildo bezeichnet, ist im Grunde ein Dildo, der an einem Tragegeschirr befestigt ist, das man anlegen kann. In den meisten Fällen imitiert der Dildo ein männliches Glied. Das Geschirr besteht aus anpassbaren (Leder-)Gurten. Bei einigen Strapon-Modellen kann der Dildo selbst ausgetauscht werden, sodass zum Beispiel unterschiedliche Größen oder Materialien verwendet werden können.

Im nicht-BDSM Bereich, auch als Vanilla Bereich bekannt, werden Strapons oft von lesbischen Paaren verwendet, um den Geschlechtsverkehr mit einem männlichen Glied zu simulieren. Spezielle Varianten des Strapons enthalten zwei Dildos, sodass die passive Partnerin sowohl anal als auch vaginal penetriert und befriedigt werden kann.

Umschnalldildo StraponStrapons in BDSM Im BDSM-Kontext stellt der Strapon ein wirksames Werkzeug für Dominas dar, um ihre Sklaven gründlich zu dominieren. Viele Dominas genießen es, ihren unterlegenen männlichen Sklaven zu demonstrieren, wer wirklich die Kontrolle hat. Dabei werden die Sklaven sowohl oral als auch anal dominiert. Um die Demütigung zu intensivieren, gibt es mittlerweile auch Strapons für das Knie und den Kopf. Auf diese Weise kann der Sklave mit verschiedenen Körperteilen dominiert werden und zusätzliche Demütigungen erleben. Die Knie- und Kopf-Strapons werden auch von männlichen Dominanten verwendet, die ihre weiblichen Sklavinnen dazu zwingen, daran zu lutschen oder sie in andere Körperöffnungen zu penetrieren. Eine spezielle Variante des Strapons verfügt neben dem Tragegeschirr und dem Dildo für den Kopf auch über einen nach innen gerichteten kleineren Dildo. Bei der eigentlichen Penetration wird so simuliert, dass der Bottom gleichzeitig Fellatio praktiziert. Ein weiterer Vorteil für den Top ist dabei, dass der Bottom gleichzeitig geknebelt und somit stumm gemacht wird.

Umschnalldildo und Keuschheit Strapons werden besonders häufig von Dominas bei Sklaven verwendet, die keusch gehalten werden. Der Sklave muss den Strapon anlegen und die Domina dann sexuell befriedigen. Sein eigenes Glied ist dabei oft noch in einem Keuschheitsgürtel eingeschlossen. Dies soll dem Bottom vermitteln, dass sein Glied minderwertig ist und nicht ausreichend, um die Domina zufriedenstellend zu befriedigen.

Der Spanische Reiter, ein Folterinstrument, besteht aus einem keilförmigen Holzblock, auf dem der Bottom mit weit auseinander gespreizten Beinen platziert wird. Manche dieser Geräte sind zusätzlich mit Metallspitzen an der Kante ausgestattet, um das Leiden zu intensivieren. Da die Füße des Bottoms den Boden nicht berühren, liegt das gesamte Gewicht auf der spitzen Kante. Mit der Zeit entstehen dem Bestraften unerträgliche Schmerzen. Um die Tortur zu verschlimmern, werden dem Bottom oftmals zusätzliche Gewichte an den Füßen angebracht.

Der Spanische Reiter, der auch als Spanischer Bock bezeichnet wird, hat seinen Namen aus der Zeit der Inquisition. Damals wurde das Gerät zur Folter eingesetzt, um „die Wahrheit“ zu erzwingen. Doch unabhängig von der spanischen Inquisition fand der Spanische Reiter auch im fernen Japan und China Anwendung.

Der Strafesel, der dem Spanischen Reiter sehr ähnelt, besteht aus zwei spitzwinklig zusammengefügten Brettern. Der Name des Strafesels leitet sich davon ab, dass oft ein Eselskopf aus Stroh auf die Holzbretter platziert wurde, um die Demütigung der bestraften Person zu verstärken.

Wenn ein Spanischer Reiter verwendet wird, darf der Bottom niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Insbesondere wenn die spitze Kante nicht gepolstert oder verbreitert ist oder sogar mit Metallkanten ausgestattet ist, kann längeres Sitzen ernsthafte Verletzungen verursachen.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Begriff “Spanischer Reiter” auch ein Reliefbild von Salvador Dali bezeichnet und zudem als Hilfsmittel zur Ausbildung von Pferden verwendet wird.

Die Sklavenkiste, auch als “Black Box” bekannt, ist eine aus Holz oder Metall gefertigte Box, die so dimensioniert ist, dass ein darin eingeschlossener Sklave seine Position nicht ändern kann. Die Kiste ist, mit Ausnahme von Belüftungsöffnungen, lichtundurchlässig und blickdicht, daher der Alternativname “Black Box”. In einigen Modellen gibt es zusätzliche Öffnungen für den Mund, das Gesäß, die Hände oder Füße des Sklaven. Alle Körperteile oder Extremitäten, die außerhalb der Sklavenbox zugänglich sind, können vom Top benutzt, misshandelt oder involviert werden.

Diese Öffnungen können auch vom Top benutzt werden, um den Bottom weiter zu belästigen oder Zugang zu den Öffnungen des Bottoms zu erhalten. Sehr moderne Boxen sind mit einer Infrarotkamera ausgestattet. Diese ermöglicht es dem Top, seinen Bottom leiden zu sehen oder bei der Benutzung der Lustöffnungen des Bottoms besser zielen zu können. Eine extreme Variante dieser Form ist die Übertragung der Aufnahmen über das Internet an Zuschauer, was die Präsentation des Bottoms beinhaltet. Bei dieser Form der Vorführung sollte der Top immer das Einverständnis des Partners im Voraus einholen, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.

In der Sklavenbox können auch weitere Geräte wie Dildos oder Haken installiert sein. Abhängig von der Konstruktion der Box kann es möglich sein, den Sklaven von hinten zu penetrieren, entweder mit einem männlichen Glied oder einem Umschnalldildo. Darüber hinaus bietet die Box genügend Platz für alle BDSM-Utensilien nach dem Spiel. Mit einer Decke oder einem großen Tuch kann die Box schnell versteckt werden und der Wohn- oder Schlafraum ist wieder für ungebetene Gäste geöffnet.

Ein in die Box eingeschlossener Sklave sollte nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Kleinere Probleme können in solch einer Situation durchaus ernsthafte Auswirkungen haben. Bottoms mit Asthma, Klaustrophobie oder Herzproblemen sollten generell auf einen Aufenthalt in einer solchen Black Box verzichten.

Diese Öffnungen können auch vom Top benutzt werden, um den Bottom weiter zu belästigen oder Zugang zu den Öffnungen des Bottoms zu erhalten. Sehr moderne Boxen sind mit einer Infrarotkamera ausgestattet. Diese ermöglicht es dem Top, seinen Bottom leiden zu sehen oder bei der Benutzung der Lustöffnungen des Bottoms besser zielen zu können. Eine extreme Variante dieser Form ist die Übertragung der Aufnahmen über das Internet an Zuschauer, was die Präsentation des Bottoms beinhaltet. Bei dieser Form der Vorführung sollte der Top immer das Einverständnis des Partners im Voraus einholen, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.

In der Sklavenbox können auch weitere Geräte wie Dildos oder Haken installiert sein. Abhängig von der Konstruktion der Box kann es möglich sein, den Sklaven von hinten zu penetrieren, entweder mit einem männlichen Glied oder einem Umschnalldildo. Darüber hinaus bietet die Box genügend Platz für alle BDSM-Utensilien nach dem Spiel. Mit einer Decke oder einem großen Tuch kann die Box schnell versteckt werden und der Wohn- oder Schlafraum ist wieder für ungebetene Gäste geöffnet.

 

Die Streckbank ist ein Foltergerät aus der Vergangenheit, genauer gesagt aus dem Mittelalter, als es dazu verwendet wurde, Geständnisse von angeblichen Verbrechern und Hexen zu erzwingen. Eine mittelalterliche Streckbank ist im Wesentlichen ein Tisch mit Fesseln für Arme und Beine. Durch einen speziellen Mechanismus werden die Arme und Beine des Opfers gestreckt. Anfangs verspürt das in der Streckbank eingespannte Opfer eine äußerst unangenehme Körperspannung. Wenn die Arme und Beine weiter gezogen werden, spannen sich die Gelenke an, was bereits heftige Schmerzen verursacht. Im äußersten Fall springen die Knochen aus den Gelenken, was unbeschreibliche Schmerzen verursacht.

Heutzutage wird die Streckbank nicht mehr zur Folter oder zur Erzwingung von Geständnissen verwendet. Einige Tops nutzen sie jedoch gerne zur Fesselung und sanften Dehnung des Bottoms. Dabei dient die Streckbank vor allem der Fixierung des Bottoms, um anschließend weitere Behandlungen durchzuführen. Wenn der Bottom auf der Streckbank fixiert und gestreckt ist, ist er völlig wehrlos. Besonders beliebt sind in diesem Zustand Behandlungen der Genitalien.

Bei weiblichen Bottoms auf der Streckbank kommen häufig Plugs, Vibratoren, Klemmen oder Klammern zum Einsatz. Bei männlichen Bottoms ist die Abbindung oder Misshandlung der Hoden oder andere Praktiken der CBT (Cock and Ball Torture) üblich.

Obwohl es nicht beabsichtigt ist, kann eine Streckbank erheblichen Schaden verursachen. Der Top sollte daher genau darauf achten, wie stark er den Bottom dehnt. Bei übermäßiger Dehnung können Gelenke und Bänder dauerhafte Schäden davontragen. Auch Geweberisse sind möglich und sollten unbedingt vermieden werden.

Der Sklavenkäfig, üblicherweise aus Metallstangen gefertigt, ist gerade ausreichend groß, um den Bottom darin festzuhalten. Im Gegensatz zur Sklavenbox ist der Sklavenkäfig transparent. Abhängig von der Größe des Sklavenkäfigs kann der Bottom seine Position nicht mehr ändern, sobald er diese eingenommen hat. Die mögliche Position des Bottoms hängt dabei von der Konstruktion des Sklavenkäfigs ab. Von einer hockenden über stehende Position oder auf allen Vieren bis hin zu einer liegenden Position – alles ist denkbar und machbar.

Einige Sklavenkäfige bieten auch die Möglichkeit, verschiedene Toys direkt im Käfig zu installieren. Beliebte Spielzeuge für diese Zwecke sind Fesseln, Dildos und Plugs. Bestimmte Designs ermöglichen sogar das Hochhängen und Fixieren des Käfigs an der Decke. Auch die möglichen Interaktionen mit dem Bottom hängen von der Konstruktion des Käfigs ab. Bei den meisten Käfigen kann der Top von außen eingreifen oder den Eingesperrten nutzen. Dafür sind entweder die Abstände zwischen den Gitterstäben entsprechend groß, oder der Käfig ist mit speziellen Öffnungen für Eingriffe ausgestattet.

Der Sklavenkäfig dient zur Demütigung des Bottoms und zur Verstärkung der Dominanz des Tops. Sobald der Bottom im Käfig eingesperrt ist, hat der Top verschiedene Möglichkeiten, seinen Bottom zu quälen. Aufgrund der stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit ist das Einsperren des Bottoms in einen Sklavenkäfig immer als Strafe zu betrachten.

Ein Sklavenvertrag wird zwischen Top und Bottom abgeschlossen, um der Beziehung klare Konturen zu geben. Beide, der Top und der Bottom, haben bestimmte Rechte und Pflichten, die in diesem Vertrag festgelegt werden.

Im Sklavenvertrag wird eine scheinbar vorteilhafte Übereinkunft für beide Parteien getroffen. Mit dieser Vereinbarung kann niemand später behaupten, er hätte von den festgelegten Bedingungen nichts gewusst. Allerdings sollte niemand unüberlegt einen Sklavenvertrag unterzeichnen. Jeder Partner hat individuelle Bedürfnisse, Vorlieben und Tabus. Daher sollten Top und Bottom zunächst einander kennenlernen und ihre Übereinstimmungen finden, bevor sie sich auf einen Vertrag einlassen. Für die Phase des Kennenlernens empfiehlt es sich, ein Regelbuch zu nutzen, in dem erste Regeln und Pflichten festgehalten werden können.

Ein gut strukturierter Sklavenvertrag hat eine ähnliche Struktur wie ein alltäglicher Vertrag, obwohl der Inhalt stark variiert. Ein Sklavenvertrag beginnt mit einer Präambel (Einleitungsabschnitt), die teilweise auch romantisch gestaltet sein kann. Anschließend könnte eine Vereinbarung über den zeitlichen Geltungsbereich des Sklavenvertrags folgen, falls dieser nur für einen bestimmten Zeitraum Gültigkeit haben soll.

Der wichtigste Abschnitt des Sklavenvertrags beinhaltet nun die Regelungen und Paragraphen über die Rechte und Pflichten von Top und Bottom. In diesen Paragraphen können Aspekte wie Tabus, Kleiderordnung, Verhaltensregeln, Pflichten und Sanktionen bei Nichteinhaltung, Kommunikation, Loyalität, Safeword, Rechte und Pflichten des Tops, Sexualität, Treue und weitere Aspekte, die man geregelt haben möchte, festgelegt werden.

Ein Sklavenvertrag stellt einen moralischen Rahmen und eine Bindung dar, ist jedoch rechtlich nicht bindend.

Der Ausdruck Spanking stammt aus dem Englischen (to spank = verhauen) und bezeichnete ursprünglich in englischsprachigen Ländern eine herkömmliche Form der Disziplinierung zu erziehungstechnischen Zwecken in Schulen. Heutzutage bezieht sich Spanking hauptsächlich auf eine einvernehmliche sexuelle Aktivität zwischen Erwachsenen, die dem Sadomasochismus zugeschrieben wird. Spanking dreht sich meistens um das Schlagen des Gesäßes mit der offenen Hand oder verschiedenen Züchtigungsinstrumenten, kann aber auch auf andere Körperteile, wie zum Beispiel die Oberschenkel, den Rücken, die Brust oder die Genitalien, angewendet werden. Eine spezielle Form des Spankings, das auf die Füße zielt, wird als “Bastonade” bezeichnet.

Im Rahmen des Spankings werden typischerweise verschiedene Schlagwerkzeuge eingesetzt, darunter Peitschen, Gerten, Rohrstöcke, Flogger, Paddles oder Tawses. Abhängig von Material und Struktur des verwendeten Hilfsmittels kann die Intensität des Spankings stark variieren. So kann ein sanftes Spanking mit einem Soft-Flogger als angenehmes Kitzeln wahrgenommen werden, während Schläge mit einem Gummi-Paddle eher zu einer flächendeckenden Durchblutungssteigerung der betroffenen Körperteile führen, weshalb sie oft zum Aufwärmen vor der eigentlichen Spanking-Sitzung genutzt werden. Je nach Präferenz des Spankees können im weiteren Verlauf härtere Spanking-Utensilien zum Einsatz kommen.

Zu den deutlich härteren Spanking-Toys gehören der Rohrstock, die sogenannte neunschwänzige Katze (eine spezielle Art von Peitsche, die es natürlich auch mit mehr oder weniger Schwänzen gibt), das Tawse (eine an der Vorderseite gespaltene Lederklatsche) und die Bullwhip (engl. Bullenpeitsche). Der aktive Spanker muss die schwierige Wahl treffen, welches Werkzeug am besten in der Hand liegt. Oft spielt auch der beim Spanking erzeugte Klang eine Rolle, sowohl in der Luft als auch beim Aufprall auf dem Körper des Spankees. Einige Peitschen zischen oder knallen, manche Paddles klatschen sehr laut, verursachen beim Spanking aber relativ geringe Schmerzen. Für den passiven Partner ist es wichtig, die eigenen Grenzen realistisch einzuschätzen und nicht zu überschreiten, da ein sogenannter “Absturz” durch zu hohe Schmerzintensität oder Schlagfrequenz, unzureichendes Aufwärmen oder andere störende Faktoren leicht auftreten kann, wobei der Spankee psychisch aus dem Gleichgewicht gerät.

Im Gegensatz dazu berichten viele Anhänger des Spanking von emotionalen Höhenflügen, die wahrscheinlich durch die kontinuierliche Ausschüttung von Schmerzhormonen verursacht werden. Diese Zustände werden als “Fliegen” bezeichnet und gelten allgemein als sehr wünschenswert.

Ein weiterer Aspekt des Spanking sind die zurückbleibenden Spuren, zum Beispiel am Gesäß der betroffenen Person. Je nach verwendetem Schlaginstrument können diese sehr unterschiedlich ausfallen. Während ein Spanking mit einem Rohrstock viele einzelne, manchmal tiefe Striemen hinterlässt, hinterlässt ein Gummipaddle überhaupt keine Spuren, ein Holzpaddle eher Hämatome. Für viele Spankees ist es besonders reizvoll, auch Tage nach der Session bei längeren Sitzphasen noch die Auswirkungen des Spankings zu spüren.

Die Körperposition während des Spankings ist ebenfalls wichtig. Ob der Spankee fixiert ist oder frei, ob er über einen Tisch oder Stuhl gebeugt ist oder steht, kann für die Beteiligten sehr unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Vor allem das “übers Knie legen” wird von vielen BDSM-Anhängern als sehr reizvoll empfunden, da diese Position das starke Machtgefälle zwischen dem Aktiven und dem Passiven betont und das Spanking in einen rollenspiellastigen Erziehungskontext stellt. Dieser Kontext kann durch die Verwendung bzw. absichtliche Zweckentfremdung von Haushaltsgegenständen verstärkt werden. Der Aktive schlüpft dabei beispielsweise in die Rolle des strengen Elternteils, der seinen Gürtel oder den Kochlöffel zur Züchtigung nutzt.

Squirting ist eine alternative Bezeichnung für die weibliche Ejakulation. Obwohl das Phänomen in der Vergangenheit weitgehend unbekannt war und angenommen wurde, dass nur Männer beim Orgasmus ejakulieren können, fand das Squirting bereits 300 vor Christus bei Aristoteles Erwähnung. Es wurde als eine wässrige, natürlich keine Spermien enthaltende, Flüssigkeit beschrieben, die während des weiblichen Orgasmus abgesondert werden kann.

Obwohl jede Frau theoretisch anatomisch zur weiblichen Ejakulation, dem sogenannten Squirting, fähig ist, variieren die Prozentsätze der Frauen, die das Squirting bereits erlebt haben, in Studien stark: zwischen 4,7 und 54 Prozent aller Frauen berichten, Squirting schon einmal selbst erlebt zu haben. Eine Herausforderung dabei sind die Schamgrenzen und die mögliche Verwechslung der Ejakulationsflüssigkeit mit Urin. Neuere Studien belegen, dass das beim Squirting freigesetzte Sekret chemisch gesehen den Ausscheidungen der Prostata ähnelt und keinesfalls Urin ist.

Unter welchen Umständen und wie kommt es zum Squirting? Im Allgemeinen wird das Squirting von einem intensiven Orgasmus begleitet. Es hat sich gezeigt, dass die Stimulation des G-Punkts dies fördert. Dabei ist die Missionarsstellung anatomisch eher nicht günstig. Eine Penetration von hinten oder in der Reiterstellung ist für das Squirting deutlich vorteilhafter.

Entscheidend dabei ist die Bereitschaft und die Fähigkeit der Frau, sich völlig fallen zu lassen. Ohne emotionale Nähe und sexuelle Intensität ist das Squirting eher schwierig. Eine übliche Methode ist die Stimulation des G-Punkts mit 1-2 Fingern. Diese werden 4-5 cm tief in die Scheide eingeführt und zur Stimulation rhythmisch in Richtung der Bauchdecke gebogen. Wichtig ist dabei, dass die Frau sich nicht von dem möglichen Gefühl des Harndrangs irritieren lässt. Sie kann dann die Intensivierung der Stimulation weiter genießen und schließlich das Squirting erleben, das von vielen Frauen auch als ein Gefühl des “Auflösens” beschrieben wird. Es wird gelegentlich auch berichtet, dass durch Fisting die Frau so stark stimuliert wird, dass sie einen besonders intensiven Orgasmus hat und die Wahrscheinlichkeit, bei diesem Orgasmus zu ejakulieren, erhöht wird.

In der BDSM-Szene wird Squirting eher selten eingesetzt. In erster Linie wird die extreme sexuelle Erregung der weiblichen Sub genutzt, um die Sub zu quälen und ihre Erregung so weit zu steigern, dass sie schließlich ejakuliert. Während diese Spielvariante hauptsächlich von männlichen Tops angewendet wird, lassen sich Femdoms von ihren Bottoms oft solange verwöhnen, bis sie ihren Bottom mit ihrem Ejakulat durchnässen. Die Damen erwarten hierbei häufig von ihren Untergebenen, dass sie ihr Ejakulat aufnehmen und schlucken.

Tabu bezeichnet in der BDSM-Kultur Praktiken, Beteiligte, Gegenstände oder Vorlieben, die von einer Person strikt abgelehnt werden. Es ist nicht nur der Bottom, der Tabus festlegen kann, sondern auch die Tops haben ihre Tabus.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass beide Partner vor Beginn des Spiels offen über ihre Tabus sprechen. In der Regel hat der dominante Part weniger oder gar keine Tabus, während der Bottom in der Regel mehrere hat. Es ist besonders wichtig, dass der Top die Tabus des Bottoms respektiert und einhält. Die Vereinbarungen werden von beiden Seiten als bindend und obligatorisch empfunden und eingehalten. Wenn jedoch Tabus ohne Zustimmung verletzt werden, führt dies immer zu einem Vertrauensverlust und kann unter Umständen rechtliche Folgen haben.

Das Tabu in der BDSM-Welt

Die am Beginn einer BDSM-Beziehung festgelegten Tabus sind nicht unbedingt unveränderlich. Es ist durchaus möglich, dass sie sich im Laufe des BDSM-Lebens ändern und verschieben.

Studien zeigen, dass viele Frauen anfangs Schwierigkeiten damit haben, sich anal ihrem Top hinzugeben oder beispielsweise einen Plug einzuführen und dies auch als Tabu betrachten. Mit zunehmender Beziehungsdauer und somit wachsendem Vertrauen haben viele Frauen jedoch im Laufe der Zeit ihre “Hintertür” geöffnet. Verschiedene ähnliche Studien weisen darauf hin, dass etwa 90% der Frauen, die anfangs ein Anal-Tabu hatten, sich später doch damit anfreunden konnten.

Tabus, die im Laufe des BDSM-Lebens fallen oder sich verschieben, können als “weiche Tabus” bezeichnet werden. Diese sind auf lange Sicht nicht unverrückbar. Grenzen, die niemals überschritten werden dürfen (aus welchem Grund auch immer), werden als “harte Tabus” bezeichnet. Der Top sollte sich diesen Grenzen nicht nur langsam nähern, diese Grenzen sind festgelegt und werden nicht fallen.

Oft braucht es Zeit und Vertrauen, damit sich eine Grenze langsam verschiebt und ein Tabu fallen kann. Der Top kann sich langsam den Grenzen des Bottoms nähern. Hierbei ist der Einsatz eines Safewords sehr sinnvoll. Wenn der Bottom dieses ausspricht, muss der Top sofort aufhören und darf keinen weiteren Schritt in Richtung der Grenze machen.

Auch Sigmund Freud hat sich zu Tabus geäußert: “Tabuverbote sind ohne jede Begründung, sie sind unbekannter Herkunft; für uns unverständlich, erscheinen sie jenen selbstverständlich, die unter ihrer Herrschaft leben.”

Eine Tawse ist ein historisches, schottisches Instrument zur körperlichen Züchtigung, das hauptsächlich in Schulen zum Einsatz kam. Dieses Werkzeug symbolisierte auch die schottische Unabhängigkeit, da es im Kontrast zum in England bevorzugten Rohrstock stand. Die Tawse wurde primär für das Verabreichen von Hieben auf die Hände genutzt, bei stärkeren Strafen jedoch auch auf das Gesäß.

Bis ins Jahr 1948 konnten schottische Gerichte Jugendlichen bis zu 36 Hiebe auf das Gesäß als Strafe auferlegen. Heutzutage wird die Tawse fast ausschließlich in der BDSM-Szene verwendet.

Traditionelle Tawse werden aus einem einzigen Stück robustem Leder gefertigt. Oft ist unten ein Holzgriff befestigt, während das obere Ende in zwei bis vier Streifen aufgeteilt ist. Je mehr Streifen es gibt, desto weniger schmerzhaft ist ein Hieb mit der Tawse.

Wie andere Bestrafungsinstrumente (Rohrstock, Gerte, Peitsche, usw.) wird die Tawse zur Disziplinierung von Bottoms genutzt. Da das Risiko einer Hautverletzung bei Verwendung einer Tawse geringer ist, sind im Vergleich zu anderen Instrumenten deutlich mehr Hiebe möglich. Aufgrund der wiederholten Hiebe auf die gleiche Stelle entsteht eine Hautreizung, wodurch der Schmerz zunimmt.

Gefahren und Nebenwirkungen der Tawse Bei zu festen Hieben können Verletzungen auftreten. Hierzu gehören ernsthafte Platzwunden, die bleibende Narben verursachen können. Häufiger können blaue Flecken und Striemen entstehen, die über mehrere Tage sichtbar sein können.

Ein Toilettenstuhl (auch bekannt als Sklaventoilette) ist einfach gesagt ein Stuhl oder Tisch mit einer Öffnung. Der sogenannte Toilettensklave muss sich unter diese Öffnung positionieren und den Natursekt oder Kaviar des Tops empfangen oder erdulden. Oftmals werden hierfür Stühle aus dem Pflegebereich, wie sie in Altenheimen oder Krankenhäusern verwendet werden, genutzt. Heutzutage existieren jedoch auch spezielle für BDSM hergestellte Varianten, die eine Fixierung des Bottoms am Toilettenstuhl ermöglichen. Eine weitere Ausführung beinhaltet eine Sklavenbox unter dem Toilettenstuhl, in der der Bottom nicht nur Natursekt und Kaviar ertragen muss, sondern auch durch diverse Öffnungen auf verschiedene Arten genutzt werden kann.

Toilettenstühle werden gerne zur Stärkung der dominanten Position und zur intensiven Demütigung des Bottoms genutzt. Sie unterstreichen klar die Rolle und den Status des Bottoms. Gleichzeitig ermöglichen sie dem Top eine durchaus komfortable Position auf dem Toilettenstuhl und die Fähigkeit, umgehend Bestrafungen durchzuführen, sollte der Bottom nicht entsprechend agieren. Der Top kann die Spende von Natursekt sowohl als Strafe als auch als Belohnung für den Bottom verwenden, abhängig von der Art der Beziehung zwischen beiden. Im Gegensatz dazu sollte die Spende von Kaviar nicht als Belohnung betrachtet werden.

Wie bei allen Praktiken, die Exkremente involvieren, sollte auch beim Einsatz von Toilettenstühlen besondere Vorsicht gelten, um die Verbreitung ansteckender Krankheiten zu vermeiden. Hier besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Ein Transvestit ist eine Bezeichnung für einen Mann, der Kleidung für Frauen trägt, oder eine Frau, die Männerkleidung trägt. Der Grund dafür ist derselbe: Sie kleiden sich in die Kleidung des anderen Geschlechts, um ihre innere, wahre geschlechtliche Identität zum Ausdruck zu bringen. Transvestiten fühlen sich daher oft als in einem anderen Geschlechtskörper gefangen. Transvestitismus tritt sowohl bei homosexuellen als auch bei heterosexuellen Menschen auf und ist daher unabhängig von der sexuellen Ausrichtung.

Der Begriff Transvestit oder Transvestismus geht auf Magnus Hirschfeld zurück, der diesen Begriff 1910 einführte. Er definierte Transvestiten als Menschen, die aus dem Wunsch heraus, das andere Geschlecht so genau wie möglich nachzuahmen und sich auch so zu verhalten und zu fühlen, gerne die Kleidung des jeweils anderen Geschlechts tragen. Heute passt diese Beschreibung am besten auf Transgender-Personen.

Ein Toilettensklave in der BDSM-Welt ist eine Person mit devoten Neigungen, die sich dazu bereit erklärt, die körperlichen Ausscheidungen einer anderen, dominanteren Person oral zu empfangen. Manche Toilettensklaven vollbringen ihren so genannten Dienst vollständig, d.h., sie schlucken die Exkremente nicht nur herunter, sondern verzehren sie auch. Gerüchte besagen, dass es Toilettensklaven gibt, die sich fast ausschließlich von den Ausscheidungen ihrer Tops ernähren oder bei jedem Toilettengang als Toilettensklave zur Verfügung stehen.

Es ist jedoch nicht eindeutig, ob den Aussagen dieser Personen – die selbst innerhalb der Toilettensklavenszene als extrem angesehen werden – Glauben geschenkt werden sollte. Eine solche “Ernährung” wäre jedenfalls eine enorme physische Belastung für den Organismus des betreffenden Toilettensklaven. Sowohl Urin als auch Kot enthalten eine hohe Anzahl an Keimen, Ausscheidungsprodukten, Bakterien, Viren und Pilzsporen, die selbst bei einem gesunden Toilettensklaven erheblichen Schaden anrichten oder schwerwiegende Krankheiten wie HIV oder Hepatitis-C übertragen könnten.

Die Ausbildung zum Toilettensklaven erfolgt in der Regel schrittweise. Anfangs wird der Toilettensklave dazu gebracht, am Kot seines Tops zu riechen, ihn abzulecken oder den Anus des Aktiven nach dem Toilettengang mit der Zunge zu säubern. Später wird der Toilettensklave dazu gebracht, die Ausscheidungen direkt aus dem Anus des Tops in den Mund zu nehmen, oft während er festgehalten wird. Für den Toilettensklaven stellt das Überwinden seiner eigenen Ekelgrenze eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig empfinden viele Toilettensklaven die damit einhergehende enorme Demütigung und die extreme Betonung der bestehenden Machtverhältnisse als erregend. Auch die Vorstellung, einen Teil des verehrten Tops in sich aufnehmen zu dürfen – selbst wenn es sich nur um Ausscheidungen handelt – finden Toilettensklaven oft sehr anziehend. Der Toilettensklave, der an einem so intimen Akt teilnehmen darf, fühlt sich seinem Top nach vollbrachtem Dienst möglicherweise enger verbunden, trotz der enormen Erniedrigung.

Einige Toilettensklaven halten eine erhebliche emotionale Distanz zu ihrem Top aufrecht und würden sich einer dominanten Frau nur zögernd nähern. Solche Toilettensklaven suchen einerseits die ungewohnte Intimität des verehrten Gegenübers und sind fasziniert davon, dass eine so banale Verrichtung tatsächlich in ihrer Gegenwart stattfindet. Andererseits können sie selbst Teil dieser Intimität werden, ohne jemals dieselbe Stufe wie der Top zu erreichen. Im Gegenteil: Der Toilettensklave wird durch die Ausübung der ihm anvertrauten Aufgabe tiefer gedemütigt und radikal auf die niedrigste Position herabgesetzt. Je sorgfältiger und ausdauernder der Toilettensklave seinen Dienst verrichtet, desto offensichtlicher akzeptiert er seine Position auf der niedrigstmöglichen Machtebene gegenüber dem Top.

Tunnelspiele im Kontext von BDSM ähneln einem buchstäblichen Einbahnstraßentunnel: Einmal betreten, gibt es kein Zurück mehr. Ist das Tunnelspiel einmal gestartet, kann es nicht mehr abgebrochen werden und dauert an, bis beispielsweise eine verwendete Substanz ihre Wirkung verliert.

Viele BDSM-Enthusiasten finden gerade die Unausweichlichkeit des Tunnelspiels besonders spannend. Alle Teilnehmer müssen vorab bedenken, auf was sie sich einlassen – denn hat das Tunnelspiel erst begonnen, sind alle nachträglichen Überlegungen zu spät. Deshalb erfordert das Tunnelspiel vor allem vom passiven Teilnehmer eine hohe Bereitschaft, möglicherweise auch über die eigenen Grenzen hinauszugehen und sich vollkommen einem eventuellen Gefühl der Ohnmacht hinzugeben.

Tunnelspiel: Es gibt kein Zurück Das klassischste und vergleichsweise harmlose Tunnelspiel in der BDSM-Gemeinschaft ist vermutlich das sogenannte “Figging”. Dabei wird dem passiven Partner ein geschältes Stück Ingwer in den Anus oder die Vagina eingeführt, das dort für eine längere Zeit (und auch nach Entfernung) einen Wärme- und Schmerzreiz auslöst, ohne wirklichen Schaden zu verursachen.

Eine andere Form des Tunnelspiels besteht darin, den Bottom mit einem Zeitschloss zu fesseln – natürlich unter der Bedingung, dass das Schloss nicht manuell geöffnet wird. In gewissem Sinne ist auch der aktive Partner während eines Tunnelspiels den Umständen “ausgeliefert”, was das Ganze zu einer intensiven und verbindenden, aber möglicherweise riskanten Erfahrung macht. Bei Tunnelspielen wird auf die Verwendung von Sicherheitswörtern verzichtet. Je nach Art des Tunnelspiels hätte ein Stopp-Wort sowieso keinen Effekt. Daher ist es nicht empfehlenswert, seine ersten BDSM-Erfahrungen direkt mit Tunnelspielen zu sammeln.

Manchmal wollen Bottoms auch ohne einen Top Tunnelspiele durchführen. Hierfür wurden sogenannte Eisschlösser entwickelt. Sie werden mit Wasser gefüllt und in den Gefrierschrank gestellt, bis das Wasser gefriert. Danach kann sich der Bottom selbst fesseln und wird erst freigelassen, wenn das Eis geschmolzen ist. Je nach Ausführung kann die Fesselungszeit zwischen zwei und acht Stunden betragen.

Im Kontext von BDSM bezeichnet Trampling eine Praxis, bei der die dominant-aktive Person auf dem Körper der devot-passiven Person steht oder sogar darauf herumwandelt.

Die Art der Fußbekleidung der aktiven Person während des Tramplings – ob barfuß, mit speziellen Schuhen, sauber oder schmutzig, oder ob die Füße mit Nylon, Baumwolle oder Latex bedeckt sind – hängt von den Präferenzen der Beteiligten ab. Auch kann die Freude am Trampling aus verschiedenen Aspekten resultieren. Einige passive Personen genießen vor allem den Anblick der nackten Füße und Beine aus der unteren Perspektive und vielleicht auch die Gelegenheit, der dominanten Frau dabei ohne Strafe unter den Rock schauen zu können. Hinzu kommt das Gefühl des drückenden Gewichts des Aktiven auf dem Brustkörper oder anderen Körperteilen. Trampling wird oft mit CBT (Cock and Ball Torture) kombiniert, so dass beim Gehen auf dem Körper des Passiven bewusst Schmerzen in den Genitalien verursacht werden, zum Beispiel durch das Eindrücken der High-Heel-Absätze in den Hodensack.

Trampling: Das Gefühl, als ob ein Elefant auf einem steht. Je nach körperlicher Verfassung des aktiven Trampling-Teilnehmers können unterschiedlich starke Empfindungen beim Passiven entstehen, die durch das entsprechende Schuhwerk noch intensiviert werden können.

Das Trampling gewinnt durch die physisch erhöhte Position des Dominanten und die Verwendung des unten liegenden Submissiven als “Teppich” oder “Fußabtreter” einen weiteren zentralen Aspekt, der besonders für eine dominant bzw. devot veranlagte Person attraktiv sein dürfte. Das Trampling ist vom Crushing (engl. Zerquetschen) zu unterscheiden, bei dem der aktive Part absichtlich verschiedene Gegenstände, zum Beispiel rohe Eier, vor den Augen des Passiven zertritt. Beide Praktiken können als Ausdruck von Dominanz interpretiert werden, wobei das Crushing klar einen destruktiven Aspekt beinhaltet, der beim Trampling nicht unbedingt im Vordergrund steht.

Urophilie bezieht sich auf die sexuelle Neigung zu Urin, seinem Geruch oder der Handlung des Wasserlassens selbst. Dies beinhaltet auch den Begriff “Natursekt”, also die Aufnahme von Urin. Häufig weisen Personen mit Urophilie neben ihrer Vorliebe für Urin auch eine Tendenz zur Koprophilie (auch als “Kaviar” bekannt) auf. Urophilie tritt bei beiden Geschlechtern gleichermaßen auf. Da Urophilie gesellschaftlich nicht anerkannt ist, wird über diese Neigung meist nicht offen gesprochen.

Urophilie: Ein Teil des BDSM-Spektrums. Innerhalb des BDSM findet die Urophilie viele Anhänger und kommt oft in den Rollenspielen zwischen Top und Bottom zum Einsatz. Hierbei nutzt der Top den Urin, um seine Dominanz über den Bottom zu manifestieren und zu unterstreichen. Die mildere Variante entspricht dem Prinzip von RACK (Risk Aware Consensual Kink), also sicher, vernünftig und einvernehmlich, und erfolgt in gegenseitigem Einverständnis. Hier geht es hauptsächlich darum, die Urophilie durch Aufnahme des Urins des Tops zu erleben. Dies kann sowohl eine Strafe für Fehlverhalten des Bottoms als auch eine Belohnung für die Befriedigung des Tops darstellen.

Die härtere Form der Urophilie kann Praktiken einschließen, die nicht unbedingt im gegenseitigen Einverständnis stattfinden und sogar erzwungen werden können. Dabei kann die Urophilie in Objektifizierung übergehen, bei der der Bottom als “Toilettensklave” erzogen und missbraucht wird. Medizinisch gesehen spricht nichts gegen die Aufnahme von frischem Urin. Frischer Urin enthält nur wenige Bakterien, die für gesunde Menschen ungefährlich sind. Jedoch sollte man von gelagertem Urin Abstand halten, da dieser bereits nach kurzer Zeit eine hohe bakterielle Belastung aufweisen kann. Bei Urophilen mit schweren Krankheiten, wie zum Beispiel Hepatitis, raten Ärzte dringend von der Aufnahme des Urins ab, da ein Infektionsrisiko besteht.

Der Begriff “Vomit”, der aus dem Englischen stammt, bezieht sich auf das Erbrechen oder das Anspeien. Tatsächlich ist dies eine spezielle Spielart im BDSM, die auch als “Dirty-Games” oder “Ekel-Spiele” bekannt ist. In der Umgangssprache werden auch Begriffe wie “Vomitplay” oder “Römische Dusche” verwendet.

Historischer Kontext

Die Praxis des Vomit hat ihren Ursprung in römischen Festgelagen, woraus auch der Begriff “Römische Dusche” stammt. Es ist bekannt, dass die reiche römische Oberschicht dazu neigte, sich zu überfressen, bis sie erbrach. Das Erbrechen hinderte sie jedoch nicht daran, weiter zu essen. Es war nicht ungewöhnlich, dass hierfür auch Brechmittel und Federkiele verwendet wurden. Diese Praxis wird von dem Satz des Seneca gut zusammengefasst: “Vomunt, ut edant, ut vomant.” Dies bedeutet übersetzt: “Sie erbrechen, um zu essen – sie essen, um zu erbrechen.”

Anwendung im BDSM

Vomit wird am häufigsten in Dominastudios praktiziert. Die meisten Frauen fühlen sich von dieser Spielart nicht angezogen. Vomit-Fetischismus ist hauptsächlich bei Männern beliebt, was erklärt, warum die Domina in der Regel die aktive Rolle übernimmt.

Während der Handlung selbst wird die devote Person vom dominanten Partner angespeit. Der Fetisch fokussiert auf die Handlung des Erbrechens. Die Domina benutzt das Erbrechen, um ihren Sklaven, auch als Sub bezeichnet, zu bestrafen. Vomit kann auch dazu verwendet werden, die Unterwerfung des Sub zu kontrollieren. Es kann sogar als Ausdruck von Abscheu und Ekel gegenüber dem Sklaven eingesetzt werden. Dabei steht die spielerische Darstellung des Fetischs im Vordergrund. Welcher Körperteil beim Vomit hauptsächlich betroffen ist, hängt von der Absprache zwischen beiden Partnern ab. Es kann alles von neben dem Sub, auf den Füßen, bis hin zum Mund betreffen. Eine waschbare Unterlage oder die Durchführung in der Badewanne sind hier am besten geeignet.

Vomit und Deepthroat

Vomit kann auch im Kontext von Deepthroat praktiziert werden. Dabei stößt der Penis tief in den Hals und löst dadurch einen Würgereflex aus. Dies führt dazu, dass der oral aktive Partner erbricht. Ob es sich dabei um zwei Männer oder einen Mann und eine Frau handelt, hängt von den sexuellen Vorlieben ab. Manchmal erbricht der oral aktive Partner erst, wenn der Mann zum Höhepunkt kommt. Dabei kann das Erbrochene auch auf der Brust der Frau landen. In diesem Fall erregt der Anblick des Erbrechens einen der beiden Partner.

Zwangs-Fütterung und Vomit

Eine weitere Anwendung von Vomit ist die Zwangsfütterung. Dabei wird der devote Partner so vollgestopft, dass er schließlich erbricht. Eine interessante, aber teure Variante ist das vorherige Essen gehen oder ein Candle-Light-Dinner. Manchmal ist Vomit auch das Ergebnis von vorherigem Sploshing (Sex mit Lebensmitteln). Es können auch Mittel verwendet werden, die ein Erbrechen hervorrufen.

Erregung durch Vomit

Warum einige Menschen Vomit praktizieren, ist nicht genau zu bestimmen. Einige finden es erregend, jemanden beim Erbrechen zu beobachten. Andere genießen es, von ihrem Top angespeit zu werden. Es wird unterschieden, ob der Akt des Würgens oder des Kotzens der Fetisch ist. Selbst die empfundene Demütigung oder das körperliche Gefühl kann für einige sehr erregend sein. Einige neigen auch dazu, anschließend mit dem Erbrochenen zu spielen und dabei erregt zu werden. Zweifellos ist Vomit ein sehr intimer Austausch zwischen zwei Personen.

Risiken und Nebenwirkungen

Da bei Vomit Erbrochenes involviert ist, gibt es einige Dinge zu beachten. Ständiges Erbrechen ist schädlich für den Körper. Mit der Zeit kann, wenn nicht bereits vorhanden, eine Essstörung wie Anorexie oder Bulimie entstehen. Daher hat Vomit auch Auswirkungen auf die Psyche. Bei Unbekannten sollte immer vorher geklärt werden, ob bekannte Krankheiten vorhanden sind. Da es zu einer Ausscheidung von Blut kommen kann, sollte bei Unbekannten der Kontakt mit Schleimhäuten und dem Mund vermieden werden. Ansonsten besteht das Risiko der Übertragung von Krankheiten wie HIV. Ein besonderer Fokus liegt auf der Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushaltes im Körper. Es ist wichtig, den Körper hydratisiert zu halten, um Austrocknung zu vermeiden. Magensäure kann auch den Zahnschmelz angreifen und somit das Risiko für Karies und Parodontitis erhöhen.

Reinigung

Ähnlich wie bei anderen Praktiken im BDSM, sollten Räume, in denen Vomit praktiziert wird, leicht zu reinigen sein. Hier sind effektive Reinigungsmittel unerlässlich! Idealerweise sollten sie nicht nur reinigen, sondern auch desinfizieren. Der Sub kann am Ende als Reinigungssklave zusätzlich bestraft werden.

Ein Vakuumbett ist in der Regel aus Latex oder Gummi gefertigt und ähnelt grob einem Schlafsack, obwohl es nur entfernte Ähnlichkeiten mit einer Vakuummatratze aufweist. Das Material ist stets luftdicht, so dass die Luft problemlos abgesaugt werden kann. Dies erzeugt einen Unterdruck, der die darin liegende Person immobilisiert. Der erzeugte Unterdruck ist so stark, dass die eingeschlossene Person sich normalerweise nicht mehr bewegen kann.

Die gebräuchlichste Ausführung besteht aus zwei Latexlaken, die auf einem Rahmen gespannt und zusammengefügt sind. Eine Person kann durch einen Reißverschluss zwischen die Latexlaken steigen. Der Reißverschluss kann dann luftdicht verschlossen werden. Üblicherweise gibt es zwei Öffnungen: Eine zum Absaugen der Luft zwischen den Matten und eine andere, um der im Bett befindlichen Person das Atmen zu ermöglichen.

Vakuumbett

Das Atemloch ist von entscheidender Bedeutung, da innerhalb des Vakuumbetts keine Luft vorhanden ist. Bei einigen Betten kann die eingeschlossene Person nur durch einen Schlauch atmen oder erhält eine Atemmaske.

Das Vakuumbett ist insbesondere im Bondage und bei Gummifetischisten sehr beliebt. Bondage-Anhänger schätzen vor allem die Bewegungseinschränkung, während Gummifetischisten das Material auf ihrer Haut reizt. Zudem werden durch das Latex hindurch Berührungen besonders intensiv wahrgenommen. Andere Sinneswahrnehmungen hingegen werden stark eingeschränkt, was zu einem sensorischen Entzug führt.

Risiken und Nebenwirkungen vom Vakuumbett Ein Vakuumbett sollte niemals alleine benutzt werden. Ohne Hilfe ist es in der Regel nicht möglich, das Bett zu verlassen. Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr des Erstickens. Aufgrund der engen Fixierung kann es zu einer Atemdepression kommen. Diese Art der Atemnot kann zu völligem Atemstillstand führen. Atemdepression tritt zudem gemeinsam mit Hypoxie auf, also der Unterversorgung von Gewebe mit Sauerstoff.

Ein Vakuumbett ist kein harmloses Spielzeug. Es besteht das Risiko eines Herz-Kreislauf-Versagens oder einer Atemlähmung.

Im Rahmen einer Vorführung wird der unterwürfige Partner, der Bottom, anderen Individuen präsentiert. Dies kann lediglich zur Demonstration dienen oder den Bottom als sexuelles und lustvolles Objekt darstellen. Dies hängt stets von der Beziehungsdynamik der Partner ab und selbstverständlich auch von den Tabus und der persönlichen Schamgrenze des Bottoms.

Es gibt verschiedene Methoden der Vorführung. Die einfachste Form beinhaltet die Präsentation des Bottoms vor einer oder mehreren unbekannten Personen in seiner üblichen Kleidung. Die Kleidung kann jedoch variieren, wobei der Bottom am häufigsten leicht bekleidet oder nackt vorgeführt wird.

Eine intensivere Form der Vorführung umfasst sexuelle Handlungen vor Zuschauern. Dabei wird der Bottom so positioniert, dass die Zuschauer alle Aktionen des dominanten Partners, dem Top, uneingeschränkt beobachten können. Solche Präsentationen finden häufig in Pornokinos statt, um eine größtmögliche Anzahl an anonymen Zuschauern zu erreichen. Vor allem männliche Beobachter masturbieren oft bei solchen Vorführungen. Einige Tops erlauben es den anwesenden Männern sogar, ihren Bottom mit ihrem Sperma zu “ehren”, was bis hin zu Bukkake-Szenarien führen kann. Dies stellt bereits die dritte Form der Vorführung dar.

BDSM Vorführung

Im Rahmen der dritten Vorführungsform wird der Bottom zusätzlich zur Benutzung freigegeben. Männliche wie auch weibliche Bottoms werden zur maximalen Demütigung vorgeführt und zur Benutzung freigegeben. Häufig sind es Männergruppen, die den Bottom benutzen, doch manchmal nutzen auch Frauengruppen den Bottom mithilfe von Umschnalldildos oder anderen Spielzeugen.

Einige Doms erweitern diese Form der Vorführung sogar, indem sie ihren Sub gegen Bezahlung für einige Stunden oder sogar eine ganze Nacht an andere abgeben. Hierbei kann der “Wert” des Bottoms gesteigert werden, wenn andere bereit sind, für Sex mit dem Bottom zu zahlen.

Die meisten Tops erfreuen sich am Anreiz, beobachtet zu werden, und gleichzeitig den Bottom als reines Sexobjekt darzustellen. Manchmal geht es den Tops auch darum, die Fähigkeiten des Bottoms zu demonstrieren. Beispielsweise wird gerne gezeigt, wie gut ein Bottom Fellatio oder sogar Deepthroat beherrscht oder wie weit der Sub bereits für Vaginal- oder Analfisting vorbereitet wurde.

Unabhängig davon, welche Art der Vorführung ausgewählt wird oder ob sie auch sexuelle Handlungen beinhaltet, wird der Dom stets präsent sein und für seinen Sub sorgen. Obwohl dies für Außenstehende oft schwer verständlich ist, hat eine Sub für den Dom dieselbe Bedeutung wie der Dom für die Sub. Das Vertrauen und die “Leistung”, die der Bottom erbringt, werden gewürdigt und durch Schutz und Sicherheit ausgeglichen.

Solange alle Beteiligten in das Geschehen eingeweiht sind, sollten bei der Vorführung weder Schock noch Ablehnung auftreten. Wird der Sub jedoch vor Fremden vorgeführt, kann die dadurch entstehende Demütigung solche Gefühle hervorrufen und starke Abneigungen auslösen.

Wie bei jeder sexuellen Aktivität besteht auch bei der Benutzung durch Unbekannte das Risiko einer Infektion mit verschiedenen Krankheiten. Daher ist Vorsicht geboten und es sollten Kondome sowohl beim Geschlechtsverkehr als auch beim Oralverkehr verwendet werden.

Die Praktik der Vaginaldehnung, ähnlich wie die Analdehnung, ist im BDSM häufig zu finden und zielt darauf ab, schließlich mit der gesamten Hand in die Vagina eindringen zu können – eine Technik, die als Fisting bekannt ist. Zunächst beginnt der Top damit, ein oder zwei Finger in die Vagina des Bottoms einzuführen. Mit fortschreitender Vaginaldehnung werden nach und nach mehr Finger hinzugefügt, bis schließlich auch der Daumen und später die gesamte Hand in der Vagina untergebracht sind.

Andere Techniken zur Vaginaldehnung beinhalten das Einführen von immer größeren Dildos und Spielzeugen. Mit steigender Größe der Sexspielzeuge wird die weibliche Vagina immer weiter gedehnt. Hierbei kann ein aufblasbarer Dildo, dessen Größe angepasst werden kann, besonders nützlich sein. Nach einer erfolgreichen Vaginaldehnung sind einige Frauen nicht nur in der Lage, gefistet zu werden, sondern können sogar größere Gegenstände aufnehmen, wie zum Beispiel Baseballschläger, zwei Fäuste, mehrere Penisse oder Flaschen. Bei der Verwendung von Flaschen ist jedoch Vorsicht geboten, da ein Unterdruck entstehen und die Flasche sich so festsaugen kann, dass sie nur mit medizinischer Unterstützung entfernt werden kann.

Vaginaldehnung Die Vaginaldehnung stellt eine besonders intensive Form des Vaginalverkehrs dar, sowohl für den Top als auch für den Bottom. Sie erfordert ein tiefes gegenseitiges Vertrauen und eine natürliche Lust. Für den Bottom liegt der Reiz der Vaginaldehnung im Gefühl der Auslieferung und dem starken inneren Druckgefühl durch das vollständige Ausfüllen der Vagina. Für den Top steht das Gefühl der Macht und das Eindringen in diesen empfindlichen Bereich im Vordergrund.

Trotz der Tatsache, dass durch jede Vagina ein Babyskopf passen kann, sollte eine Vaginaldehnung sehr sorgfältig und langsam durchgeführt werden. Zu starke und abrupte Vaginaldehnung kann starke Schmerzen verursachen. Es wird auf jeden Fall empfohlen, ein Gleitmittel zu verwenden. Nur sehr wenige Frauen werden so feucht, dass eine Vaginaldehnung, insbesondere Fisting, ohne Gleitmittel möglich ist.

Generell sollte bei einer Vaginaldehnung äußerste Vorsicht walten. Es besteht immer das Risiko, der Partnerin Verletzungen zuzufügen. Deshalb wird hier auch die Verwendung eines Sicherheitsworts empfohlen, falls es dem weiblichen Bottom zu schmerzhaft wird. Um das Verletzungsrisiko von Anfang an zu minimieren, sollte der Top seine Fingernägel kurz schneiden und Ecken und Kanten glatt und rund feilen. Es sollte auch darauf geachtet werden, nicht mit verschmutzten Händen eine Vaginaldehnung durchzuführen.

Blümchensex: Der Klassiker in der Welt der Erotik

Blümchensex, auch bekannt als “Vanilla” in der BDSM- und Fetisch-Szene, wird oft abwertend als das Gegenteil der eigenen Szene betrachtet. Der Begriff Vanilla leitet sich von Vanilleeis ab, einer der bekanntesten, aber auch gewöhnlichsten Eissorten. Aus BDSM-Sicht wird dies oft mit Langeweile assoziiert.

Liebhaber des Vanillasex bevorzugen klassischen Sex und unternehmen höchstens kleine Ausflüge in die Fetischwelt, oft inspiriert durch Filme wie “Fifty Shades of Grey”. Für die meisten Blümchensex-Fans endet der Kink jedoch bereits beim Einsatz von pinken Plüschhandschellen im heimischen Ikea-Bett. Oder sie probieren verbundene Augen und Wachs aus. Härtere Spielarten und echte Dominanz oder Unterwerfung gehören jedoch nicht zur Welt des Vanillasex.

Anhänger des Blümchensex genießen lieber klassischen Sex: Kuschelsex und Petting sind eher ihr Ding als Bondagespiele und SM. Es ist nichts gegen den guten alten Sex einzuwenden, aber ein wenig Kink schadet nie. So haben schon viele die kuschelige Welt des Vanilla hinter sich gelassen und sind in die Welt des Fetischs eingetaucht. Kink statt pinker Plüschhandschellen!

Die meisten Blümchensex-Fans werden jedoch ihr Vanilla-Universum nicht verlassen, denn Vanilla ist weniger eine Spielart als ein regelrechtes Liebeskonzept. Blümchensex-Freunde schätzen die Verlässlichkeit ihrer Welt, ihre Grenzen und ihre Vorhersehbarkeit. Für sie hat diese Sicherheit einen höheren Stellenwert als das Abenteuer. Und wenn es doch mal Abenteuer sein soll, dann mit Sicherheitsnetz und Rückkehrgarantie. Aber das ist auch in Ordnung: Nicht jeder muss sich mit einem Gagball im Mund, einem Analplug im Po oder Metallklemmen an den Nippeln wohl fühlen. Jeder Jeck ist anders!

Vielleicht kann ein wenig Blümchensex das Leben von Kinkstern auch bereichern – beispielsweise als Bestrafung für hartgesottene SM-Liebhaber. Aber im Ernst: Die Mischung macht’s. Manchmal ist die vertraute Kuschelsex-Nummer einfach schön. Und dann wieder ist es Zeit für einen ordentlichen Schuss Kink. Wie auch immer es euch gefällt…

Wifesharing leitet sich vom Englischen ab und bedeutet wörtlich übersetzt “Teilen der (Ehe-)Frau”. Es beinhaltet das Prinzip, die eigene Ehefrau beim sexuellen Akt mit einem oder mehreren Männern zu teilen. Diese Praxis hat ihren Ursprung in den 1960er und 1970er Jahren, der Ära der freien Liebe, und hat sich im Laufe der Zeit fest etabliert, wobei sie teilweise zur heutigen Swinger-Szene beigetragen hat.

Die Motivationen für Wifesharing sind vielfältig. Normalerweise wählt das Paar gemeinsam den Mann aus, mit dem die Frau geteilt wird. Es ist seltener, dass die Frau oder der Mann allein die Entscheidung trifft. Oft ist der Mann beim Wifesharing der dominante Teil, der wünscht, dass seine Frau sexuell so gut wie möglich befriedigt wird. Dabei bevorzugen einige Männer die aktive Teilnahme am Dreier, während andere es bevorzugen, zuzuschauen, wie ihre Frau von einem anderen Mann befriedigt wird. Männer, die beim Wifesharing nur zuschauen, kümmern sich um ihre Frau, stellen sicher, dass alles sicher verläuft und niemand etwas tut, was ihm und ihr nicht gefällt. Einige Männer masturbieren auch, während sie zusehen, wie ihre Frau Sex mit anderen Männern hat. In seltenen Fällen erlauben einige Männer ihren Frauen sogar, sich mit anderen Männern zu treffen, wenn sie nicht anwesend sind.

Wifesharing Als Hauptgrund für die Teilnahme am Wifesharing führen Frauen oft an, dass sie sexuelles Verlangen nach Sex mit Fremden haben (auch als Xenophilie bezeichnet). In der Regel handelt es sich dabei um Geschlechtsverkehr mit einem einzelnen, fremden Mann. Dies könnte ein “Hausfreund” sein, also ein Mann, mit dem das Paar sich regelmäßig zum Wifesharing trifft, oder wechselnde Partner, mit denen es nur einmaligen Sex gibt. Seltener wünscht sich die Frau mehrere Sexualpartner gleichzeitig. Dies kann sich bis hin zu einem Gangbang ausweiten. Die Frau beim Wifesharing ist dementsprechend sexuell sehr aufgeschlossen und ungezwungen.

Obwohl die Vorstellung, seine Frau mit anderen Männern zu teilen, um dadurch die eigene Beziehung zu stärken, zunächst abwegig erscheinen mag, zeigen Studien, dass die meisten Wifesharer nach dem Wifesharing berichten, dass ihre Beziehung wesentlich intensiver und inniger geworden ist.

Auf den ersten Blick scheint es Überschneidungen mit Cuckolding zu geben. Hier hat jedoch die Frau die dominante Rolle und zwingt ihren Sub dazu, ihr dabei zuzusehen, wie sie von anderen Männern sexuell befriedigt wird. Beim Cuckolding steht die Liebe zu seiner Frau im Vordergrund, während beim Wifesharing der sexuelle Reiz im Vordergrund steht (was nicht bedeutet, dass er seine Frau nicht oder weniger liebt). Daher grenzt sich Wifesharing vom Cuckolding ab.

Auch zum Swingen gibt es Parallelen, aber auch signifikante Unterschiede. Beim Wifesharing ist das Hauptanliegen des männlichen Parts, dass seine Frau bestmöglich sexuell befriedigt wird, während beim Swingen beide Partner Sex mit anderen und auch wechselnden Partnern haben.

Beim Windelfetisch entsteht sexuelle Erregung durch das Tragen von Windeln oder das Beobachten anderer Personen, die Windeln tragen. Dieser Fetisch kann in zwei Bereiche unterteilt werden: den aktiven und den passiven Part.

Aktiver Windelfetisch: Beim aktiven Windelfetisch geht es vor allem um das Tragen von Windeln. Einige Personen empfinden bereits sexuelle Erregung allein durch das Tragen der Windel, während andere das Urinieren oder Einkoten in die Windel benötigen, um ihre sexuelle Befriedigung zu erreichen. Ein spezieller Aspekt des Windelfetischs ist das Masturbieren in die Windel. In dieser Form des Fetischs stehen keine typischen BDSM-Spiele im Vordergrund. Die sogenannten “Diaper Lover” empfinden durch das Tragen einer Windel einfach eine starke sexuelle Erregung.

Passiver Windelfetisch: Der passive Windelfetisch beinhaltet das Ageplay, bei dem der Bottom die Rolle eines Babys einnimmt. Der Bottom überträgt dabei alle Verantwortung auf den Top und kann seine Vorlieben des Urinierens oder Einkotens in die Windel ungehemmt ausleben. Der Top übernimmt eine mütterliche oder väterliche Rolle, um das hilflose Wesen zu beschützen und Geborgenheit zu geben. Eine weniger ausgeprägte Form des Windelfetischs besteht darin, dass Männer sexuelle Erregung empfinden, wenn sie Frauen in Windeln betrachten.

Windeln als Strafe im BDSM: Windeln können auch als Strafe in verschiedenen BDSM-Spielarten eingesetzt werden. Der Windelfetisch kann mit Bondage-Spielen kombiniert werden, indem das Tragen einer Windel als Strafe oder zur Keuschhaltung verwendet wird.

Obwohl der Windelfetisch durchaus weit verbreitet ist, wird er in der Öffentlichkeit oft noch als abwegig angesehen. Menschen mit einer Neigung zu Windeln trauen sich daher selten oder gar nicht, offen mit diesem Thema umzugehen. Um einen Partner zu finden, der den Windelfetisch teilt, gibt es heutzutage verschiedene Foren und Plattformen. Es gibt auch zahlreiche Onlineshops, die sich auf Windeln spezialisiert haben und eine Vielzahl von Spielzeugen anbieten.

Der Windelfetisch hat sich mittlerweile nicht nur auf das Tragen von herkömmlichen Windeln beschränkt. Oft wird er mit Vorlieben für Lack oder Latex kombiniert. Windeln aus PVC erfreuen sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit.

Xenophilie ist die Lust und das Verlangen nach dem Fremden. Diese Lust kann sich auf fremde Dinge, Kulturen oder Menschen beziehen. Menschen mit Xenophilie kategorisieren ihr Umfeld und treffen Entscheidungen basierend auf diesen Kategorien. Im Gegensatz zu xenophoben Personen, die das Fremde ablehnen, empfinden xenophile Personen eine Anziehung zum Fremden.

Xenophilie im sexuellen Kontext: Im sexuellen Bereich bezieht sich die Xenophilie auf die Lust und Erregung durch fremde Menschen aus anderen Kulturen, mit unterschiedlicher Hautfarbe oder anderen Merkmalen, die nicht dem eigenen Umfeld entsprechen. Oft entsteht sexuelle Erregung bereits durch die bloße Anwesenheit völlig fremder Personen. Der Reiz liegt darin, Sex mit einer vollkommen unbekannten Person zu haben.

Es ist wichtig anzumerken, dass beim Geschlechtsverkehr mit völlig Fremden ein erhöhtes Risiko für die Übertragung von Geschlechtskrankheiten besteht. Daher sollte unbedingt ein Kondom verwendet werden. Beim Sex mit Partnern aus anderen Kulturen kann es zudem zu unterschiedlichen Vorstellungen über den Ablauf des Akts kommen.

Es ist wichtig, dass alle Beteiligten ihre Einverständniserklärung geben und die sexuellen Handlungen einvernehmlich und respektvoll sind. Kommunikation über Grenzen, Vorlieben und Bedürfnisse ist entscheidend, um eine gesunde und sichere sexuelle Erfahrung zu gewährleisten.

Die Y-Stellung ist eine Praktik aus dem Bondage-Bereich, bei der der Top die Hände des Bottoms über dem Kopf zusammenfesselt und die Beine gespreizt fixiert werden. Die Beine können entweder einzeln gebunden oder eine Spreizstange verwendet werden, um den Bottom in der Y-Stellung zu fixieren. Der Name Y-Stellung leitet sich von der Form ab, die der Bottom in dieser Position einnimmt und die an ein umgedrehtes Y erinnert. Eine ähnliche Position, in der der Bottom mehr in einer X-Stellung endet, ist das Andreaskreuz.

In der Y-Stellung ist der Bottom bewegungsunfähig und kann seine entblößten Genitalien nicht bedecken oder anderweitig schützen. Der Top hat somit die Möglichkeit, verschiedene Spielarten ohne die Möglichkeit einer Gegenwehr auszuführen. Dies kann beim Bottom Gefühle der Ausgeliefertheit, Ausgesetztheit und Verwundbarkeit hervorrufen. Im Kontext der Y-Stellung sind bei männlichen Bottoms CBT-Spiele (Cock and Ball Torture) sehr beliebt. Bei weiblichen Bottoms werden häufig Brust- und Nippelfolter sowie Dildospiele durchgeführt. Obwohl seltener, kann die Sub in dieser Position auch vaginal bearbeitet werden, da sie sich gut für vaginale Dehnung und Fisting eignet.

Es ist wichtig, die Durchblutung der über dem Kopf zusammengebundenen Hände regelmäßig zu kontrollieren. Sobald die Hände und Arme des Bottoms zu kribbeln beginnen, sollten die Fesseln gelöst werden, um die Durchblutung wiederherzustellen und möglichen Schäden vorzubeugen.

Zentai Zentai ist ein japanischer Begriff und steht für Ganzkörperstrumpfhose. Es handelt sich um einen eng anliegenden Anzug, der in der Regel aus dehnbaren Materialien wie Nylon oder Latex gefertigt ist. Zentai-Anzüge, die den Kopf nicht bedecken, werden als Catsuits bezeichnet.

Im BDSM-Bereich werden Zentais auf verschiedene Weise genutzt. Viele Fetischisten empfinden das enge Material als äußerst angenehm und erregend, insbesondere Latex erfreut sich großer Beliebtheit. Während des Liebesspiels tragen oft beide Partner einen Zentai-Anzug, der an den relevanten Stellen Öffnungen aufweist, um den eigentlichen Geschlechtsakt zu ermöglichen. Dabei ist das Berühren durch den Zentai-Anzug das, was den Fetischisten wirklich erregt.

Zentais können auch bei der Atemkontrolle zum Einsatz kommen. Einige Materialien sind nicht oder nur begrenzt luftdurchlässig und können zur Kontrolle des Atems verwendet werden. Es gibt auch Materialien, die im trockenen Zustand luftdurchlässig sind, aber durch Wasser luftdicht werden.

Gleichzeitig ermöglicht das Tragen eines Zentais eine Anonymisierung, was es dem dominanten Part erleichtert, sadistische Handlungen am Bottom auszuführen. Durch das vollständige Verhüllen des Körpers und Gesichts wird der Bottom weiter degradiert und unterworfen.

Ein Zentai-Anzug kann auch zur Sinnesentzug genutzt werden. Vor allem das Sehen kann stark eingeschränkt oder vollständig blockiert werden. Bei einigen Modellen ist es auch möglich, das Hören stark einzuschränken. Durch den Sinnesentzug werden die Berührungen und Stimulationen des Partners noch intensiver wahrgenommen, allein schon durch die Ungewissheit, welche Stelle als nächstes auf welche Weise berührt wird.

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